{"id":611286,"date":"2025-11-29T16:04:23","date_gmt":"2025-11-29T16:04:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/611286\/"},"modified":"2025-11-29T16:04:23","modified_gmt":"2025-11-29T16:04:23","slug":"hier-warten-viren-vulkane-und-verfluchte-orte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/611286\/","title":{"rendered":"Hier warten Viren, Vulkane und verfluchte Orte"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">T\u00f6dliche Viren, streng wissenschaftliche Experimente, geheime Milit\u00e4r\u00fcbungen oder angebliche Geister: Die gef\u00e4hrlichsten Inseln Europas bringen nicht nur jede Menge Nervenkitzel mit sich, sondern auch die spannendsten Geschichten. Wir zeigen dir die gef\u00e4hrlichsten Inseln <a href=\"https:\/\/www.reisereporter.de\/reiseziele\/europa\/\" target=\"_self\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/www.reisereporter.de\/reiseziele\/europa\/\" rel=\"noopener\">Europas<\/a>\u2013 und warum du sie nicht besichtigen darfst.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>1. Gruinard Island, Schottland<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Eine gruselige Geschichte wird \u00fcber die zwei Quadratkilometer gro\u00dfe Insel Gruinard Island erz\u00e4hlt, die einen Kilometer vor der Nordwestk\u00fcste des schottischen Festlands im Atlantischen Ozean liegt. Lange galt die Insel als gef\u00e4hrlichste der Welt und trug den Kosenamen \u201eAnthrax-Insel\u201c.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Denn im Zweiten Weltkrieg wurden hier im Auftrag des britischen Kriegsministeriums Biowaffen-Experimente mit Anthrax f\u00fcr die biologische Kriegsf\u00fchrung durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Irgendwann stellten die Wissenschaftler fest, dass Sporen des t\u00f6dlichen Krankheitserregers in den Boden eingedrungen waren \u2013 und die Insel wurde gesperrt. Ab 1978 wurden Studien zur Entseuchung der Insel durchgef\u00fchrt, 1986 versuchte man dann, die Insel zu retten. 280 Tonnen Formaldehyd wurden in den Boden geleitet und die Vegetation mit Herbiziden vernichtet.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Seit 1990 gilt die Insel offiziell als anthraxfrei, Besucherinnen und Besucher finden sich aber nicht ein. Zu gro\u00df ist die Angst, dass es noch immer Milzbrand-Sporen gibt. Schr\u00e4g: Im M\u00e4rz 2022 ging die Insel von dem einen bis zum anderen Ende in Flammen auf. Ob der Brand nat\u00fcrlich entstand oder gelegt wurde, ist unklar.<\/p>\n<p>2. Riems, Deutschland<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Die Inseln Deutschlands sind bekannt f\u00fcr ihre Sch\u00f6nheit, es gibt allerdings eine, die zu den gef\u00e4hrlichsten Inseln der Welt z\u00e4hlt: Riems liegt im S\u00fcdwesten des Greifswalder Boddens und geh\u00f6rt verwaltungsrechtlich zum Stadtgebiet der Hansestadt Greifswald, ist aber eine Exklave \u2013 und beherbergt die \u00e4lteste virologische Forschungsst\u00e4tte der Welt. Diese wurde im Jahr 1910 von Friedrich Loeffler, einem Sch\u00fcler von Robert Koch, gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Auf der deutschen Insel Riems befindet sich die \u00e4lteste virologische Forschungsst\u00e4tte der Welt.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/4XCDVMFY3UIWTJPQXX4RVVIK3U.jpg\" \/><\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Weil er bei seinen Untersuchungen unbeabsichtigt eine ganze Region bei Greifswald mit der Maul- und Klauenseuche infiziert hatte, zog er 1910 aus Sicherheitsgr\u00fcnden auf die Insel Riems. Zur NS-Zeit wurden auf Riems potenzielle Biowaffen untersucht.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">In den 1990er-Jahren war das Wohngebiet im westlichen Teil f\u00fcr einige Jahre zug\u00e4nglich, wegen der Forschungsarbeiten mit Viren ist die Insel jedoch wieder f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit gesperrt. Heute herrscht permanent Sicherheitsstufe 4 und die Insel ist durch hohe Mauern und Stacheldraht gesch\u00fctzt. Denn die Viren k\u00f6nnten Millionen Tiere und Menschen t\u00f6ten und Epidemien und Seuchen verursachen.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Heute erforscht man Tierseuchen wie BSE, Maul- und Klauenseuche, Schweinepest und Zoonosen sowie Sars, Ebola oder das h\u00e4morrhagische Krim-Kongo-Fieber. 2020 nahm zus\u00e4tzlich ein Tiergesundheits\u00adforschungsinstitut seine Arbeit auf und es entstanden weitere Hochsicherheitslabore.<\/p>\n<p>3. Poveglia, Italien<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Der Grat zwischen verboten und verflucht ist auf der Insel Poveglia sehr schmal. Das kleine Eiland, das in der Lagune von Venedig liegt, hat nicht nur einen Ruf von Gefahr, es ranken sich auch zahlreiche Geschichten um Poveglia. Die Insel wird auch \u201eInsel des Wahnsinns\u201c genannt und viele Einheimische behaupten, es w\u00fcrde dort spuken.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Die italienische Insel Poveglia wird auch \u201eInsel des Wahnsinns\u201c genannt.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Z2GXIEVBOFILXZMLHAM3PGOCZG.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Fakt ist: Die Geschichte der Insel ist nichts f\u00fcr Zartbesaitete. Poveglia galt lange als Ort der Verbannung: erst f\u00fcr Menschen mit ansteckenden Krankheiten, sp\u00e4ter f\u00fcr Patientinnen und Patienten, die als geistig verwirrt galten. Poveglia gilt zudem als verflucht, seit ein Arzt Experimente an Kranken in der psychiatrischen Klinik der Insel durchgef\u00fchrt hatte. Deshalb gibt es hier keine Menschen: Die Insel ist seit \u00fcber 50 Jahren unbewohnt, die Geb\u00e4ude sind extrem bauf\u00e4llig. Das Betreten ist verboten.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Schr\u00e4g: Vor einigen Jahren wollte die Stadt das Nutzungsrecht der Insel in einer Auktion versteigern, allerdings wehrten sich die Venezianerinnen und Venezianer gegen diesen Plan.<\/p>\n<p>4. Surtsey, Island<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Weder Geister noch eine d\u00fcstere Vergangenheit gibt es auf Surtsey in Island: Die Insel ist jung und entstand erst 1963 aufgrund von Vulkaneruptionen. Das Betreten strengstens verboten. Die Gefahr kommt allerdings nicht von der Insel, sondern von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die gegen Eindringlinge strenge Strafen verh\u00e4ngen w\u00fcrden.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Denn auf Surtsey findet ein einzigartiges Experiment statt: Es wird erforscht, wie sich eine Insel ohne menschliche Eingriffe entwickelt \u2013 und Surtsey darf bis heute ausschlie\u00dflich zu wissenschaftlichen Zwecken betreten werden.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Die isl\u00e4ndische Insel Surtsey darf ausschlie\u00dflich zu wissenschaftlichen Zwecken betreten werden.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/5VCR7WAU3QIY2IK7WHHNQBIVPC.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Damit das hochwissenschaftliche Experiment funktionieren kann, muss das Eiland komplett dem menschlichen Einfluss entzogen sein. Die Regeln sind streng: Jede und jeder, die oder der auf Surtsey forscht, w\u00e4scht vorher seine Kleidung, b\u00fcrstet die Schuhe ab und muss einen keimfreien Rucksack mitbringen.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Verr\u00fcckt: Es kam zweimal vor, dass der Mensch in das \u00d6kosystem auf Surtsey eingegriffen hat. Einmal fand man eine Tomatenpflanze, ein anderes Mal entdeckte man Kartoffeln, die vermutlich aus den Resten einer Mahlzeit gewachsen waren.<\/p>\n<p>5. Diego Marcia, Gro\u00dfbritannien<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Viele Legenden und Ger\u00fcchte ranken sich um die Insel Diego Marcia, die rund 27 Quadratkilometer gro\u00df ist. Politisch geh\u00f6rt die Insel zu Gro\u00dfbritannien, geografisch liegt sie aber mitten im Indischen Ozean. Diego Garcia ist das gr\u00f6\u00dfte Atoll des Chagos-Archipels, des letzten verbliebenen Teils des Britischen Territoriums im Indischen Ozean. Einst im Besitz von Portugal und Frankreich, ging die Insel Anfang des 19. Jahrhunderts an Gro\u00dfbritannien \u00fcber.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Ab den 1970er-Jahren nutzte Gro\u00dfbritannien die Insel f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke \u2013 und l\u00f6ste damit eine Diskussion aus, die bis heute anh\u00e4lt. Damals wurden die Einheimischen von der Insel vertrieben und ihre Plantagen vernichtet. Viele konnten sich in der neuen Umgebung auf Mauritius schlecht integrieren und endeten in den Slums von Port Louis. W\u00e4hrenddessen wurde die Insel an die USA vermietet, auch sie nutzten die Insel f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">1973 nahm der US-Geheimdienst NSA einen Horchposten in Betrieb, um die Bewegungen sowjetischer Kriegsschiffe zu \u00fcberwachen. Laut einem der Bericht der \u201eWashington Post\u201c aus dem Jahre 2003 soll dort sogar ein geheimes Milit\u00e4rgef\u00e4ngnis betrieben werden.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Die milit\u00e4rische Nutzung durch die USA kann angeblich bis mindestens 2036 aufrechterhalten werden, die Proteste h\u00e4ufen sich jedoch: 2019 erkl\u00e4rte der Internationale Gerichtshof den Anspruch auf die Inselgruppe als rechtswidrig und die Weiterverwendung durch das britische und das US-amerikanische Milit\u00e4r als ein Relikt des Kolonialismus.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 lbSRjS\">Mehr Inspiration gesucht? <a href=\"https:\/\/www.reisereporter.de\/reiseinspiration\/\" rel=\"noopener\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/www.reisereporter.de\/reiseinspiration\/\" target=\"_blank\">Tipps f\u00fcr alle Top-Reiseziele findest du beim reisereporter<\/a>.<\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-1bfvh9l-0 cSmjnJ\">Reisereporter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"T\u00f6dliche Viren, streng wissenschaftliche Experimente, geheime Milit\u00e4r\u00fcbungen oder angebliche Geister: Die gef\u00e4hrlichsten Inseln Europas bringen nicht nur jede&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":611287,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-611286","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115633841030840943","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/611286","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=611286"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/611286\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/611287"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=611286"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=611286"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=611286"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}