{"id":615376,"date":"2025-12-01T10:44:18","date_gmt":"2025-12-01T10:44:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/615376\/"},"modified":"2025-12-01T10:44:18","modified_gmt":"2025-12-01T10:44:18","slug":"gruenes-sensoretikett-schuetzt-empfindliche-gueter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/615376\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnes Sensoretikett sch\u00fctzt empfindliche G\u00fcter"},"content":{"rendered":"<p> 1. Dezember 2025<\/p>\n<p><strong>In der Schweiz haben Forschende der Empa, der EPFL und des CSEM ein smartes und \u201egr\u00fcnes\u201c Sensoretikett entwickelt, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Echtzeit misst \u2013 und auch erkennen kann, ob eine Temperaturschwelle \u00fcberschritten wurde. Das elektronische Etikett selbst ist dabei komplett bioabbaubar.<\/strong><\/p>\n<p>In dem vierj\u00e4hrigen Projekt Greenspack haben die Forschenden ein smartes Etikett entwickelt, die die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit misst, und sich daran \u00ab\u201cerinnern\u201c kann, wenn eine bestimmte Temperaturschwelle \u00fcberschritten wurde. Dabei ist der kleine Aufkleber <strong>nicht nur Silicium-frei, sondern auch vollst\u00e4ndig biologisch abbaubar<\/strong>. Das Projekt wurde vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Innosuisse im Rahmen des Bridge Discovery-Programms gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Leiterbahnen mit Ged\u00e4chtnis<\/p>\n<p>Um ihre Aufgabe zu erledigen, braucht die smarte Etikette weder eine Batterie noch einen Sender. Vielmehr <strong>funktioniert sie \u00e4hnlich wie ein RFID-Chip.<\/strong> Sie enth\u00e4lt gedruckte Bahnen aus leitenden Materialien, die Stromkreise bilden. Werden diese Stromkreise einem elektromagnetischen Feld ausgesetzt, beispielsweise durch einen Etikettenleser, entsteht eine Resonanz, die vom Leser entziffert werden kann. Das Raffinierte daran: Je nach Umgebungstemperatur oder Luftfeuchtigkeit ver\u00e4ndern sich die Leitf\u00e4higkeit und die Kapazit\u00e4t der einzelnen Stromkreise und somit auch ihre Resonanz. Diese \u00c4nderung gibt Auskunft \u00fcber die aktuelle Temperatur und Feuchtigkeit \u2013 <strong>ganz ohne komplizierte Messtechnik<\/strong>.<\/p>\n<p>Die Forschenden wollten dem Etikett au\u00dferdem <strong>eine Art Ged\u00e4chtnis verleihen<\/strong>. Wird die Temperatur von 25\u00b0 \u00fcberschritten, schmilzt ein winziges Element in einer der Leiterbahnen, wodurch der Stromkreis irreparabel unterbrochen wird. Beim n\u00e4chsten Ablesen zeigt das Etikett an: Diese Sendung war einmal zu warm.<\/p>\n<p>Diese Technologie <strong>entlastet die Lieferkette und reduziert ihren CO2-Fussabdruck<\/strong>: Potenziell besch\u00e4digte Waren werden so fr\u00fcher erkannt und m\u00fcssen nicht weitergeschickt werden. Ist die Lieferung durch die Temperatureinwirkung lediglich weniger lang haltbar geworden, so kann sie etwa an einen n\u00e4heren Einsatzort umgeleitet werden.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eJe nach den Materialien, die wir verwenden, k\u00f6nnen wir die Temperaturschwelle auch anders setzen. Denkbar w\u00e4ren zum Beispiel Etiketten f\u00fcr tiefgefrorene G\u00fcter.\u201c<\/p>\n<p>Gustav Nystr\u00f6m, Leiter des Empa-Labors Cellulose and Wood Materials<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Biologisch abbaubar und nachhaltig<\/p>\n<p>Die Vision der Forschenden ist, die Etiketten<strong> am Zielort zu kompostieren oder dem Kartonrecycling zuzuf\u00fchren<\/strong>. F\u00fcr das Substrat haben die Empa-Forschenden ein Material entwickelt, das <strong>aus einem Biopolymer sowie aus Cellulose-Fasern<\/strong> besteht. Um die Leiterbahnen zu drucken, nutzten sie eine eigens entwickelte Tinte, die das biologisch resorbierbare Metall Zink enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Quelle: Empa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"1. 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