{"id":611582,"date":"2025-11-29T18:59:24","date_gmt":"2025-11-29T18:59:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/611582\/"},"modified":"2025-11-29T18:59:24","modified_gmt":"2025-11-29T18:59:24","slug":"digital-networks-act-neuer-widerstand-von-sechs-eu-mitgliedstaaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/611582\/","title":{"rendered":"Digital Networks Act: neuer Widerstand von sechs EU-Mitgliedstaaten"},"content":{"rendered":"<p>\n  Von&amp;nbsp<b>Egle Markeviciute, EU Tech Loop and Euronews<\/b>\n<\/p>\n<p>\n                    Zuerst ver\u00f6ffentlicht am                 29\/11\/2025 &#8211; 9:00 MEZ<br \/>\n                \u2022Zuletzt aktualisiert<br \/>\n                                     9:03\n                                        <\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel erschien zuerst bei<\/strong> <a href=\"https:\/\/eutechloop.com\/digital-networks-act-new-pushback-from-6-eu-member-states\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>EU Tech Loop<\/strong> <\/a><strong>und wurde im Rahmen einer Vereinbarung mit EU Tech Loop auf Euronews \u00fcbernommen.<\/strong><\/p>\n<p>Sechs Mitgliedstaaten der Europ\u00e4ischen Union: \u00d6sterreich, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien und Slowenien, haben dem Rat der Europ\u00e4ischen Union j\u00fcngst eine gemeinsame Position \u00fcbermittelt. Sie dr\u00e4ngen die EU erneut, ihren Kurs beim kommenden Digital Networks Act (DNA) zu \u00fcberdenken, berichten Medien in Br\u00fcssel.<\/p>\n<p>Neu ist das kaum. Die Staaten wollen unter anderem die Hoheit \u00fcber Frequenzpolitik und -verwaltung behalten.<\/p>\n<p>Schon zuvor hatten EU-Ministerinnen und -Minister auch <a href=\"https:\/\/eutechloop.com\/post-tte-council-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">skeptisch<\/a> auf zentrale DNA-Bausteine geblickt: Netzgeb\u00fchren, erleichterte Fusionen f\u00fcr Telekommunikationsunternehmen und neue Vorgaben f\u00fcr den Digitalsektor, um ein sogenanntes Level Playing Field zu schaffen.<\/p>\n<p>Die EU-Kommission will den \u00fcberarbeiteten DNA-Entwurf im Januar 2026 vorlegen. Doch die Signale aus Mitgliedstaaten, Wirtschaft, Verbraucherorganisationen und sogar vom eigenen Aufsichtsgremium, dem EU Regulatory Scrutiny Board, deuten darauf hin, dass dies eines der schwierigsten Vorhaben der Kommission im kommenden Jahr wird.<\/p>\n<p>Was bisher gesagt wurde: Ministerielle Position im TTE-Rat<\/p>\n<p>Im Dezember 2024 berieten die EU-Ministerinnen und -Minister im Rat f\u00fcr Verkehr, Telekommunikation und Energie das Wei\u00dfbuch \u201eHow to master Europe\u2019s digital infrastructure needs?\u201c. Es war faktisch die Ouvert\u00fcre zum Digital Networks Act.<\/p>\n<p>Damals \u00e4u\u00dferten sie sich zur\u00fcckhaltend zum Bedarf neuer Mechanismen zur Streitbeilegung bei IP-Interconnection (de facto Netzgeb\u00fchren). Der EU-Markt f\u00fcr IP-Interconnection funktioniere, hie\u00df es. Nationale Regulierungsbeh\u00f6rden h\u00e4tten Erfahrung und k\u00f6nnten Konflikte selbst kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Zudem stellten sie einen der zentralen Gr\u00fcnde f\u00fcr den DNA infrage: ein sogenanntes Level Playing Field zwischen Telekommunikation und digitalen Diensten, das die faktische Ausdehnung des Telko-Regelwerks auf die Techbranche bedeuten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Im ministeriellen Papier hei\u00dft es, ein Level Playing Field sei zwar w\u00fcnschenswert, dies \u201eimpliziere nicht zwangsl\u00e4ufig, dass dieselben Regeln f\u00fcr sie gelten sollten, da dies von ihren T\u00e4tigkeiten entlang der Wertsch\u00f6pfungskette abh\u00e4ngt\u201c.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich bezweifelten sie auch den Ansatz \u201eleichtere Fusionen f\u00fcr Telkos\u201c. Entscheidend sei, welche Folgen das f\u00fcr den Wettbewerb in Mitgliedstaaten h\u00e4tte, deren M\u00e4rkte derzeit nicht im gesamteurop\u00e4ischen Ma\u00dfstab agieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Verbraucher lehnen Netzgeb\u00fchren ab<\/p>\n<p>Im Juli kritisierte ein B\u00fcndnis aus Wirtschafts- und Verbraucherverb\u00e4nden, darunter auch solche, die den strengen Kurs der Kommission sonst begr\u00fc\u00dfen, die Wiederauferstehung von Fair-Share- beziehungsweise Netzgeb\u00fchren \u00fcber die geplanten IP-Streitbeilegungsmechanismen.<\/p>\n<p>Der Brief betonte zudem, die bereits 2022 von Telekommunikationsunternehmen vorangetriebenen Konzepte f\u00fcr Netzgeb\u00fchren seien in fr\u00fcheren Konsultationen \u201eklar verworfen\u201c worden, wegen negativer Folgen f\u00fcr Verbraucher, Wettbewerb, Innovation und Netzneutralit\u00e4t. Eine Neuauflage solle es daher nicht geben.<\/p>\n<p>US-EU-Handelsabkommen und das EU-Versprechen, keine Netzgeb\u00fchren einzuf\u00fchren<\/p>\n<p>Das Handelsverh\u00e4ltnis zwischen den USA und der EU war in diesem Jahr angespannt und ist es weiter. Ende August kam dennoch ein US-EU-Handelsabkommen zustande.<\/p>\n<p>Artikel 17 des Abkommens h\u00e4lt fest, dass sich die EU verpflichtet, keine Netzgeb\u00fchren einzuf\u00fchren. Ob sie dieses Versprechen praktisch einh\u00e4lt, bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p>Absage vom eigenen Pr\u00fcfgremium der EU<\/p>\n<p>Und zuletzt: Ende Oktober soll das eigene <a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/law\/law-making-process\/regulatory-scrutiny-board%5Fen?ref=eutechloop.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Regulatory Scrutiny Board<\/a> der EU, ein unabh\u00e4ngiges Gremium innerhalb der Kommission, das das Kollegium der Kommissarinnen und Kommissare ber\u00e4t und \u201eQualit\u00e4tssicherung sowie Unterst\u00fctzung f\u00fcr Folgenabsch\u00e4tzungen und Evaluierungen der Kommission in fr\u00fchen Phasen des Gesetzgebungsverfahrens\u201c leistet, ein negatives Votum zur Vorbereitung des Digital Networks Act abgegeben haben. Damit platzten die Pl\u00e4ne der Kommission, den Entwurf Ende Dezember zu ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspEgle Markeviciute, EU Tech Loop and Euronews Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 29\/11\/2025 &#8211; 9:00 MEZ \u2022Zuletzt aktualisiert 9:03 Dieser&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":611583,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,937,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12,425],"class_list":{"0":"post-611582","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bruessel","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-technologie"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115634529245815571","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/611582","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=611582"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/611582\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/611583"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=611582"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=611582"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=611582"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}