{"id":614871,"date":"2025-12-01T05:10:15","date_gmt":"2025-12-01T05:10:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/614871\/"},"modified":"2025-12-01T05:10:15","modified_gmt":"2025-12-01T05:10:15","slug":"eu-will-bargeldversorgung-der-bevoelkerung-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/614871\/","title":{"rendered":"EU will Bargeldversorgung der Bev\u00f6lkerung st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p itemprop=\"description\">\n                        Die EU steht immer wieder mal unter Verdacht, Bargeld abschaffen zu wollen \u2013 aktuell tut sie das Gegenteil und optimiert die Bargeldversorgung.\n                    <\/p>\n<p>Zur EU-Bargeldreform geh\u00f6ren Massnahmen, welche den Umgang mit Bargeld einschr\u00e4nken. Zum Beispiel verbindliche Betrags-Obergrenzen, welche f\u00fcr Bargeldzahlungen festgelegt werden, um Geldw\u00e4scherei zu bek\u00e4mpen.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite packt die Europ\u00e4ische Kommission auch Regeln in die Reform, welche den Zugang f\u00fcr alle zu Bargeld erleichtern sollen.<\/p>\n<p>Die Antwort der EU auf das schwindende Netz der Geldautomaten<\/p>\n<p>In praktisch allen L\u00e4ndern nimmt die Zahl der Geldautomaten ab, dasselbe gilt f\u00fcr Bankfilialen, in denen Bargeldbez\u00fcge m\u00f6glich sind. Was in St\u00e4dten durch etwas l\u00e4ngere Wege l\u00f6sbar bleibt, kann in l\u00e4ndlichen Regionen zum Problem werden.<\/p>\n<p>Der &#8222;Vorschlag f\u00fcr eine Verordnung \u00fcber den Status als gesetzliches Zahlungsmittel von Euro-Banknoten und -M\u00fcnzen&#8220; der Europ\u00e4ischen Kommission bringt konkrete Massnahmen, wie der Zugang zu Bargeld f\u00fcr alle sichergestellt werden kann.<\/p>\n<p>Mitgliedstaaten sollen verpflichtet werden, einen ausreichenden und effektiven Zugang zu Bargeld in allen Regionen ihres Gebiets zu gew\u00e4hrleisten, sowohl in st\u00e4dtischen als auch in l\u00e4ndlichen Regionen.<\/p>\n<p>Konkret will die Europ\u00e4ische Kommission das Geldabheben in L\u00e4den und Superm\u00e4rkten m\u00f6glich machen, ohne dass damit ein Kaufzwang verbunden wird. Pro Transaktion k\u00f6nnen 150 Euro bezogen werden. Das ist interessant, weil dadurch Geld praktisch \u00fcberall und fl\u00e4chendeckend bezogen werden kann.<\/p>\n<p>Die Idee ist nicht neu, private Initiativen und FinTechs sind schon l\u00e4nger erfolgreich auf dieser Schiene unterwegs \u2013 meistens ist der Bargeldbezug an der Supermarktkasse aber nur in Verbindung mit einem gleichzeitigen Einkauf m\u00f6glich. \u00dcber eine EU-Verordnung w\u00fcrde diese Form des &#8222;freien&#8220; Geldbezugs gewissermassen offizialisert in die Breite getragen. Ab diesem Punkt spielt es keine Rolle mehr, wo und wie Geldautomaten abgebaut werden \u2013 jeder Supermarkt wird zum neuen Geldautomaten.<\/p>\n<p>Die neue Verordnung, die vom Europ\u00e4ischen Parlament und vom Rat noch formell angenommen werden muss, bringt f\u00fcr Konsumentinnen und Konsumenten neuen Komfort, weil der Bargeldbezug in der Stadt und in l\u00e4ndlichen Regionen kein Problem mehr darstellt. F\u00fcr den Detailhandel erh\u00f6ht sich die Besucherfrequenz, allerdings stellt sich auch das Problem der erweiterten Bargeld-Logistik. Wird das Angebot genutzt, muss gen\u00fcgend Bargeld vorhanden sein.<\/p>\n<p>Neue Regeln gibt&#8217;s auch f\u00fcr bestehende Geldautomaten<\/p>\n<p>In Sachen Geb\u00fchren k\u00f6nnen Geldautomaten Wundert\u00fcten sein \u2013 zum Beispiel, wenn Nutzerinnen und Nutzer Geld bei einem Automaten beziehen m\u00f6chten, der nicht von ihrer Hausbank betrieben wird.<\/p>\n<p>Die neue Reform will Zahlungsdienstleister verpflichten,\u00a0vor jeder Transaktion s\u00e4mtliche Kosten transparent auszuweisen \u2013 dazu geh\u00f6ren besondere Automatenentgelte oder auch Wechselkursgeb\u00fchren.<\/p>\n<p>Mehr Transparenz auch bei Kartenzahlungen<\/p>\n<p>Eine weitere \u00c4nderung, die im Zuge der neuen Zahlungsverkehrs-Regeln kommen soll, betrifft Kontoausz\u00fcge. Bei Online- und Kartenzahlungen wird auf dem Kontoauszug oftmals der Name einer Drittpartei, eines zwischengeschalteten Zahlungsdienstleisters ausgewiesen, den der Kartennutzer gar nicht kennt. Das macht es schwer, eine get\u00e4tigte Zahlung zuzuordnen. Damit soll Schluss sein, auf dem Kontoauszug muss der tats\u00e4chliche Name des Ladens oder des Online-Shops angegeben werden, bei dem der Kauf erfolgt ist.<\/p>\n<p>Das Verordnungspaket enth\u00e4lt weitere Regeln, die mit Geldw\u00e4scherei, Sicherheit und auch mit Betrugsverhinderung zu tun haben. Dass in diesem Paket Bargeld und dessen Verf\u00fcgbarkeit eine zentrale Rolle spielen, ist neu und bemerkenswert. Zumal die EU sich immer wieder mal dem Vorwurf ausgesetzt sieht, Bargeld heimlich und \u00fcber die &#8222;Hintert\u00fcr&#8220; abschaffen zu wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU steht immer wieder mal unter Verdacht, Bargeld abschaffen zu wollen \u2013 aktuell tut sie das Gegenteil&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":614872,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,6258,145973,548,663,9865,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-614871","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bargeld","11":"tag-bargeldversorgung","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-kommission","15":"tag-europaeische-union","16":"tag-europe","17":"tag-european-union","18":"tag-headlines","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115642593282359866","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/614871","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=614871"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/614871\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/614872"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=614871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=614871"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=614871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}