{"id":611979,"date":"2025-11-29T23:07:18","date_gmt":"2025-11-29T23:07:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/611979\/"},"modified":"2025-11-29T23:07:18","modified_gmt":"2025-11-29T23:07:18","slug":"a3kultur-position-der-augsburger-glaspalast","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/611979\/","title":{"rendered":"a3kultur Position | Der Augsburger Glaspalast"},"content":{"rendered":"<p>Kristallisationspunkt f\u00fcr Kunstpositionen der Gegenwart und k\u00fcnstlerische Ausdrucksformen des 20. Jahrhunderts. Ein Gastbeitrag von J\u00fcrgen K. Enninger<\/p>\n<p>Kunst entwickelt sich in starken und kompetenten Netzwerken. Hierzu geh\u00f6ren private, wie \u00f6ffentliche Player, aber auch Intermedi\u00e4re. Galerien, wie die Galerie Noah, Privatmuseen, wie das Kunstmuseum Walter, \u00f6ffentliche Einrichtungen, wie die Kunstsammlungen und Museen sowie nicht zuletzt ein starker Berufsverband Bildender K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler. Alle gemeinsam zeichnen ein aktives und kreatives Netzwerk f\u00fcr die Bildende Kunst des\u00a0<br \/>20. und 21. Jahrhunderts im Augsburger Glaspalast. Die Stadt Augsburg ist stolz auf diese Vielfalt, Qualit\u00e4t und Kompetenz aller Akteurinnen und Akteure. Was das Netzwerk ben\u00f6tigt, ist Sichtbarkeit, Aufenthaltsqualit\u00e4t und Wertsch\u00e4tzung. All das gew\u00e4hrleistet unser Glaspalast.<\/p>\n<p>Philipp Jakob Manz, der auch das legend\u00e4re ZKM in Karlsruhe baute, stand im Jahr 1910 mit dem Geb\u00e4ude als mechanische Baumwollspinnerei und Weberei Augsburg ganz am Anfang. Der Glaspalast als ein Ort f\u00fcr Textilverarbeitung musste im Jahr 1988 seine T\u00fcren schlie\u00dfen. \u00dcber den Ankauf durch die Walter Bau \u00f6ffnete sich gleichzeitig eine neue T\u00fcr und das Raumpotential f\u00fcr kulturelle Nutzungen wurde erkannt und realisiert.<\/p>\n<p>Heute bildet dieses bedeutende Industriedenkmal einen wertsch\u00e4tzenden Rahmen sowohl f\u00fcr Besuchende als auch f\u00fcr K\u00fcnstler*innen und Kultureinrichtungen. Zusammen mit der Gastronomie und den spannenden Ausstellungsformaten vor Ort hat sich bereits jetzt ein Kunstcluster herauskristallisiert, das vielf\u00e4ltige Wechselwirkungen erwarten l\u00e4sst. Diese Synergien m\u00f6chten wir als Kulturreferat weiter st\u00e4rken. Insbesondere die Wirkung ins Textilviertel ist deutlich sp\u00fcrbar. Gerade die Kultureinrichtungen im Viertel lassen es in besonderem Glanz erstrahlen.<\/p>\n<p>In Kooperation mit der Regio Augsburg Tourismus steht im n\u00e4chsten Schritt eine \u00fcberregionale Vermarktung des Ortes im Fokus. Wir m\u00f6chten die St\u00e4rken des Glaspalasts deutlich machen und so die Synergien f\u00fcr die Kunstregion unterstreichen. Eine diesbez\u00fcgliche Strategie wird aktuell mit allen Aktiven vor Ort erarbeitet. Dar\u00fcber hinaus steht nach wie vor die \u00d6PNV-Anbindung zur Diskussion. In Abstimmung mit der swa diskutieren wir aktuell unterschiedliche Mobilit\u00e4tsmodelle. Eine erh\u00f6hte Sichtbarkeit und eine bessere Erreichbarkeit sind die zwei vorrangigen n\u00e4chsten Schritte, die wir im Blick behalten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ich kann mir dar\u00fcber hinaus eine Erweiterung der gastronomischen Angebote vorstellen. Ein Museumscaf\u00e9 w\u00e4re w\u00fcnschenswert, wie bereits im Maximilianmuseum und im Schaezlerpalais umgesetzt. Dieses ist dort aber f\u00fcr einen privaten P\u00e4chter wenig lukrativ. Eine andere Idee ist die Umsetzung einer Lounge, die es erm\u00f6glicht einerseits Dialogr\u00e4ume weiter zu \u00f6ffnen, andererseits \u00a0auch die M\u00f6glichkeit \u00a0schaffen w\u00fcrde, einen Espresso oder ein Wasser zu trinken.<\/p>\n<p>Jan T. Wilms steht stellvertretend f\u00fcr all diese Ideen und Entwicklungen. Er zeigt, dass er einerseits in Netzwerken denkt, aktuellen Kunstpositionen dabei im Rahmen der st\u00e4dtischen M\u00f6glichkeiten Raum gibt und gleichzeitig die Aufenthaltsqualit\u00e4t im Glaspalast erh\u00f6hen will. Wir freuen uns, mit ihm einen so engagierten und partnerschaftlich denkenden Museumsleiter f\u00fcr Gegenwartskunst und Kunst des 20. Jahrhunderts am Gaswerk gefunden zu haben. Im Miteinander mit den anderen herausragenden Playern im Glaspalast, wie Norbert Kiening, dem Vorsitzenden des BBK, und Wilma Sedlmaier, der Leiterin der Galerie Noah, lassen sich hier noch viele Synergien entwickeln.<\/p>\n<p>Der Glaspalast steht aber nicht f\u00fcr sich allein. Er steht f\u00fcr eine Reihe kulturhis\u00adtorischer Bauten der Augsburger Industriegeschichte. Auch in diesen anderen Bauten bilden sich kulturelle und kulturwirtschaftliche Nutzungen in ihren jeweiligen Schwerpunkten ab. Ein Beispiel sind die \u00fcber 50 Musikprober\u00e4ume auf dem Gaswerk, die wir durch Mehrfachnutzungen unterschiedlichsten Bands und Musiker*innen zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p>Musik am Gaswerk und Bildende Kunst im Glaspalast bilden bereits jetzt herausragende Kunstcluster, die unsere Industriearchitektur aufwerten, vor allem aber die entsprechenden Stadtteile langfristig zum Leuchten bringen. Insbesondere die Wirkung, die das Textil- und Industriemuseum f\u00fcr die Lebensqualit\u00e4t im Textilviertel entfaltete, zeigt das diese Geb\u00e4ude und die damit verbundenen neuen Nutzungen nicht f\u00fcr sich stehen, sondern kulturelle Impulse auch Qualit\u00e4t f\u00fcr die Stadtviertel entfalten.<\/p>\n<p>Ich verstehe unsere Aufgabe als Kulturverwaltung darin, Kulturbauten immer auf ihre Wirkungen hin zu hinterfragen und ihren Auftrag in Bezug auf kulturelle Bildung, Resilienz unserer Stadtgesellschaft, Stadtplanung und nach innen gerichtet, zeitgem\u00e4\u00dfe Pr\u00e4sentationsformen einzufordern. Wir wissen, dass Kunst und Kultur all dies leisten. Verantwortungsvolle Kulturpolitik muss dies wollen und klar im Blick behalten.<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kristallisationspunkt f\u00fcr Kunstpositionen der Gegenwart und k\u00fcnstlerische Ausdrucksformen des 20. Jahrhunderts. Ein Gastbeitrag von J\u00fcrgen K. Enninger Kunst&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":611980,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,34749,12],"class_list":{"0":"post-611979","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-position","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115635502724434146","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/611979","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=611979"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/611979\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/611980"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=611979"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=611979"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=611979"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}