{"id":609841,"date":"2025-11-29T01:35:12","date_gmt":"2025-11-29T01:35:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/609841\/"},"modified":"2025-11-29T01:35:12","modified_gmt":"2025-11-29T01:35:12","slug":"trump-spricht-von-baldigen-angriffen-an-land-dw-28-11-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/609841\/","title":{"rendered":"Trump spricht von baldigen Angriffen an Land \u2013 DW \u2013 28.11.2025"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> hat angek\u00fcndigt, dass die US-Streitkr\u00e4fte &#8222;sehr bald&#8220; beginnen werden, &#8222;Venezuelas Drogenh\u00e4ndler&#8220; auch an Land zu bek\u00e4mpfen. Die Route durch die Karibische See habe man den Drogenschmugglern aus S\u00fcdamerika nun weitgehend verleidet, erkl\u00e4rte Trump k\u00fcrzlich. Nun werde man sie auch an Land stoppen. Was genau er darunter versteht, lie\u00df der US-Pr\u00e4sident offen.<\/p>\n<p>Seit Anfang September haben die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/us-aktion-southern-spear\/t-74740972\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA in der s\u00fcdlichen Karibik<\/a> rund 20 Schnellboote &#8211; zumeist aus Venezuela &#8211; mit mutma\u00dflichen Drogenschmugglern an Bord angegriffen und dabei mehr als 80 Menschen get\u00f6tet. Venezuela bezeichnet die Aktionen als &#8222;au\u00dfergerichtliche Hinrichtungen&#8220;. Auch <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/drogenboote-karibik-usa-us-angriff-maduro-us-kriegsschiffe-drogenschmuggel-venezuela-russland\/a-74590027\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">internationale Beobachter<\/a> und Experten sehen darin klare Verst\u00f6\u00dfe gegen internationales Recht.<\/p>\n<p>Operation &#8222;S\u00fcdlicher Speer&#8220;<\/p>\n<p>Was die venezolanische F\u00fchrung aber weit mehr umzutreiben scheint, ist die damit verbundene Machtdemonstration der USA. In den vergangenen drei Monaten hat die US Navy unweit der venezolanischen K\u00fcste eine betr\u00e4chtliche Streitmacht zusammengezogen. Beteiligt daran sind etwa 12.000 Soldaten sowie ein Dutzend Kriegsschiffe, darunter <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-venezuela-konflikt-spannungen-flugzeugtr\u00e4ger-uss-gerald-r-ford-lateinamerika-k\u00fcste\/a-74710985\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der gr\u00f6\u00dfte Flugzeugtr\u00e4ger der Welt<\/a>.<\/p>\n<p>Die seit mehr als 20 Jahren zunehmend autorit\u00e4r regierende Sozialistische Einheitspartei Venezuelas (PSUV) mit Staatschef Nicolas Maduro an der Spitze sieht darin eine direkte Bedrohung f\u00fcr die Souver\u00e4nit\u00e4t des Landes &#8211;\u00a0und f\u00fcr sich selbst.<\/p>\n<p>USA versus Venezuela: Was hat Trump in der Karibik vor?<video id=\"video-74603390\" controls=\"\" playsinline=\"\" preload=\"none\" poster=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAAAEAAAABCAQAAAC1HAwCAAAAC0lEQVR42mNkYAAAAAYAAjCB0C8AAAAASUVORK5CYII=\" data-id=\"74603390\" data-posterurl=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74630381_605.webp\" data-duration=\"02:46\"><\/p>\n<p class=\"vjs-no-js\">To view this video please enable JavaScript, and consider upgrading to a web browser that <a href=\"https:\/\/videojs.com\/html5-video-support\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">supports HTML5 video<\/a><\/p>\n<p><\/video><\/p>\n<p>Offiziell richtet sich die US-Milit\u00e4roperation, die inzwischen den Namen <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/southern-spear-was-wollen-die-usa-vor-venezuelas-k\u00fcste\/a-74754740\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;S\u00fcdlicher Speer&#8220;<\/a> tr\u00e4gt, gegen den Drogenschmuggel aus S\u00fcdamerika in die USA. Doch das massive Milit\u00e4raufgebot n\u00e4hrt auf vielen Seiten Zweifel daran, dass dies ihr\u00a0einziger Grund ist. Geopolitische Interessen &#8211; wie das Zur\u00fcckdr\u00e4ngen des Einflusses Chinas und Russlands aus der Region &#8211;\u00a0sowie wirtschaftliche Anliegen werden als <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/konflikt-karibik-trump-venezuela-\u00f6l-gold-drogen-kolumbien-brasilien-karte-v3\/a-74529428\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mutma\u00dfliche Motive<\/a> genannt.\u00a0Venezuela ist das Land mit den gr\u00f6\u00dften \u00d6lreserven der Welt.<\/p>\n<p>Cartel de los Soles nun Terrororganisation<\/p>\n<p>Dass die US-Regierung die venezolanische unter Druck setzen will, ist unstrittig. Mehrfach hat Trump Venezuelas Pr\u00e4sidenten und seine Regierung als Narco-Terroristen bezeichnet. Auf Maduros Ergreifung haben die Vereinigten Staaten eine Belohnung von 50 Millionen Dollar ausgesetzt &#8211; doppelt so viel wie seinerzeit auf Osama bin Laden, den mutma\u00dflichen Drahtzieher der Terroranschl\u00e4ge vom 11. September 2001.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74872595\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74872595_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Venezuela Caracas 2018 | Nicol\u00e1s Maduro und Vladimir Padrino L\u00f3pez in Uniform bei Milit\u00e4rparade\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Verteidigungsminister Vladimir Padrino Lopez (l.) ist nicht der einzige Milit\u00e4r in Pr\u00e4sident Maduros (r.) KabinettBild: Ariana Cubillos\/AP Photo\/picture alliance<\/p>\n<p>Seit Anfang der Woche gilt das &#8222;Cartel de los Soles&#8220; (Deutsch: Sonnenkartell), dessen Kopf Maduro sein soll, offiziell als Terrororganisation. Das &#8222;Cartel de los Soles&#8220;, benannt nach den Schulterabzeichen venezolanischer Offiziere, ist eine mutma\u00dfliche kriminelle Vereinigung mit Wurzeln im venezolanischen Milit\u00e4r. Auch die PSUV st\u00fctzt ihre Macht seit jeher in hohem Ma\u00dfe auf die Streitkr\u00e4fte. Dies und Venezuelas Aufstieg zu einem der wichtigsten Drogenumschlagpl\u00e4tze S\u00fcdamerikas n\u00e4hren den Verdacht, dass die Regierung in den Drogenschmuggel involviert ist.\u00a0<\/p>\n<p>Venezuela r\u00fcstet auf &#8211;\u00a0nicht nur rhetorisch<\/p>\n<p>Maduro bestreitet, dass es das &#8222;Cartel de los Soles&#8220;\u00a0\u00fcberhaupt gibt. Er\u00a0bezeichnete die Anschuldigungen als &#8222;l\u00e4cherliche L\u00fcge&#8220;, um eine &#8222;illegale Intervention&#8220; in Venezuela zu rechtfertigen. Gleichzeitig sch\u00fcren er und wichtige Kabinettsmitglieder den venezolanischen Nationalismus. Das 105. Jubil\u00e4um der venezolanischen Luftwaffe am Donnerstag nutzte Verteidigungsminister Vladimir Padrino L\u00f3pez, um die Venezolaner aufzufordern, notfalls &#8222;auch mit dem Leben f\u00fcr die Verteidigung der Nation einzutreten&#8220;.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74416118\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74416118_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Venezuela La Guaira 2025 | Polizeibeamte bei stehen mit gezogenen Waffen auf fahrenden Booten\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Polizeibeamte bei einer Milit\u00e4r\u00fcbung in der Hafenstadt La Gauira: Seit September bereitet Venezuela allerlei Sicherheitskr\u00e4fte auf kriegerische Eins\u00e4tze vorBild: Jesus Vargas\/AP Photo\/picture alliance<\/p>\n<p>Seit September hat die Regierung tausende Zivilisten im Umgang mit Waffen geschult und zehntausende Milizion\u00e4re aktiviert. Anfang November sollen die venezolanischen Streitkr\u00e4fte ein Gro\u00dfman\u00f6ver mit rund 200.000 Soldaten und Paramilit\u00e4rs abgehalten haben. Das w\u00e4ren fast zwei Drittel der aktuell verf\u00fcgbaren Streitkr\u00e4fte Venezuelas. Hinzu k\u00f6nnten nach Maduros Worten 4,5 Millionen trainierte Zivilisten kommen.<\/p>\n<p>Plant Trump einen Regime-Change in Caracas?<\/p>\n<p>Mit seiner vagen Ank\u00fcndigung von Milit\u00e4roperationen an Land befeuerte Trump einmal mehr den Vorwurf, er wolle das Maduro-Regime mit milit\u00e4rischen Mitteln st\u00fcrzen. Experten halten dies nach wie vor f\u00fcr unwahrscheinlich.<\/p>\n<p>Einer von ihnen ist Christian Cwik von der Universit\u00e4t Klagenfurt: &#8222;Ich glaube nicht, dass die Vereinigten Staaten eine Bodeninvasion in Venezuela planen, das k\u00f6nnte zu einem neuen Vietnam werden&#8220;, sagt der Lateinamerika-Historiker. Im &#8211; auch f\u00fcr die USA traumatischen &#8211; Vietnamkrieg versuchten die USA von 1965 bis 1975 erfolglos, den dortigen B\u00fcrgerkrieg zugunsten der anti-kommunistischen Kr\u00e4fte im Land milit\u00e4risch zu entscheiden.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74722805\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74722805_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"F-35B Kampfjet auf US-Marinest\u00fctzpunkt in Puerto Rico, Roosevelt Roads 2025 \" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>US-Bodentruppen in Venezuela? Wahrscheinlicher seien gezielte Luftschl\u00e4ge, sagen Experten. Die Marines haben F-35 nach Puerto Rico verlegt.Bild: Kendall Torres Cort\u00e9s\/dpa\/picture alliance<\/p>\n<p>Gezielte Schl\u00e4ge durch Raketen- oder Luftangriffe auf mutma\u00dfliche Schmuggelinfrastruktur dagegen h\u00e4lt nicht nur Cwik f\u00fcr denkbar. Ziel k\u00f6nnte es sein, die PSUV-F\u00fchrung zu destabilisieren, meint auch der Politologe G\u00fcnther Maihold von der Freien Universit\u00e4t Berlin. Doch danach sehe es bisher nicht aus. Zumal, wie beide Experten betonen, ein US-Angriff das eigentlich tief gespaltene Volk in Venezuela wieder hinter die Regierung bringen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Will Trump einen Deal mit Venezuela?<\/p>\n<p>Demnach h\u00e4tte es einen guten Grund, dass Trump &#8211; offenbar parallel zu seinen neuerlichen Drohungen &#8211; Maduro ein Gespr\u00e4chsangebot gemacht hat. Dies berichtete diese Woche das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf eine Quelle aus der US-Regierung.<\/p>\n<p>Den Politologen Francisco Rodriguez von der Universit\u00e4t Denver d\u00fcrfte das nicht \u00fcberraschen. Schon vor einer Woche kommentierte er in der Fachzeitschrift Foreign Affairs: &#8222;W\u00e4hrend seiner beiden Amtszeiten ist\u00a0Trump komplexe innen- und au\u00dfenpolitische Probleme konsequent mit einer Strategie angegangen, die er in seinem 1987 erschienenen Buch &#8218;The Art of the Deal&#8216; dargelegt hat: Eskalieren, um zu verhandeln.&#8220;<\/p>\n<p>Phillip Gunson von der International Crisis Group sieht das \u00e4hnlich: &#8222;Es scheint, dass Trumps Instinkt ihm sagt, lieber zu verhandeln, als sich in einen Krieg verwickeln zu lassen.&#8220; Allerdings scheint eine weitere Eskalation kaum vermeidbar. Denn bisher h\u00e4tten seine Drohungen nicht gefruchtet, sagt auch Gunson: &#8222;Wenn der Druck nicht funktioniert und es keine milit\u00e4rische Reaktion der Vereinigten Staaten gibt, m\u00fcsste die Flotte ohne Erf\u00fcllung ihrer Mission abziehen &#8211;\u00a0mit den damit verbundenen politischen Konsequenzen.&#8220;<\/p>\n<p>Viola Traeder (DW Spanisch) hat zu diesem Artikel beigetragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Donald Trump hat angek\u00fcndigt, dass die US-Streitkr\u00e4fte &#8222;sehr bald&#8220; beginnen werden, &#8222;Venezuelas Drogenh\u00e4ndler&#8220; auch an Land zu bek\u00e4mpfen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":609842,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-609841","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115630422297108217","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/609841","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=609841"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/609841\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/609842"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=609841"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=609841"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=609841"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}