{"id":615544,"date":"2025-12-01T12:23:16","date_gmt":"2025-12-01T12:23:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/615544\/"},"modified":"2025-12-01T12:23:16","modified_gmt":"2025-12-01T12:23:16","slug":"sanierungsstau-beim-schienennetz-hoeher-als-bisher-angenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/615544\/","title":{"rendered":"Sanierungsstau beim Schienennetz h\u00f6her als bisher angenommen"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Sanierungsstau beim Schienennetz in Deutschland ist noch h\u00f6her als bisher angenommen. Das geht aus einem Bericht des Bundesrechnungshofes an mehrere Bundestagsaussch\u00fcsse hervor, \u00fcber den \u201cTagesspiegel Background\u201d berichtet. \u201cDer Wiederbeschaffungswert aller Anlagen, die ihre durchschnittliche technische Nutzungsdauer \u00fcberschritten haben, betr\u00e4gt rund 123 Milliarden Euro\u201d, hei\u00dft es in dem 33-seitigen Schreiben.<\/b><img loading=\"lazy\" data-lazyloaded=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/sanierungsstau-beim-schienennetz-hoeher-als-bisher-angenommen.jpg\" alt=\"Sanierungsstau Beim Schienennetz H\u00f6her Als Bisher Angenommen\" width=\"800\" height=\"600\" title=\"Sanierungsstau beim Schienennetz h\u00f6her als bisher angenommen 2\"\/>Bauarbeiten an einer Gleisanlage (Archiv), via dts Nachrichtenagentur<\/p>\n<p>Die Bonner Rechnungspr\u00fcfer kritisieren in dem Gutachten auch, wie der Staat die Instandhaltung des Schienennetzes finanziert. Konkret bem\u00e4ngeln die Autoren einen geplanten Nachschlag bei der sogenannten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV), den der Haushaltsausschuss demn\u00e4chst genehmigen soll.<\/p>\n<p>Durch die LuFV erh\u00e4lt die Bahn vom Bund Gelder f\u00fcr den Unterhalt des Schienennetzes. Obwohl sich die LuFV als \u201cungeeignet\u201d erwiesen habe, um das Netz zu erhalten und zu verbessern, wolle das Verkehrsministerium das Geld vom Bund mit einem dritten Nachtrag um mehr als 19 Milliarden Euro aufstocken, kritisieren die Autoren des Berichts.<\/p>\n<p>Die LuFV habe \u201czum schlechten Zustand der Schiene beigetragen\u201d. Mit einem \u201c\u00fcbereilt verhandelten dritten Nachtragsentwurf\u201d solle die DB dennoch weitere Milliarden f\u00fcr die Jahre 2025 und 2026 erhalten, ohne die Finanzierungssystematik zu verbessern. \u201cDer Nachtrag w\u00e4re eine Vertrags\u00e4nderung zum Nachteil des Bundes und letztlich zu Lasten der Allgemeinheit\u201d, schreiben die Pr\u00fcfer.<\/p>\n<p>Der Bundesrechnungshof bem\u00e4ngelt, dass der Bund nicht ausreichend die sinnvolle Verwendung der Gelder kontrolliert. Die Rechnungspr\u00fcfer \u00e4rgert zudem, dass der Bund den Eigenanteil, den die zust\u00e4ndige Bahntochter DB Infrago bei Schienenprojekten leisten muss, immer weiter reduziert. Damit sinke der Anreiz, wirtschaftlich zu handeln.<\/p>\n<p>Bevor der Bund weitere Gelder zuschie\u00dft, fordern die Rechnungspr\u00fcfer eine \u00dcberarbeitung der Richtlinien: \u201cDer Nachtrag muss sicherstellen, dass die enormen zus\u00e4tzlichen Bundesmittel eine angemessene Verbesserung des Schienennetzes bewirken\u201d, hei\u00dft es. Die Bundesfinanzierung der Schienenwege sei zu einem \u201cFass ohne Boden\u201d geworden.<\/p>\n<p>Der Bundesrechnungshof kritisiert zudem, dass das Verkehrsministerium den Unterhalt des Schienennetzes inzwischen ma\u00dfgeblich aus dem Sonderverm\u00f6gen finanziert, statt damit zus\u00e4tzliche Investitionen auszul\u00f6sen. Dies h\u00e4lt der BRH f\u00fcr \u201cverfassungsrechtlich riskant\u201d. Das Ministerium m\u00fcsse \u201cgeltendes Recht einhalten\u201d.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Sanierungsstau beim Schienennetz in Deutschland ist noch h\u00f6her als bisher angenommen. 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