{"id":609868,"date":"2025-11-29T01:51:35","date_gmt":"2025-11-29T01:51:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/609868\/"},"modified":"2025-11-29T01:51:35","modified_gmt":"2025-11-29T01:51:35","slug":"gruene-geben-sich-zum-auftakt-des-bundesparteitages-kaempferisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/609868\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne geben sich zum Auftakt des Bundesparteitages k\u00e4mpferisch"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/franziska-brantner-110.jpg\" alt=\"Franziska Brantner\" title=\"Franziska Brantner | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 29.11.2025 00:16 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Auf ihrem Bundesparteitag in Hannover wollen die Gr\u00fcnen ihr Profil als Oppositionspartei sch\u00e4rfen. Zum Auftakt rechnete Parteichefin Brantner mit der Bundesregierung ab und richtete k\u00e4mpferische Appelle an die eigenen Reihen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit scharfer Kritik an der schwarz-roten Bundesregierung sind die Gr\u00fcnen in ihren Bundesparteitag in Hannover gestartet. &#8222;Es ist nicht gut f\u00fcr unser Land, so eine schlechte Regierung zu haben&#8220;, rief Parteichefin Franziska Brantner den Delegierten zu. Die deutsche Wirtschaft stagniere seit Jahren, Milliard\u00e4re w\u00fcrden immer reicher und noch immer wachse jedes vierte Kind in Armut auf.<\/p>\n<p>    &#8222;Mittelfinger&#8220; f\u00fcr junge Menschen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Bundesregierung warf Brantner vor, &#8222;jungen Menschen den Mittelfinger&#8220; zu zeigen. Diese m\u00fcssten bezahlen &#8222;f\u00fcr die Wahlgeschenke S\u00f6ders, f\u00fcr Vers\u00e4umnisse beim Klimaschutz&#8220;. Es k\u00f6nne jedoch nicht sein, dass &#8222;wir die Rechnung f\u00fcr unseren Konsum der n\u00e4chsten Generation ausstellen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Statt Generationen zusammenzubringen werde Jung gegen Alt ausgespielt, kritisierte Brantner die aktuelle Rentendebatte. Dabei drang sie auch auf weitgehende Reformen im Rentensystem und zeigte sich grunds\u00e4tzlich offen f\u00fcr Debatten \u00fcber eine l\u00e4ngere Lebensarbeitszeit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Generell forderte Brantner, den Menschen &#8222;das Leben besser, gerechter, nachhaltiger&#8220; zu machen. \u00dcber Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte sie: &#8222;Merz kann&#8217;s nicht&#8220;. Das habe schon Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) erkannt.<\/p>\n<p>    &#8222;Freiheit ist nicht verhandelbar&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im au\u00dfenpolitischen Teil ihrer Rede forderte Brantner mehr Solidarit\u00e4t mit der Ukraine. US-Pr\u00e4sident Donald Trump kritisierte sie wegen seines sogenannten Friedensplans. &#8222;Er schmiedet einen Trump-Putin-Pakt, das ist Verrat&#8220;, sagte sie. Dagegen m\u00fcsse Europa das klare Signal setzen: &#8222;Wir stehen an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Trump habe den Westen und die NATO quasi aufgegeben, sagte Brantner. &#8222;Wenn wir uns heute nicht um Europas Sicherheit k\u00fcmmern, dann kommen morgen auch die Leichens\u00e4cke in Berlin an&#8220;, mahnte sie zur St\u00e4rkung der Verteidigungsf\u00e4higkeit und pl\u00e4dierte f\u00fcr eine Europ\u00e4ische Verteidigungsunion unter Einbeziehung der Ukraine.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Au\u00dferdem ermuntert sie ihre Parteifreunde zum Kampf f\u00fcr Demokratie und eine offene Gesellschaft. &#8222;Ganz egal, was die Autokraten dieser Welt gegen uns in Stellung bringen, wir haben eine Antwort: Unsere Freiheit ist nicht verhandelbar!&#8220;<\/p>\n<p>    Lang fordert mehr Mut<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die fr\u00fchere Parteivorsitzende Ricarda Lang rief ihre Partei, aber auch die Gesellschaft zu mehr Mut und Selbstbewusstsein auf. &#8222;Mutige Parteien k\u00f6nnen Mehrheiten bilden, Priorit\u00e4ten ver\u00e4ndern&#8220;, sagte Lang. Sie kritisierte, dass viele Menschen etwa auf das Erstarken von Rechtsextremisten schauten &#8222;wie das Kaninchen auf die Schlange&#8220;. Notwendig sei hingegen mehr Furchtlosigkeit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach ihrem entt\u00e4uschenden Ergebnis bei der Bundestagswahl im Februar (11,6 Prozent) k\u00f6nnen die Gr\u00fcnen als Oppositionspartei bislang nicht von der Schw\u00e4che der Bundesregierung profitieren: In Umfragen pendeln sie <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend\/deutschlandtrend-extra-afd-102.html\" title=\"ARD-DeutschlandTrend: AfD profitiert von Entt\u00e4uschung und Sorgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">weiterhin zwischen elf und zw\u00f6lf Prozent<\/a>. In Hannover will sich die Partei neu ausrichten und ihr Profil sch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>    Banaszak: Wieder Vertrauen aufbauen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Brantners Co-Vorsitzender Felix Banaszak sagte in den tagesthemen, seine Partei wolle zeigen, dass ein klares Profil und Mehrheitsf\u00e4higkeit zusammengingen. &#8222;Wir sind \u00f6kologisch ambitioniert&#8220;, sagte er. Seine Partei wolle Klimaschutz auf der Agenda halten, &#8222;in einer Zeit, in der andere sagen: &#8218;Das interessiert uns nicht mehr'&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dies solle aber &#8222;konsequent sozial gerecht&#8220; passieren. &#8222;Wir gucken, dass es f\u00fcr alle im Land funktioniert, und nicht nur f\u00fcr die Wenigen.&#8220; Es gehe nicht darum zu sagen, dass die Menschen ihr Leben \u00e4ndern m\u00fcssten, sondern die Rahmenbedingungen zu \u00e4ndern, &#8222;damit wir das alles gut zusammen hinbekommen k\u00f6nnen&#8220;, sagte Banaszak.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach der Zeit in der Ampel-Regierung, in der seine Partei &#8222;in einer Streitkoalition viel erreicht hat, aber auch viele schmerzhafte Kompromisse machen musste&#8220;, m\u00fcssten die Gr\u00fcnen nun wieder Vertrauen aufbauen. Die Antwort auf die &#8222;kulturelle Verh\u00e4rtung&#8220; im Land d\u00fcrften aber nicht Profillosigkeit, Unklarheit und Beliebigkeit sein.<\/p>\n<p>    Mahnung vor den kommenden Landtagswahlen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor dem Parteitag hatte sich der scheidende baden-w\u00fcrttembergische Ministerpr\u00e4sident Winfried Kretschmann mit einer Mahnung an seine Partei gewandt. Auf die Frage, welches Erfolgskonzept er der Bundespartei mitgeben k\u00f6nne, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/regional\/badenwuerttemberg\/swr-kretschmann-kritisiert-gruenen-tunnelblick-so-koenne-man-in-demokratie-nicht-erfolgreich-sein-100.html\" title=\"Baden-W\u00fcrttemberg: Kretschmann rechnet mit Bundes-Gr\u00fcnen ab: &quot;So kann man in einer Demokratie nicht erfolgreich sein&quot;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sagte er in der SWR-Sendung &#8222;Zur Sache!&#8220;<\/a>, die Gr\u00fcnen sollten &#8222;klar in den Zielen, offen in den Wegen&#8220; sein und nicht &#8222;klar in den Zielen und die Wege dorthin auch noch vorschreiben zu wollen&#8220;. Man m\u00fcsse die B\u00fcrger einbeziehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei der Landtagswahl im kommenden Jahr will Ex-Bundeslandwirtschaftsminister Cem \u00d6zdemir Kretschmann beerben, m\u00fcsste dazu aber den Trend in den Umfragen drehen. Auch in Rheinland-Pfalz, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt wird 2026 gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>    Absage an Hom\u00f6opathie, Forderung nach Bodycams<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Abend fasste die Partei erste inhaltliche Beschl\u00fcsse: So sollen die gesetzlichen Krankenkassen nach dem Willen der Delegierten hom\u00f6opathische Behandlungen k\u00fcnftig nicht mehr erstatten. &#8222;Die Solidargemeinschaft soll nicht f\u00fcr Therapien aufkommen, deren Wirksamkeit \u00fcber den Placeboeffekt hinaus wissenschaftlich nicht belegt ist&#8220;, hei\u00dft es in dem verabschiedeten Antrag.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Au\u00dferdem fordert die Partei, dass Bundespolizisten ihre Bodycams grunds\u00e4tzlich auf Verlangen betroffener B\u00fcrger einschalten m\u00fcssen. Ein entsprechender Antrag sieht au\u00dferdem eine automatische Einschaltung der K\u00f6rperkamera bei Anwendung von Waffen durch die Polizei vor.\u00a0\u00dcberdies sprechen sich die Gr\u00fcnen f\u00fcr die Einf\u00fchrung einer fl\u00e4chendeckenden Kennzeichnungspflicht von Polizisten und Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung von Racial Profiling aus.<\/p>\n<p>    Debatten \u00fcber Klimaschutz und Au\u00dfenpolitik<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Samstag stehen in Hannover die Themen Klimaschutz und Energiepolitik im Mittelpunkt. Den Delegierten liegen dazu Leitantr\u00e4ge des Bundesvorstands sowie zahlreiche weitere Antr\u00e4ge vor. Eine Kernbotschaft soll sein, ambitionierten Klimaschutz und sozialen Ausgleich miteinander zu verbinden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Weiterer Schwerpunkt der Beratungen sind au\u00dfenpolitische Themen, vor allem der Krieg in der Ukraine. Kontroversen sind am Abend bei den Diskussionen \u00fcber ein Wehrdienst-Modell und die Nahostpolitik zu erwarten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.11.2025 00:16 Uhr Auf ihrem Bundesparteitag in Hannover wollen die Gr\u00fcnen ihr Profil als Oppositionspartei sch\u00e4rfen. 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