{"id":61001,"date":"2025-04-25T20:32:10","date_gmt":"2025-04-25T20:32:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/61001\/"},"modified":"2025-04-25T20:32:10","modified_gmt":"2025-04-25T20:32:10","slug":"hunderte-jobs-bei-dow-chemical-in-boehlen-und-schkopau-in-gefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/61001\/","title":{"rendered":"Hunderte Jobs bei Dow Chemical in B\u00f6hlen und Schkopau in Gefahr"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"Boehlens\">B\u00f6hlens<\/a> B\u00fcrgermeister: Katastropahl f\u00fcr die Region<\/p>\n<p class=\"text\">\nB\u00f6hlens B\u00fcrgermeister Dietmar Berndt (parteilos) bezeichnete eine m\u00f6gliche Schlie\u00dfung des Werks in B\u00f6hlen mit seinen gut bezahlten Industriearbeitspl\u00e4tzen als &#8222;katastrophal f\u00fcr die ganze Region&#8220;. Der Kommunalpolitiker sagte dem MDR, es sei schon &#8222;kein gutes Zeichen&#8220; gewesen, dass in letzter Zeit einzelne Betriebsteile geschlossen oder ausgelagert wurden.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nBerndt sprach von einer &#8222;gro\u00dfpolitischen Entscheidung&#8220;, bei der der Stadt die H\u00e4nde gebunden seien. Er best\u00e4tigte aber, dass die hohen Energiepreise in Gespr\u00e4chen mit Dow immer wieder ein Thema gewesen seien. Das gelte hinsichtlich der Unsicherheiten auch f\u00fcr gesetzliche Rahmenbedingungen und Investitionen. Berndt betonte, dass das Problem der hohen Energiepreise nur &#8222;gro\u00dfpolitisch&#8220; gel\u00f6st werden k\u00f6nne. Der diskutierte Industriepreis f\u00fcr Strom w\u00e4re &#8222;eine Sache, die da Abhilfe schaffen k\u00f6nnte&#8220;.\n<\/p>\n<p>Wirtschaftsminister <a name=\"Schulze\">Schulze<\/a>: Entscheidung noch nicht final getroffen<\/p>\n<p class=\"text\">\nSachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze r\u00e4umte ein, dass die Situation f\u00fcr die chemische Industrie in Deutschland herausfordernd sei. Der CDU-Politiker sagte MDR AKTUELL, derzeit fehle die Grundlage, erfolgreich wirtschaften zu k\u00f6nnen. Sobald die neue Bundesregierung im Amt sei, solle die Thematik wieder an erster Stelle platziert werden.<\/p>\n<p>Schulze betonte aber auch, dass \u00fcber die Zukunft der Standorte noch nicht final entschieden worden sei. Man stehe als Landesregierung mit Dow Chemical in Kontakt. Wie es weitergeht und ob m\u00f6glicherweise Standorte geschlossen oder reduziert werden, steht demnach noch nicht fest. Die Lage sei aber ernst, sagte Schulze.\n<\/p>\n<p>Dow pr\u00fcft Schlie\u00dfung zweier ostdeutscher Standorte<\/p>\n<p class=\"text\">\nZuvor war bekannt geworden, dass der US-Chemiekonzern Dow seine Produktion in Mitteldeutschland zur\u00fcckfahren will. Wie das Unternehmen MDR AKTUELL best\u00e4tigte, steht im s\u00e4chsischen B\u00f6hlen und in Schkopau in Sachsen-Anhalt jeweils eine Produktionsanlage auf dem Pr\u00fcfstand. Beide Standorte z\u00e4hlten demnach zu den energie- und kostenintensivsten.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nErwogen werde eine tempor\u00e4re Stilllegung oder eine dauerhafte Schlie\u00dfung, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Grund seien unter anderem <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/wissen\/umwelt-klima\/energiepreise-spielraeume-neue-regierung-100.html\" title=\"Energiepreise: Was kann eine neue Bundesregierung bewirken?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">hohe Energie- und Rohstoffpreise<\/a> sowie steigende CO2-Kosten.\n<\/p>\n<p>\nWas produziert Dow in Mitteldeutschland?<br \/>\nIn B\u00f6hlen betreibt Dow einen &#8222;Steam-Cracker&#8220;, in dem aus Rohbenzin chemische Grundstoffe wie Ethylen und Propylen entstehen. Diese werden teilweise direkt in B\u00f6hlen zu Ausgangstoffen f\u00fcr Polyurethan verarbeitet. Der Gro\u00dfteil geht per Pipeline nach Schkopau und Leuna und wird dort zu Kunststoffen, die unter anderem f\u00fcr Verpackungen oder Folien verwendet werden.\n<\/p>\n<p>Entscheidung bis Mitte 2025 erwartet<\/p>\n<p class=\"text\">\n<a name=\"Da\">Da<\/a>s Unternehmen pr\u00fcft eigenen Angaben zufolge bereits seit Oktober vergangenen Jahres seine europ\u00e4ischen Standorte. Eine endg\u00fcltige Entscheidung \u00fcber die Zukunft der betroffenen Anlagen in B\u00f6hlen und Schkopau soll bis Mitte 2025 fallen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nW\u00e4hrend bei einer Stilllegung der Betrieb nur vor\u00fcbergehend eingestellt werde, bedeute eine Schlie\u00dfung eine komplette Au\u00dferbetriebnahme, die auch einen R\u00fcckbau der Anlagen umfasse.\n<\/p>\n<p>500 Arbeitspl\u00e4tze betroffen<\/p>\n<p class=\"text\">\n<a name=\"Di\">Di<\/a>e rund 500 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien \u00fcber die laufenden \u00dcberpr\u00fcfungen informiert worden, hie\u00df es weiter. Dow ist im mitteldeutschen Chemie-Dreieck einer der gr\u00f6\u00dften Arbeitgeber.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nNeben dem Standort im s\u00e4chsischen B\u00f6hlen betreibt der US-Konzern in Sachsen-Anhalt Werke in Schkopau, Leuna, Teutschenthal und Bitterfeld-Wolfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"B\u00f6hlens B\u00fcrgermeister: Katastropahl f\u00fcr die Region B\u00f6hlens B\u00fcrgermeister Dietmar Berndt (parteilos) bezeichnete eine m\u00f6gliche Schlie\u00dfung des Werks in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":59212,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,171,174,81,14,859,860,861,173,172,103],"class_list":{"0":"post-61001","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-markets","14":"tag-maerkte","15":"tag-mdr","16":"tag-nachrichten","17":"tag-sachsen","18":"tag-sachsen-anhalt","19":"tag-thueringen","20":"tag-unternehmen","21":"tag-unternehmen-maerkte","22":"tag-welt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114400509621759579","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61001","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61001"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61001\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/59212"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61001"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61001"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61001"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}