{"id":612050,"date":"2025-11-29T23:49:12","date_gmt":"2025-11-29T23:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/612050\/"},"modified":"2025-11-29T23:49:12","modified_gmt":"2025-11-29T23:49:12","slug":"komoedie-mit-tiefgang-ueberrascht-erkrath-jetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/612050\/","title":{"rendered":"Kom\u00f6die mit Tiefgang \u00fcberrascht | erkrath.jetzt"},"content":{"rendered":"<p> <img loading=\"lazy\" alt=\"\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Mein-Name-ist-Erling_c_Oliver-Fantitsch_1007-678x381.jpg\" decoding=\"async\" class=\"lazyload\" width=\"678\" height=\"381\" data-eio-rwidth=\"678\" data-eio-rheight=\"381\"\/>Janina Hartwig, Sebastian Goder und Cem Lukas Yeginer spielen die Hauptrollen in \u201eMein Name ist Erling\u201c. Foto: \u00a9 Oliver FantitschDie Weihnachtszeit r\u00fcckt n\u00e4her, und was passt da besser als eine besinnliche Geschichte auf der B\u00fchne? Die Stadthalle Erkrath bot ihrem Publikum am Mittwochabend zwar kein klassisches M\u00e4rchen, sondern eine Kom\u00f6die, die jedoch \u00fcberraschend tiefgr\u00fcndig und nachdenklich war.<\/p>\n<p>Obwohl die Besucherzahlen mit knapp \u00fcber 300 Zuschauern etwas hinter den Erwartungen zur\u00fcckblieben, wurden diejenigen, die den Weg in die Halle fanden, vorz\u00fcglich unterhalten. Es war keine platte Schenkelklopfer-Auff\u00fchrung, sondern ein St\u00fcck, das leise zum Nachdenken anregte.<\/p>\n<p>Es war mitten im Weihnachtseinkaufsstress als sich Rosmarie und John nach 34 Jahren zuf\u00e4llig \u00fcber den Weg liefen. Nach einem freudigen Hallo und dem Austausch von Freundlichkeiten trennte man sich wieder. Die Handlung nahm richtig Fahrt auf, als Protagonistin Rosmarie nach der Verabschiedung von John wieder allein zu Hause war. Pl\u00f6tzlich stand ein junger Mann namens Erling vor ihrer T\u00fcr, der sich dreist als Rosmaries Sohn ausgab. An dieser Stelle wurde die Weihnachtsgeschichte mystisch und die Dialoge zwischen der vermeintlichen Mutter, ihrem \u201eSohn\u201c und sp\u00e4ter auch dem zur\u00fcckkehrenden angeblichen Vater John, sorgten f\u00fcr einige Lacher im Publikum. Cem Lukas Yeginer als Sohn Erling lieferte eine herausragende Leistung ab. Er spielte mit ganzem K\u00f6rpereinsatz, lautstark, befremdlich, witzig und emotional und erntete daf\u00fcr mehrmals verdienten Szenenapplaus.<\/p>\n<p>Der erste Teil der Kom\u00f6die mag noch etwas z\u00e4h gewesen sein, doch der zweite Akt steigerte sich enorm und brachte immer neue, \u00fcberraschende Wendungen. Die emotionale Bombe platzte, als Rosmarie und John \u2013 sichtlich \u00fcberfordert von der Situation \u2013 entschieden, Erling nicht in ihre famili\u00e4re Gemeinschaft aufzunehmen. Sichtlich entt\u00e4uscht verlie\u00df Erling die Wohnung, doch sein Auftritt hatte eine l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Aussprache zwischen Rosmarie und John erzwungen. John gestand, seit zwei Jahren von seiner Ehefrau getrennt zu sein. Rosmarie wiederum offenbarte, dass sie nach der Trennung von John vor 34 Jahren eine Totgeburt hatte.<\/p>\n<p>Die Kom\u00f6die nutzt Erling als ein mystisches, dramatisches Werkzeug, das die Mauer zwischen den Hauptfiguren niederrei\u00dft. Seine wahre Identit\u00e4t \u2013 ob Engel, verlorener Geist oder einfach ein r\u00e4tselhafter junger Mann \u2013 bleibt das Denksportr\u00e4tsel f\u00fcr die Zuschauer und verleiht dem St\u00fcck seinen poetischen Tiefgang Nach dieser emotionalen Aussprache gab es f\u00fcr das einstige Paar doch noch ein Happy End. Die letzte Einstellung zeigte Rosmarie und John in enger Verbundenheit. John spielte wieder das Cello, ein Klang, den Rosmarie so sehr geliebt hatte. Die \u00fcberzeugend und mit Herzblut spielenden Schauspieler wurden vom Publikum mit langanhaltendem Applaus bedacht. Erst das Schlie\u00dfen des Vorhangs beendete den verdienten Feierabend der Akteure.<\/p>\n<p>So klappt erfolgreiches Theater: Ein unterhaltsames St\u00fcck, das trotz Kom\u00f6diencharakter zum Nachdenken anregt, leidenschaftliche Schauspieler und gut aufgelegte Zuschauer. Die Erkrather sind eingeladen, auch zuk\u00fcnftig Teil solcher erfolgreichen Theaterabende zu sein. Das letzte Theaterst\u00fcck 2025 wird am Mittwoch, den 03.12.2025 die Kom\u00f6die\u00a0\u201eWei\u00dfe Turnschuhe\u201c\u00a0mit, unter anderen, Jochen Busse, Florian Odendahl, Simone Pfennig und Claus Thull- Emden sein. Die Kom\u00f6die von Ren\u00e9 Heinersdorff verspricht, wie immer, ein Br\u00fcller zu werden. Am Donnerstag, den 11.12.2025 findet dann noch der literarische Wettbewerb \u201eThe Best of Poetry Slam\u201c in der Stadthalle statt. Die Abteilung Kultur der Stadt verschickt die Karten auch kostenfrei nach Hause. Telefon 0211 240740<\/p>\n<p>   31<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Janina Hartwig, Sebastian Goder und Cem Lukas Yeginer spielen die Hauptrollen in \u201eMein Name ist Erling\u201c. Foto: \u00a9&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":612051,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[29287,3364,29,3405,30,1209,145438],"class_list":{"0":"post-612050","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-autoren","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-duesseldorf","12":"tag-germany","13":"tag-nordrhein-westfalen","14":"tag-theater-kabarett-comedy"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115635668660990295","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/612050","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=612050"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/612050\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/612051"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=612050"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=612050"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=612050"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}