{"id":613452,"date":"2025-11-30T14:19:39","date_gmt":"2025-11-30T14:19:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/613452\/"},"modified":"2025-11-30T14:19:39","modified_gmt":"2025-11-30T14:19:39","slug":"aenderung-auf-dem-weihnachtsmarkt-essen-haendler-haben-keine-wahl-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/613452\/","title":{"rendered":"\u00c4nderung auf dem Weihnachtsmarkt Essen &#8211; H\u00e4ndler haben keine Wahl"},"content":{"rendered":"\n<p>Wer in den letzten Jahren auf dem Essener Weihnachtsmarkt unterwegs war und mit Karte zahlen wollte, der hat diesen Satz bestimmt schon geh\u00f6rt: \u201eSorry, bei uns kannst du nur bar zahlen.\u201c Einige H\u00e4ndler lehnen Kartenzahlung vehement ab. Doch damit ist nun Schluss. <\/p>\n<p>Seit der Er\u00f6ffnung in diesem Jahr (2025) sind die H\u00e4ndler verpflichtet, die Kartenzahlungsmethode anzubieten. F\u00fcr einige von ihnen ist das System noch sehr ungewohnt \u2013 das wird im Gespr\u00e4ch mit DER WESTEN deutlich.<\/p>\n<p> Weihnachtsmarkt Essen mit Karten-Hammer <\/p>\n<p>Noch schnell zur Bank laufen und Bargeld holen, um sich etwas auf dem Weihnachtsmarkt zu kaufen, ist jetzt nicht mehr n\u00f6tig. Denn: Der Veranstalter des Essener Weihnachtsmarkts \u2013 die Essen Marketing GmbH (EMG) \u2013 hat entschieden, dass jeder Stand auch Kartenzahlung anbieten muss. \u201eDas Angebot soll vorhanden sein, da immer mehr Menschen mit Karte zahlen wollen\u201c, best\u00e4tigt der EMG-Pressesprecher gegen\u00fcber DER WESTEN.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/essen\/essen-weihnachtsmarkt-peru-kartoffel-weg-id301910932.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">+++ \u00dcberraschung auf dem Essener Weihnachtsmarkt: Peru-Kartoffel-Stand verschwunden +++<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr Martina Zimmer und ihr Team in der \u201eWeihnachtsb\u00e4ckerei\u201c war das eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung. Seit \u00fcber 53 Jahren backt der Familienbetrieb Spekulatiuskekse, Vanillekipferl, Spritzgeb\u00e4ck und viele weitere Kekssorten \u2013 inzwischen schon in dritter Generation. Bisher konnten Kunden hier nur bar zahlen \u2013 in diesem Jahr erstmals auch mit Karte.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" height=\"768\" width=\"1024\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/img-1487.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-301911381\"  \/>Martina Zimmer (rechts) und Cousine Michaela Brackwehr (links) in der \u201eWeihnachtsb\u00e4ckerei\u201c Foto: Privat \/ DER WESTEN<\/p>\n<p>\u201eEs ist einmal darauf hingewiesen worden, schriftlich von der EMG, (\u2026) dass es Pflicht ist, so ein Kartenleseger\u00e4t zu haben\u201c, erkl\u00e4rt die Verk\u00e4uferin im Gespr\u00e4ch mit DER WESTEN. Beim Vorstellungsabend, kurz vor der Weihnachtsmarkt-Er\u00f6ffnung, wurden die H\u00e4ndler dann \u00fcber die neuen Regeln aufgekl\u00e4rt. Daraufhin haben Martina und ihr Team ein eigenes Kartenleseger\u00e4t gekauft, welches sie in Zukunft jedes Jahr wiederverwenden k\u00f6nnen. Eine Wahl hatten sie nicht. \u201eDie kontrollieren das sogar, ob wir die Kartenzahlung jetzt in diesem Jahr haben\u201c, erz\u00e4hlt Zimmer.<\/p>\n<p>Erst war sie ein wenig skeptisch, erz\u00e4hlt die 64-J\u00e4hrige. \u201eAber ja, es bleibt uns ja nichts anderes \u00fcbrig. Die Kunden stehen vor der Theke und nicht alle haben eben Bargeld in der Tasche.\u201c Deswegen sei man als Verk\u00e4ufer auch auf die Kartenzahlung angewiesen. Mit dem neuen Ger\u00e4t kommen sie und ihr Team bisher gut zurecht. \u201eWir sind zufrieden\u201c, macht Zimmer deutlich. Zwar w\u00fcrden die meisten Menschen bei ihr mit Bargeld zahlen, doch die Nachfrage nach Kartenzahlung steigt an.<\/p>\n<p> Neue Bestell-Terminals f\u00fcr Kunden <\/p>\n<p>Auch Oliver M\u00fcller, dem Betreiber der \u201eX-Mas Lounge\u201c, ist dies nicht entgangen. Seit der Er\u00f6ffnung 2022 k\u00f6nnen Kunden auch hier mit Karte zahlen. \u201eDas ist der Zeitgeist. Man sollte einfach erkennen, dass viele Menschen gar kein Bargeld mehr in der Tasche haben\u201c, erkl\u00e4rt der Standbetreiber. In diesem Jahr gibt es f\u00fcr Kartenzahler deshalb eine weitere M\u00f6glichkeit: Zwei Bestell-Terminals, welche direkt vor der \u201eX-Mas-Lounge\u201c und dazugeh\u00f6rigen Backstube zu finden sind. Auf zwei gro\u00dfen Bildschirmen k\u00f6nnen Kunden Bestellungen \u2013 also diverse Backwaren oder Hei\u00dfgetr\u00e4nke \u2013 aufgeben und auf dem dazugeh\u00f6rigen Kartenleseger\u00e4t direkt bezahlen. \u201eMan ist dann sofort in der Abholschlange dabei, so spart man sich eine Menge Zeit\u201c, erkl\u00e4rt M\u00fcller.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" height=\"768\" width=\"1024\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/img-1493.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-301911389\"  \/>\u00dcber diese Bestellterminals k\u00f6nnen Kunden problemlos ihre Bestellung aufgeben \u2013 und sofort bezahlen Foto: Privat \/ DER WESTEN<\/p>\n<p>Neben den neuen Bestell-Terminals und der Kartenzahlung bieten er und sein Team aber auch noch Barzahlung an \u2013 und das soll sich in Zukunft auch nicht \u00e4ndern. \u201eIch gehe davon aus, dass wir das nie abschaffen werden, weil der Deutsche einfach oft auch Bargeld in der Tasche hat, darum macht das ja keinen Sinn\u201c, macht der 53-J\u00e4hrige klar.<\/p>\n<p> \u201eEs ist halt immer problematisch\u201c <\/p>\n<p>Barzahlung \u2013 das ist auch noch ein Thema f\u00fcr Dirk M., der seit 17 Jahren schon beim Gl\u00fchweinstand auf dem Kennedyplatz arbeitet. \u201eWir hatten immer schon Barzahlung\u201c, erkl\u00e4rt der 45-J\u00e4hrige im Gespr\u00e4ch mit unserer Reporterin. Kartenzahlung war bisher kein Thema, auch wenn einige Kunden danach fragten. \u201eWir haben hier eigentlich auf dem Platz so viele Geldautomaten, dass die eben r\u00fcbergehen, Geld holen und dann zahlen.\u201c<\/p>\n<p>Damit ist jetzt Schluss. Schon bald soll auch hier Kartenzahlung angeboten werden \u2013 er und sein Team t\u00fcfteln nur noch an der technischen Umsetzung. Diese Umstellung sorgt f\u00fcr Chaos. \u201eEs ist halt immer problematisch. Die Leute brauchen ja trotzdem Bargeld, wegen dem Pfand auf den Gl\u00e4sern.\u201c Bei der Kartenzahlung bestehe das Problem, dass das Geld nicht mehr zur\u00fcckgebucht werden kann. Wenn die Kunden mit Karte zahlen, m\u00fcssen sie also den Pfand separat in bar zahlen. Ein ruckeliger Start, doch der Gl\u00fchwein-Verk\u00e4ufer bleibt optimistisch: \u201eIch denke, anfangs wird es ein kleines Durcheinander geben, aber ich glaube, das regelt sich alles.\u201c<\/p>\n<p>Mehr News:<\/p>\n<p>Wer also zuk\u00fcnftig dem Essener Weihnachtsmarkt einen Besuch abstattet, kann den Schlenker zum Geldautomaten vorher weglassen. Kartenzahlung reicht v\u00f6llig aus \u2013 au\u00dfer, man m\u00f6chte noch ein Hei\u00dfgetr\u00e4nk trinken. Pfand und auch Trinkgeld sollten weiterhin in Bar einkalkuliert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer in den letzten Jahren auf dem Essener Weihnachtsmarkt unterwegs war und mit Karte zahlen wollte, der hat&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":607083,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1834],"tags":[3364,29,3688,30,1209,122467],"class_list":{"0":"post-613452","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-essen","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-essen","11":"tag-germany","12":"tag-nordrhein-westfalen","13":"tag-weihnachtsmaerkte-in-essen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115639089652581158","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/613452","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=613452"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/613452\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/607083"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=613452"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=613452"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=613452"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}