{"id":615495,"date":"2025-12-01T11:52:19","date_gmt":"2025-12-01T11:52:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/615495\/"},"modified":"2025-12-01T11:52:19","modified_gmt":"2025-12-01T11:52:19","slug":"hamburg-schleswig-holstein-doppelmord-in-schackendorf-anwaltschaft-fordert-lebenslang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/615495\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: Doppelmord in Schackendorf &#8211; Anwaltschaft fordert lebenslang"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg &amp; Schleswig-HolsteinDoppelmord in Schackendorf &#8211; Anwaltschaft fordert lebenslang<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Der-53-Jaehrige-steht-wegen-zweifachen-Mordes-vor-dem-Landgericht-Kiel.webp.webp\" alt=\"Der-53-Jaehrige-steht-wegen-zweifachen-Mordes-vor-dem-Landgericht-Kiel\"\/>TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Der Angeklagte r\u00e4umt die Taten ein, bestreitet aber eine T\u00f6tungsabsicht. Dennoch forderte die Staatsanw\u00e4ltin, die besondere Schwere der Schuld des Angeklagten festzustellen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Kiel (dpa\/lno) &#8211; \u00dcber ein Jahr nach der Gewalttat in Schackendorf (Kreis Segeberg) hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft f\u00fcr den Angeklagten beantragt. Staatsanw\u00e4ltin Ulrike N\u00fctzelmann erkennt die Mordmerkmale Heimt\u00fccke und niedere Beweggr\u00fcnde als gegeben. &#8222;Der Angeklagte entschied sich ganz bewusst f\u00fcr eine t\u00f6dliche Waffe&#8220;, sagte sie.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der 53-J\u00e4hrige steht wegen zweifachen Mordes vor dem Landgericht Kiel. Bei der Tat am 16. November 2024 wurden dessen 51 Jahre alte Ex-Partnerin get\u00f6tet und ihr 45 Jahre alter neuer Lebensgef\u00e4hrte lebensgef\u00e4hrlich verletzt. Der Mann war seitdem querschnittsgel\u00e4hmt und starb knapp vier Monate sp\u00e4ter.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Angeklagte soll seiner Ex-Partnerin dabei insgesamt 14 Messerstiche und ihrem neuen Lebensgef\u00e4hrten sieben Messerstiche zugef\u00fcgt haben. Zudem wirft die Anklage dem Deutschen h\u00e4usliche Gewalt, Freiheitsberaubung und einen Versto\u00df gegen das Gewaltschutzgesetz vor.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Staatsanw\u00e4ltin sprach sich au\u00dferdem daf\u00fcr aus, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Das w\u00fcrde eine Freilassung nach 15 Jahren in der Regel ausschlie\u00dfen. Seine Ex-Partnerin, so N\u00fctzelmann, habe keinen anderen Mann als ihn haben d\u00fcrfen. &#8222;Ob er sie entf\u00fchren oder t\u00f6ten wollte, \u00e4ndert nichts an den niedrigen Beweggr\u00fcnden&#8220;, erkl\u00e4rte sie. Seine Wut und der verletzte Stolz durch den neuen Partner h\u00e4tten ihn angetrieben.<\/p>\n<p>Angeklagter gab Erkl\u00e4rung ab<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Angeklagte hatte die Taten im September \u00fcber seinen Anwalt einger\u00e4umt. Er erkl\u00e4rte, dass er nicht die Absicht gehabt habe, Menschen zu t\u00f6ten. Die Situation am fr\u00fchen Morgen auf der Stra\u00dfe vor der Wohnung des Opfers sei eskaliert. Zudem \u00e4u\u00dferte sich der Mann in seinem letzten Wort ausf\u00fchrlich selbst und erkl\u00e4rte die Taten aus seiner Sicht. Dadurch stieg das Gericht erneut in die Beweisaufnahme ein.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Verteidiger erkl\u00e4rte, er hoffe auf ein mildes Urteil des Gerichts. &#8222;Die Tat wird sich nie sinnvoll erkl\u00e4ren lassen&#8220;, sagte Andreas Meyer. Er bezweifelte, dass der Angeklagte zuvor eine T\u00f6tungsabsicht gehabt habe.<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rung entkr\u00e4ftet Mordvorwurf nicht<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr die Staatsanw\u00e4ltin seien durch die Erkl\u00e4rung allerdings offene Fragen nicht beantwortet worden. Ebenso h\u00e4tte sich ihr Urteil nicht ge\u00e4ndert. &#8222;Sie wollten hier noch einmal einen gro\u00dfen Auftritt haben und die ganze Aufmerksamkeit sollte auf Ihnen sein&#8220;, warf sie dem Angeklagten vor. Sie sehe in der Erkl\u00e4rung nur &#8222;Selbstmitleid und Rechtfertigungen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">\u00dcberdies widerlege die Aussage des Angeklagten den Mordvorwurf nicht. Im Gegenteil: Sie f\u00fchrt laut der Staatsanw\u00e4ltin neben den Mordmerkmalen der Heimt\u00fccke und der niederen Beweggr\u00fcnde auch die Verdeckungsabsicht ins Feld, die bisher nicht Teil der Anklage war. Zudem forderten die drei Nebenkl\u00e4ger eine Strafe, die &#8222;der Schwere der Schuld angemessen&#8220; sei.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Urteil soll voraussichtlich am 12. Dezember gesprochen werden.<\/p>\n<p>Die Vorgeschichte<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Angeklagte und sein Opfer hatten sich im Juli vergangenen Jahres getrennt. Wenige Wochen sp\u00e4ter drang der Mann in die Wohnung seiner Ex ein und zwang deren 16 Jahre alte Tochter und eine Freundin unter der Androhung von Gewalt, sich mit Panzertape gegenseitig an St\u00fchle zu fesseln. Er hatte laut Anklage ein Buch \u00fcber Suizid dabei und berichtete den Jugendlichen davon, bereits Vorbereitungen angestellt zu haben. Mit dem Handy der Tochter schickte er eine Nachricht an die Mutter.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nach deren Eintreffen und Erkenntnis der Lage versuchte die Mutter, am Dachfenster Hilfe zu rufen. Mit einer Eisenstange habe der Angeklagte ihr daraufhin zweimal an den Hinterkopf geschlagen, sagte die Staatsanw\u00e4ltin. Im Zuge dessen sei die Frau zu Boden gegangen und habe Todesangst versp\u00fcrt. Erst nachdem sie dem Angeklagten vorgemacht habe, wieder zusammenkommen zu k\u00f6nnen, habe sich dieser beruhigt und die Wohnung verlassen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Fall Schackendorf besch\u00e4ftigte Ende 2024 auch den Innen- und Rechtsausschuss des Landtages. Innenministerin Sabine S\u00fctterlin-Waack (CDU) erkl\u00e4rte dort damals, dass die Polizei zun\u00e4chst keine dringende Gefahr angenommen habe. &#8222;Das mag im R\u00fcckblick mit dem Wissen von heute nicht richtig erscheinen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-HolsteinDoppelmord in Schackendorf &#8211; Anwaltschaft fordert lebenslangTeilenFolgen auf: Der Angeklagte r\u00e4umt die Taten ein, bestreitet aber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":615496,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,692],"class_list":{"0":"post-615495","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-hamburg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115644174298777508","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/615495","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=615495"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/615495\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/615496"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=615495"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=615495"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=615495"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}