{"id":615349,"date":"2025-12-01T10:24:18","date_gmt":"2025-12-01T10:24:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/615349\/"},"modified":"2025-12-01T10:24:18","modified_gmt":"2025-12-01T10:24:18","slug":"stadt-der-traeumenden-buecher-in-hamburg-ein-fest-und-rasantes-spektakel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/615349\/","title":{"rendered":"&#8222;Stadt der Tr\u00e4umenden B\u00fccher&#8220; in Hamburg: Ein Fest und rasantes Spektakel"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/traeumendebuecher-100.webp\" alt=\"Schauspieler mit roten Par\u00fccken stehen auf Leitern in einer Bibliotehk\" title=\"Schauspieler mit roten Par\u00fccken stehen auf Leitern in einer Bibliotehk | Deutsches Schauspielhaus Hamburg\/Thomas Aurin\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: &#8222;Stadt der Tr\u00e4umenden B\u00fccher&#8220; in Hamburg: Ein Fest und rasantes Spektakel (4 Min)<\/p>\n<p>\n            Stand: 01.12.2025 10:20 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">2004 erschien &#8222;Die Stadt der Tr\u00e4umenden B\u00fccher&#8220;, der vierte Band der Zamonien-Romane von Walter Moers, eine fulminante Liebeserkl\u00e4rung an das Buch und das Lesen. Am Hamburger Schauspielhaus hat der ungarische Regisseur Viktor Bod\u00f3 den Bestseller jetzt auf die B\u00fchne gebracht.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/katja-weise,weise130.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Katja Weise<\/a><\/p>\n<p class=\"\">Mehr geht kaum. Was hier aufgefahren wird an Bildern, Kost\u00fcmen, Technik, Tanz, Musik ist schlicht umwerfend. Vom ersten Moment an bezaubert Viktor Bod\u00f3 die Menschen im Saal, j\u00fcngere und \u00e4ltere. Unter letzteren viele eingefleischte Walter Moers Fans. &#8222;Ich habe die B\u00fccher hundertmal gelesen&#8220;, erz\u00e4hlt eine Besucherin. &#8222;Ich fand so die Umsetzung mit den Kost\u00fcmen richtig gelungen&#8220;. Und ein anderer meint: &#8222;Wenn man dar\u00fcber nachdenkt, dass das ja so eine fantasievolle Welt ist, da habe ich mich am Anfang echt gefragt: Wie kriegt man das hin, dass man das in die Kost\u00fcme \u00fcbersetzt, aber sie haben es klasse gemacht.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Da sieht man B\u00fccherstapel statt K\u00f6pfen, m\u00e4chtige Haarwolken, ausgestopfte Hosenbeine und K\u00f6rper, rote Pumuckl-M\u00e4hnen, spitze Z\u00e4hne, gewaltige Brillen, metallisch schimmernde Anz\u00fcge. Ein Kost\u00fcmfest vor einer Kulisse, in der sich altert\u00fcmliche Treppen und B\u00fccherw\u00e4nde immer wieder aufs Neue t\u00fcrmen und verschieben.<\/p>\n<p>    Ein Labyrinth voller fantastischer Wesen<\/p>\n<p class=\"\">Buchhaim, &#8222;Die Stadt der Tr\u00e4umenden B\u00fccher&#8220;, ist ein Labyrinth voller fantastischer Wesen, eine Mega-Bibliothek. Und mittendrin ein junger Mann mit wirrem Schopf: Hildegunst von Mythenmetz. Er hat angeblich das Zeug, &#8222;einmal der gr\u00f6\u00dfte Schriftsteller von ganz Zamonien zu werden&#8220;, wie es im St\u00fcck und auf der B\u00fchne hei\u00dft. Nur hat er bisher noch kein einziges Buch ver\u00f6ffentlicht. Aber sein Dichterpate hat ihm ein geniales Manuskript hinterlassen.<\/p>\n<p class=\"\">Als Hildegunst es liest, durchlebt er alle emotionalen Zust\u00e4nde: Lachen, Weinen, W\u00fcten, Angst, am Ende Gl\u00fcck. Er macht sich auf die Suche nach dem Verfasser, um von ihm zu lernen. So landet er in Buchhaim. Dort kann oder will ihm allerdings niemand Auskunft geben.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/moers101.webp\" alt=\"Bestsellerautor Walter Moers - so, wie er sich selbst zeichnet.\" title=\"Bestsellerautor Walter Moers - so, wie er sich selbst zeichnet. | dpa - Report\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der Comiczeichner und Bestseller-Autor scheut die \u00d6ffentlichkeit und gilt als Phantom.<\/p>\n<p>    Gro\u00dfes Ensemble aus Musikern, T\u00e4nzern und Schauspielern<\/p>\n<p class=\"\">B\u00fccher k\u00f6nnen gef\u00e4hrlich sein, auch das lernt Hildegunst von Mythenmetz, auf ziemlich unsanfte Weise in der Stadt der Antiquare, B\u00fccherj\u00e4ger und Buchlinge. Wie Viktor Bod\u00f3 und seine B\u00fchnenbildnerin Zita Schnabel die Magie inszenieren, die Literatur entfalten kann, wie sie zeigen, was beim Lesen im Kopf entsteht, macht staunen. Bod\u00f3 arbeitet dabei stark mit filmischen, auch grotesken Elementen, mit Anleihen beim Gruselfilm der 1920er Jahre.<\/p>\n<p class=\"\">Feinstens erg\u00e4nzt und getragen wird das alles von einem gro\u00dfen Ensemble aus Musikern, T\u00e4nzern und Schauspielern, die sichtlich Spa\u00df haben am gro\u00dfen, am \u00fcberzeichneten Spiel. Hier geben alle alles und feiern die Welt der Fantasie und der Literatur, die nicht nur in der Stadt der tr\u00e4umenden B\u00fccher bedroht ist. &#8222;Es hat so eine Moral&#8220;, sagt ein junger Besucher nach der Premiere, &#8222;dass B\u00fccher wichtig bleiben sollen, und dass das nicht irgendwie so auf Handys \u00fcbertragen werden soll.&#8220; Aber diese Moral steht an keiner Stelle unangenehm im Vordergrund. Diese Auff\u00fchrung ist vor allem ein Fest, ein &#8222;rasantes Spektakel&#8220; wie angek\u00fcndigt und am Ende winken und klatschen alle.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/schauspielhaus324.webp\" alt=\"Eine Frau sitzt an einem Tisch und spiegelt sich darin. Im Hintergrund die Leuchtschrift: Deutsches Schauspielhaus Hamburg\" title=\"Eine Frau sitzt an einem Tisch und spiegelt sich darin. Im Hintergrund die Leuchtschrift: Deutsches Schauspielhaus Hamburg | dpa-Bildfunk, Marcus Brandt\/dpa\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Karin Beier und ihr Team haben die Pl\u00e4ne f\u00fcr die neue Spielzeit 2025\/2026 vorgestellt. NDR Kultur war dort.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: &#8222;Stadt der Tr\u00e4umenden B\u00fccher&#8220; in Hamburg: Ein Fest und rasantes Spektakel (4 Min) Stand: 01.12.2025 10:20 Uhr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":615350,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,692,5711,94,146129,123111],"class_list":{"0":"post-615349","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-hamburg","11":"tag-schauspielhaus","12":"tag-theater","13":"tag-traeumende-buecher","14":"tag-walter-moers"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115643827590965884","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/615349","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=615349"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/615349\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/615350"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=615349"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=615349"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=615349"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}