{"id":614910,"date":"2025-12-01T05:32:12","date_gmt":"2025-12-01T05:32:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/614910\/"},"modified":"2025-12-01T05:32:12","modified_gmt":"2025-12-01T05:32:12","slug":"so-sieht-der-berufsalltag-in-duesseldorf-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/614910\/","title":{"rendered":"So sieht der Berufsalltag in D\u00fcsseldorf aus"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIch orientiere mich an den Bed\u00fcrfnissen der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/katzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Katzen<\/a>. Schon deswegen ist mein Alltag nicht berechenbar\u201c, sagt Miriam Kuhl. Tats\u00e4chlich stehen in ihrem Berufsleben die Tiere im Mittelpunkt. Die geb\u00fcrtige K\u00f6lnerin zog nach dem Germanistik-Studium nach D\u00fcsseldorf und begann, als Catsitterin zu arbeiten. Dass sie also vorerst nicht in ihrem Studienfach promovierte, sondern ihre Expertise beim Thema Katzen vertiefen wollte, lag nahe. \u201eW\u00e4hrend meiner Zeit als Catsitterin habe ich gemerkt, dass es viele Katzenhalterinnen und -halter gibt, die nicht genau wissen, wie man mit den Tieren gut umgeht, wie man sie am besten h\u00e4lt, mit ihnen kommuniziert\u201c, berichtet die heute 51-J\u00e4hrige. Schnell wurde ihr klar, dass der Bedarf \u00fcber die reine Betreuung und Pflege hinausreicht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eImmer wieder wurden Tiere krank, ohne dass dem unbedingt organische Ursachen zugrunde lagen. Und da bin ich auf den Trichter gekommen, dass nat\u00fcrlich auch bei Tieren die psychosomatische Ebene eine Rolle spielt \u2013 wie bei uns Menschen auch.\u201c Heute betreibt sie in Lohausen ein Katzenhotel.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eF\u00fcr mich war der Startpunkt die Erkenntnis, dass es den Tieren \u2013 gegen die weitl\u00e4ufig verbreitete Meinung \u2013 gar nicht guttut, wenn man sie alleine zu Hause l\u00e4sst, beispielsweise bei einer Fahrt in den Urlaub.\u201c Kuhl entschied, ihr Businessmodell umzustellen und Betreuung anzubieten, die einem Ferienaufenthalt auch f\u00fcr die Tiere \u00e4hnelt. Ist man mehr als drei Tage am St\u00fcck verreist, kann man sein Tier im Katzenhotel unterbringen, Kuhl und ihre drei Mitarbeitenden k\u00fcmmern sich dann rund um die Uhr. Das gesamte Untergeschoss des Einfamilienhauses ist den Katzen gewidmet, in einem gro\u00dfen Rundlauf gibt es Kratzb\u00e4ume, Kletterm\u00f6glichkeiten, Futterstellen, Spielzeug \u2013 und bei angemessener Witterung steht der weitl\u00e4ufige Garten zur Verf\u00fcgung. \u201eWir gestalten oft um, so dass es f\u00fcr unsere G\u00e4ste auch immer spannend bleibt\u201c, erz\u00e4hlt Kuhl mit einem Lachen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Angebot wird gut angenommen \u2013 und kann auch die Beziehung zu Halterinnen und Haltern verbessern. \u201eIch bekomme oft r\u00fcckgemeldet, dass die Tiere nach Aufenthalten hier im Hotel selbstbewusster sind, wieder mehr Kontakt suchen, insgesamt ausgeglichener wirken.\u201c Auch als Katzenpsychologin und -verhaltenstherapeutin ist Miriam Kuhl seit nunmehr 25 Jahren t\u00e4tig. Die Berufsbezeichnung sei nicht gesch\u00fctzt, zahlreiche Weiterbildungsangebote, Seminare und Studieng\u00e4nge sorgten aber daf\u00fcr, dass die Ausbildung eine umfassende sei, argumentiert sie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Immer wieder falle ihr im Rahmen ihrer Fortbildungen und im Berufsalltag auf, dass das Bild, das allgemein noch immer \u00fcber Katzenhaltung und auch die Tiere an sich gezeichnet werde, ein \u00fcberholtes sei. \u201eKatzen bleiben am liebsten alleine, m\u00f6gen keine Ver\u00e4nderung, sind Einzelg\u00e4nger \u2013 das ist ein totaler Mythos.\u201c Katzen br\u00e4uchten viel Gesellschaft, Kommunikation, Auslastung. Die Ern\u00e4hrung spiele ebenfalls eine gro\u00dfe Rolle, auch hier bietet Miriam Kuhl Beratung an. \u201eMittlerweile w\u00fcrde ich sagen, eine Katze ist das am schwersten zu haltende Haustier.\u201c Ein klassischer Zustand, zu dem sie gerufen w\u00fcrde, sei zum Beispiel, wenn die Katze unsauber w\u00fcrde, das Verhalten sich ins Negative \u00e4ndere \u2013 oder wenn Tier\u00e4rztin oder Tierarzt keine physischen Symptome feststellen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eEs gibt viele Punkte, bei denen sich die Problematiken \u00e4hneln. Futter, Equipment, Besch\u00e4ftigung \u2013 das sind meist Dinge, an denen man schnell was \u00e4ndern kann.\u201c Am Ende sei das eine Frage der Bereitschaft bei den Haltern \u2013 und nat\u00fcrlich des Budgets. Nicht nur f\u00fcr Ausstattung und Nahrung, auch f\u00fcr die katzenpsychologische Beratung. Mehr als 100 Euro kostet das Erstgespr\u00e4ch, im Regelfall inklusive Hausbesuch. Danach gehe es mit sehr pers\u00f6nlich auf die einzelnen F\u00e4lle zugeschnittenen Angeboten weiter. \u201eDa gilt die Frage des Bedarfs. K\u00f6nnen die Halterinnen und Halter die erforderlichen \u00c4nderungen gut alleine umsetzen? Oder braucht es weiter Begleitung?\u201c Die Kosten m\u00fcssen meist privat getragen werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Sitzungen nimmt Kuhl am liebsten in der gewohnten Umgebung der Tiere wahr \u2013 immer mit den dazugeh\u00f6rigen Menschen. \u201eMan therapiert ja auch das Umfeld mit. Auch Dinge, die vordergr\u00fcndig vielleicht erstmal gar nicht problematisch erscheinen.\u201c Sei zum Beispiel der Schallpegel in einer Wohnung sehr hoch, k\u00f6nne das f\u00fcr eine Katze sehr verst\u00f6rend sein. Nicht nur beim Tier seien die Verhaltensweisen zu hinterfragen und zu \u00e4ndern. Habe sie sich ein umfassendes Bild gemacht, \u201ebleiben wir weiter in telefonischem Kontakt. Bei Katzen dauert es vier bis sechs Wochen, bis Gewohnheiten sich \u00e4ndern, diesen Prozess betreue ich engmaschig.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/medikamente\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Medikamente<\/a> verschreibt Kuhl nicht, die Regelung sei \u00e4hnlich wie in der Humanpsychologie. Einen typischen Arbeitsalltag oder ein \u201eDurchschnittsklientel\u201c habe sie nicht. \u201eWer sein Tier liebt, findet sicher Mittel und Wege, daf\u00fcr zu sorgen, dass es diesem gut geht.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Idealfall w\u00fcrde Kuhl gerne schon fr\u00fcher gerufen werden, pr\u00e4ventiv quasi. Wenn ein neues Tier angeschafft werde, zum Beispiel. \u201eDamit k\u00f6nnten wir viele Probleme schon im Keim ersticken oder sogar verhindern.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eIch orientiere mich an den Bed\u00fcrfnissen der Katzen. 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