{"id":61154,"date":"2025-04-25T21:52:12","date_gmt":"2025-04-25T21:52:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/61154\/"},"modified":"2025-04-25T21:52:12","modified_gmt":"2025-04-25T21:52:12","slug":"telekom-soll-internetzugang-absichtlich-verlangsamen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/61154\/","title":{"rendered":"Telekom soll Internetzugang absichtlich verlangsamen"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBHke tspBHkf\">Verbrauchersch\u00fctzer haben bei der Bundesnetzagentur eine Beschwerde gegen die Deutsche Telekom eingereicht. Der gr\u00f6\u00dfte deutsche Netzanbieter soll demnach nicht alle Onlinedienste gleich behandeln. Stattdessen verlangsame die Telekom das Netz k\u00fcnstlich und w\u00fcrde einen ungehinderten Zugang gegen Zahlung erm\u00f6glichen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/abo.tagesspiegel.de\/tagesspiegel-app?icid=single-topic_13592920___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5l6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Tagesspiegel-App Aktuelle Nachrichten, Hintergr\u00fcnde und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen.  <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Damit w\u00fcrde der Bonner Konzern gegen das Gebot der Netzneutralit\u00e4t versto\u00dfen. Die Telekom weist die Vorw\u00fcrfe im Tagesspiegel zur\u00fcck. Ein Sprecher der Netzagentur best\u00e4tige am Freitag auf Tagesspiegel-Anfrage den Eingang der Beschwerde. Zu inhaltlichen Fragen wollte man sich nicht \u00e4u\u00dfern. Zuerst hatte der \u201eSpiegel\u201c \u00fcber den Vorgang berichtet. <\/p>\n<blockquote class=\"tspB3l3\">\n<p>Was die Deutsche Telekom hier betreibt, ist ein Frontalangriff auf das offene Internet.\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspB3l4\"><strong>Barbara van Schewick, <\/strong>Stanford-Professorin <\/p>\n<p class=\"tspBHke\">\u201eDie Telekom schafft k\u00fcnstliche Engp\u00e4sse am Netzeingang und verkauft bezahlte \u00dcberholspuren, auf denen finanzstarke Dienste den Datenstau umfahren k\u00f6nnen\u201c, sagte Barbara van Schewick, Professorin f\u00fcr Internetrecht an der Stanford Universit\u00e4t, dem \u201eSpiegel\u201c. Die Forscherin sprach von einem \u201eFrontalangriff auf das offene Internet\u201c. <\/p>\n<p> Verbrauchersch\u00fctzer sprechen von Zweiklassengesellschaft <\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Der Vorwurf: Online-Anbieter k\u00f6nnten Geld an den Bonner Konzern zahlen, damit ihre Dienste schnell in das Telekom-Netz geleitet w\u00fcrden und problemlos zug\u00e4nglich seien. Wer das nicht t\u00e4te, w\u00fcrde ausgebremst und dessen Seiten seien schlechter oder gar nicht erreichbar. Die Folge sei eine Zweiklassengesellschaft im Internet. Mit diesem Vorwurf werden Internetanbieter seit Jahren konfrontiert; befeuert wurde er vor allem durch das Aufkommen von Flatrates.<\/p>\n<p class=\"tspUez\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. 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Anfang des Jahres rief man Nutzerinnen und Nutzer auf, etwaige Probleme zu melden. Dem sind offenbar Menschen gefolgt. Die Verbraucherzentrale gab an, Hunderte Beschwerden dokumentiert zu haben. Demnach meldeten Telekom-Kundinnen und -Kunden etwa, dass bestimmte Webseiten langsam oder \u00fcberhaupt nicht laden w\u00fcrden, Spiele ruckeln oder Video-Calls abbrechen w\u00fcrden. <\/p>\n<blockquote class=\"tspB3l3\">\n<p>Die erhobenen Vorw\u00fcrfe sind falsch und zeugen von rechtlichem und technischem Unverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspB3l4\"><strong>Nicole Schmidt,<\/strong> Telekom-Sprecherin<\/p>\n<p class=\"tspBHke\">F\u00fcr die Beschwerdef\u00fchrer ist klar: Die Telekom verst\u00f6\u00dft gegen das Netzneutralit\u00e4tsgesetz. Zum einen, weil bezahlte \u00dcberholspuren verboten seien. Zum anderen verletze man das Recht der Endnutzer, \u00fcber ihren Internetzugang Inhalte und Dienste frei w\u00e4hlen zu k\u00f6nnen. Der Bonner Telekommunikationskonzern sei dabei der einzige Anbieter, der Engp\u00e4sse am Netz finanziell ausn\u00fctzen w\u00fcrde. <\/p>\n<p> Gebot der Netzneutralit\u00e4t <\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Das Gebot der Netzneutralit\u00e4t besagt, dass alle Daten im Internet unabh\u00e4ngig von Inhalt, Absender oder Empf\u00e4nger gleich behandelt werden m\u00fcssen.<strong> Anbieter d\u00fcrfen also den Datenverkehr nicht diskriminieren, blockieren, drosseln oder bevorzugen.\u00a0<\/strong>Die Einhaltung wird in Deutschland von der Bundesnetzagentur \u00fcberwacht und durchgesetzt. Sie wird nun \u00fcberpr\u00fcfen, ob die Telekom Recht bricht und ob die dokumentierten Beschwerden \u00fcberhaupt damit in Zusammenhang stehen. Dar\u00fcber wie lange die Pr\u00fcfung dauert, wollte man sich bei der Netzagentur am Freitag nicht \u00e4u\u00dfern. <\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Bei der Telekom weist man die Beschwerde dagegen zur\u00fcck. \u201eDie erhobenen Vorw\u00fcrfe sind falsch und zeugen von rechtlichem und technischem Unverst\u00e4ndnis\u201c, sagte eine Konzern-Sprecherin dem Tagesspiegel. Die Telekom verletze das Gebot der Netzneutralit\u00e4t nicht. Man sei sicher, dass das auch die Bundesnetzagentur feststellen w\u00fcrde. Einer \u00dcberpr\u00fcfung sehe man daher gelassen entgegen. <\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Stattdessen holte man zur Kritik gegen die Verbraucherzentrale aus. \u201eAus unserer Sicht fahrl\u00e4ssig ist, dass sich die Verbraucherzentrale mit rufsch\u00e4digenden Vorw\u00fcrfen vor den Karren gro\u00dfer Konzerne spannen l\u00e4sst\u201c, so die Telekom-Sprecherin. \u201eDenn gerade die sind es, die unter dem Mantel der Netzneutralit\u00e4t ihre Gesch\u00e4ftsinteressen und Regeln im Internet durchsetzen wollen.\u201c Die geringe Anzahl der \u00fcber Monate von der Verbraucherzentrale gesammelten und ungepr\u00fcften Vorw\u00fcrfe spr\u00e4che angesichts von Millionen Kunden f\u00fcr sich. \u00a0<\/p>\n<p> Mehr zum Thema Mobilfunk lesen Sie bei Tagesspiegel Plus: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/potsdam\/landeshauptstadt\/handymasten-weg-teile-von-neu-fahrland-ohne-mobilfunk-13445686.html?icid=topic-list_13592920___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5l6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Handymasten in Krampnitz weg Teile von Neu Fahrland ohne Mobilfunk <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/gewinnbeteiligungen-der-dax-konzerne-auf-rekordhohe-13379806.html?icid=topic-list_13592920___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5l6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rekordaussch\u00fcttung f\u00fcr Aktion\u00e4re Gewinnbeteiligungen der Dax-Konzerne steigen unerwartet stark <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/ruckschlag-fur-vodafone-partner-erwagt-verkauf-von-glasfaser-beteiligung-13262383.html?icid=topic-list_13592920___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5l6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">R\u00fcckschlag f\u00fcr Vodafone Partner erw\u00e4gt Verkauf von Glasfaser-Beteiligung <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Die Deutsche Telekom ist der gr\u00f6\u00dfte Netzanbieter in Deutschland, sowohl was die Netzqualit\u00e4t als auch die Netzabdeckung betrifft. In aktuellen Test belegt der Bonner Konzern den ersten Platz vor anderen Anbietern wie Vodafone und O2. Mit \u00fcber 45 Millionen Mobilfunk-Kunden liegt die Telekom deutlich vor Vodafone (30 Millionen) sowie Telef\u00f3nica\/O2 (26 Millionen).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Verbrauchersch\u00fctzer haben bei der Bundesnetzagentur eine Beschwerde gegen die Deutsche Telekom eingereicht. 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