{"id":61414,"date":"2025-04-26T00:14:10","date_gmt":"2025-04-26T00:14:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/61414\/"},"modified":"2025-04-26T00:14:10","modified_gmt":"2025-04-26T00:14:10","slug":"neue-saison-hamburger-schauspielhaus-startet-mit-castorf-ndr-de-kultur-buehne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/61414\/","title":{"rendered":"Neue Saison: Hamburger Schauspielhaus startet mit Castorf | NDR.de &#8211; Kultur &#8211; B\u00fchne"},"content":{"rendered":"<p>\nStand: 25.04.2025 18:44 Uhr\n<\/p>\n<p class=\"preface\">Das Hamburger Schauspielhaus kann auf eine \u00fcberaus erfolgreiche Saison zur\u00fcckblicken. Am Freitagmorgen haben Karin Beier und ihr Team die Pl\u00e4ne f\u00fcr die Spielzeit 2025\/2026 vorgestellt.<\/p>\n<p>Das Hamburger Schauspielhaus war Theater des Jahres, hatte zwei Einladungen zum Berliner Theatertreffen, und die Anthropolis-Marathon-Wochenenden sind nach wie vor ein Publikumsrenner. <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/weise130.html\" title=\"Zum Artikel: Katja Weise\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Katja Weise<\/a> NDR Kultur war dort.<\/p>\n<p><strong>Katja Weise, hat das Schauspielhaus wieder etwas Spektakul\u00e4res vorgesehen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Katja Weise:<\/strong> Es gibt nichts, was so spektakul\u00e4r zu werden verspricht wie der Anthropolis-Marathon von Karin Beier. Die Er\u00f6ffnung ist dennoch vielversprechend &#8211; mit Frank Castorf. Er ist ja inzwischen fast eine Legende. Karin Beier hat ihn, wie ich finde, ganz richtig als &#8222;Jahrhundertregisseur&#8220; bezeichnet. Er inszeniert Shakespeares &#8222;Hamlet&#8220;, Premiere ist am 3. Oktober. &#8222;Hamlet&#8220;, f\u00fcr Karin Beier ein St\u00fcck der Stunde, denn schlie\u00dflich versuche hier einer, n\u00e4mlich Hamlet, aufzuzeigen, dass ein Verbrecher an der Spitze des Staates steht, der M\u00f6rder seines Vaters\u00a0 &#8211; und das mit den Mitteln des Theaters. Gerade in Krisenzeiten, wie wir sie auch gerade erleben, zeige sich hier die Kraft der Kunst und des Theaters. Und die ist Karin Beier wichtig: &#8222;Nat\u00fcrlich geht es wahnsinnig darum, sich nicht einer allgemeinen L\u00e4hmung hinzugeben. Diese schlechten Nachrichten, die wir jeden Tag quasi morgens auf dem Weg zum Theater h\u00f6ren, d\u00fcrfen ja nicht zu einer Resignation und L\u00e4hmung f\u00fchren und da ist ein Theater ein ganz wichtiger Ort und ich glaube auch tats\u00e4chlich, dass wir da erstens etwas bewirken k\u00f6nnen und zweiten auch in der Pflicht sind.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Karin Beier beschreibt auch die Relevanz des Theaters. Wie schl\u00e4gt sich das im kommenden Spielplan nieder? Gibt es &#8211; wie oft in diesen F\u00e4llen &#8211; ein Motto?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Weise:<\/strong> Nein, das gibt es in dem Sinne nicht, aber ich w\u00fcrde schon sagen: Dieser Spielplan bildet Gegenwart ab &#8211; mit Blick in eine hoffentlich nicht allzu d\u00fcstere Zukunft. Da, so Beier, m\u00fcsse das Theater auch einfach gegenhalten. Es gibt neben &#8222;Hamlet&#8220; nur noch einen einzigen klassischen Theaterstoff, &#8222;Die M\u00f6we&#8220; von Tschechow. Ansonsten sind es viele neue Stoffe, neue Formen. Zum Beispiel eine vermutlich ziemlich fantastische Performance \u00fcber Vampire, also Wesen, die uns das Blut aussaugen. Das ist eine Arbeit von Philipp Quesne, der erstmals ans Schauspielhaus kommt und sonst eher auf Kampnagel zu Hause ist. Dann gibt es eine B\u00fchnenfassung des Romans &#8222;Das gro\u00dfe Heft&#8220; von \u00c0gota Krist\u00f3f. Im Mittelpunkt stehen Zwillinge, die zur Gro\u00dfmutter aufs Land gebracht werden, weil Krieg herrscht. Au\u00dferdem soll im Rahmen eines Symposiums intensiv \u00fcber &#8222;happy endings&#8220; also m\u00f6gliche gute Schl\u00fcsse nachgedacht werden. Als &#8222;Familienspektakel&#8220; wird im November Walter Moers&#8216; Roman &#8222;Die Stadt der tr\u00e4umenden B\u00fccher&#8220; uraufgef\u00fchrt. Die Dramaturgin Sybille Meier konnte den in Hamburg lebenden Karikaturisten \u00fcberreden, den Stoff frei zu geben: &#8222;Der Titel &#8218;Tr\u00e4umende B\u00fccher&#8216; sagt eigentlich: Das sind ganz viele B\u00fccher, die davon tr\u00e4umen, endlich wieder gelesen und entdeckt zu werden. Er sagt, dass das Lesen selbst ein totales Abenteuer sein kann. Wir fanden es sehr wichtig, das jetzt auf den Spielplan zu setzen, weil Lesen etwas elementar Wichtiges ist. Wir glauben an die Kraft von Literatur, wenn wir Theater machen&#8220;, erkl\u00e4rt Meier.<\/p>\n<p><strong>Weise:<\/strong> Und was ich unbedingt noch erw\u00e4hnen m\u00f6chte: Christoph Marthaler, der gro\u00dfe poetische, musikalische Theatermacher bringt auch einen neuen Abend heraus, nach Lyrik von Elfriede Jelinek. Der wird dann mit zwei anderen Arbeiten von ihm am Schauspielhaus als Trilogie gezeigt. In gewisser Weise bleibt also das &#8222;Marathon Prinzip&#8220; erhalten.<\/p>\n<p><strong>Weil Du gerade Marathon gesagt hast: Was macht denn Karin Beier? Sie inszeniert ja sonst regelm\u00e4\u00dfig am Schauspielhaus. In dieser Saison hat sie an der Staatsoper ein St\u00fcck herausgebracht: &#8222;Maria Stuarda&#8220; von Donizetti &#8211; muss sie sich jetzt erholen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Weise:<\/strong> Ja und nein. Sie kommt in der n\u00e4chsten Spielzeit nicht vor, aber sie probt. Damit f\u00e4ngt sie sogar jetzt schon an. Das wird wieder ein gro\u00dfes Projekt geben. Mehr wollte sie leider nicht verraten. Ich konnte ihr nur entlocken, dass es nicht ganz so gro\u00df wird wie das Antikenprojekt. Premiere soll Anfang der \u00fcbern\u00e4chsten Saison sein, also vermutlich September 2026. In dem Zusammenhang habe ich sie gefragt, wie lange sie eigentlich noch Intendantin sein wird am Schauspielhaus &#8211; denn 2027, wie bisher festgelegt, muss noch nicht zwingend Schluss sein. &#8222;Ach Gott, ich wei\u00df es nicht. Ich wei\u00df es wirklich nicht. Es ist furchtbar. Jetzt steht ja im Moment nur noch zur Debatte ob es 2027 oder 2028 wird. Ich \u00e4ndere jeden Tag meine Meinung&#8220;, sagt Beier. Bis zum Sommer werden wir es wissen. So ein gro\u00dfer Unterschied ist das ja nicht: 2027 oder 2028.<\/p>\n<p>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/oelschlegel114.html\" title=\"Zum Artikel: Charlotte Oelschlegel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Charlotte Oelschlegel<\/a>.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/beier138_v-contentgross.jpg\" alt=\"Karin Beier vor einer gr\u00fcnen Wand mit der Aufschrift &quot;Deutsches Schauspielhaus Hamburg&quot; \u00a9 Marcus Brandt\/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ \" title=\"Karin Beier vor einer gr\u00fcnen Wand mit der Aufschrift &quot;Deutsches Schauspielhaus Hamburg&quot;\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nDie Hamburger Schauspielhaus-Intendantin spricht \u00fcber Auszeichnungen, Lina Beckmann und dar\u00fcber, warum antike Stoffe aktuell sind.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Theater des Jahres: Karin Beier \u00fcber &quot;Theaterk\u00f6nigin Lina Beckmann&quot;\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/buehne\/Theater-des-Jahres-Karin-Beier-ueber-Theaterkoenigin-Lina-Beckmann,beier136.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/beckmann1464_v-contentgross.jpg\" alt=\"Eine Frau mit hochgesteckten Haaren h\u00e4lt eine Dankesrede f\u00fcr ihren Preis (Lina Beckmann im Ernst-Deutsch Theater) \u00a9 Screenshot \" title=\"Eine Frau mit hochgesteckten Haaren h\u00e4lt eine Dankesrede f\u00fcr ihren Preis (Lina Beckmann im Ernst-Deutsch Theater)\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nDie Gala zu Ehren der Schauspielerin in Hamburg geriet zu einer Art intimen Familienfeier &#8211; mit Schwester Maja Beckmann und Ehemann Charly H\u00fcbner.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Gustaf-Gr\u00fcndgens-Preis f\u00fcr Lina Beckmann: Emotionale Tiefe und Pr\u00e4senz\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/buehne\/aktuell\/Gustaf-Gruendgens-Preis-fuer-Lina-Beckmann-Emotionale-Tiefe-und-Praesenz,linabeckmann136.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/kabaleundliebe140_v-contentgross.jpg\" alt=\"Kabale und Liebe, Yorck Dippe, Jan-Peter Jampwirth, Ute Hannig \u00a9 Mathias Horn \" title=\"Kabale und Liebe, Yorck Dippe, Jan-Peter Jampwirth, Ute Hannig\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nDas Deutsche Schauspielhaus Hamburg erz\u00e4hlt den bildungsb\u00fcrgerlichen Klassiker als rasante Radioshow.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Aufgespie\u00dft und vielfach gewendet: Schillers &quot;Kabale und Liebe&quot;\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/buehne\/theaterberichte\/hamburg\/Aufgespiesst-und-vielfach-gewendet-Schillers-Kabale-und-Liebe,kabaleundliebe154.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p>Dieses Thema im Programm:<\/p>\n<p>NDR Kultur |<br \/>\nJournal |<br \/>\n25.04.2025 | 17:15 Uhr<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter zu diesem Artikel<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/theater959.html\" title=\"Inhalte zum Thema &#039;Theater&#039;\" aria-label=\"Inhalte zum Thema &#039;Theater&#039;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Theater<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/ndr_printlogo.gif\" alt=\"NDR Logo\" title=\"NDR Logo\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.04.2025 18:44 Uhr Das Hamburger Schauspielhaus kann auf eine \u00fcberaus erfolgreiche Saison zur\u00fcckblicken. Am Freitagmorgen haben Karin&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":61415,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[28015,28012,29,30,692,28014,28016,438,28013,439,440,83,94],"class_list":{"0":"post-61414","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-castorf","9":"tag-deutsches-schauspielhaus-hamburg","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-hamburg","13":"tag-hamlet","14":"tag-karin-beier","15":"tag-ndr","16":"tag-neue-saison","17":"tag-norddeutscher-rundfunk","18":"tag-norddeutschland","19":"tag-radio","20":"tag-theater"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114401383701976557","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61414","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61414"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61414\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/61415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}