{"id":616366,"date":"2025-12-01T20:22:36","date_gmt":"2025-12-01T20:22:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/616366\/"},"modified":"2025-12-01T20:22:36","modified_gmt":"2025-12-01T20:22:36","slug":"hoerbuch-menschenbilder-ueber-otto-pankok","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/616366\/","title":{"rendered":"H\u00f6rbuch &#8222;Menschenbilder&#8220; \u00fcber Otto Pankok"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das H\u00f6rbuch \u201eMenschen Bilder \u2013 Wider das Vergessen\u201c f\u00fchrt mitten in ein St\u00fcck dunkelster deutscher Geschichte. Zugleich begegnet man dort einer Lichtgestalt: dem Maler Otto Pankok.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Anfang der 1930er-Jahre baute er eine besondere Beziehung zu den D\u00fcsseldorfer Sintizze und Sinti auf, die damals in der N\u00e4he seines Ateliers auf dem sogenannten Heinefeld am Stadtrand lebten. Er verbrachte viel Zeit mit ihnen, kn\u00fcpfte Freundschaften und verewigte sie in Kohlezeichnungen und Holzschnitten. Als diese Werke dann 1932 in der D\u00fcsseldorfer Kunsthalle gezeigt wurden, konnte noch niemand ahnen, dass Pankoks portr\u00e4tierte Freunde die bevorstehende Zeit entweder nicht \u00fcberleben oder schwer gezeichnet aus polnischen Konzentrationslagern zur\u00fcckkehren w\u00fcrden. So sagt seine Frau Hulda Pankok (gesprochen von Claudia Mischke) wissend zu ihrem Mann: \u201eDeine Hand hat ein Leben lang gezeichnet, was andere ausl\u00f6schen wollten.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es sind gerade die liebevoll-bewussten Originalzitate der Familie Pankok \u2013 eindringlich spricht Thomas Balou Martin den Otto Pankok \u2013 die R\u00e4ume des Mitf\u00fchlens \u00f6ffnen. Sie stehen damit in hartem Kontrast zu den unmenschlichen Fakten des V\u00f6lkermords und den Aussagen einiger Zeitzeugen, die \u00fcber ihre Pein in Auschwitz berichten und die den H\u00f6rerinnen und H\u00f6rern unweigerlich durch Mark und Bein gehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wie ein treuer, unverw\u00fcstlicher Freund sorgen immer wieder musikalische Beitr\u00e4ge f\u00fcr ein wenig Vers\u00f6hnlichkeit und W\u00e4rme. Oft sind es Kl\u00e4nge der Roma mit seufzenden Geigen, aber auch mutige, treibende Gitarren, die selbst tiefste Emotionen abfedern und behutsam spiegeln. Sie tragen durch die mehr als zweist\u00fcndige H\u00f6rwelt, die vom Leiter der D\u00fcsseldorfer Mahn- und Gedenkst\u00e4tte, Bastian Fleermann, initiiert und von Jan Rohlfing, Komponist und Musiker, produziert wurde und bei der Special Guests wie Marianne Rosenberg und Lulo Reinhardt mitwirken.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es entsteht ein dichtes Panorama jener Menschen, deren Gesichter Pankok festhielt: Verfolgte, Vergessene, Au\u00dfenseiter. Aber auch im Nachkriegsdeutschland waren die \u201eSinti und Roma\u201c nicht willkommen. Und wieder ist es der K\u00fcnstler, der sich ihrer annimmt und \u00dcberlebende zeichnet. Eine nachdenkliche, das Licht suchende Frau, ebenso wie unbeugsame M\u00e4nner mit Sehnsucht nach Freiheit. Erst 1982 wurde der V\u00f6lkermord an den \u201eSinti und Roma\u201c von Deutschland anerkannt, und noch bis heute m\u00fcssen sie oft ank\u00e4mpfen gegen Klischees.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eMenschen Bilder\u201c ist gerade deshalb eine Einladung, genauer hinzusehen \u2013 in die Geschichte, in jedes einzelne Gesicht, das uns begegnet, um gleichzeitig das eigene Mitgef\u00fchl zu weiten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein au\u00dfergew\u00f6hnliches H\u00f6rbuch, das vom Hessischen Rundfunk als bestes H\u00f6rbuch des Monats ausgezeichnet wurde und nicht nur Kenner von Otto Pankok anspricht. Sondern alle, die verstehen wollen, wie Kunst zu einem Akt der Menschlichkeit werden kann.<\/p>\n<p class=\"italic richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Info <\/strong>\u201eMenschen Bilder \u2013 Wider das Vergessen. Menschenbilder: Otto Pankok \u2013 Bilder und Erz\u00e4hlungen einer Freundschaft zu den D\u00fcsseldorfer Sintizze und Sinti \u201c, zwei CDs, Griot Verlag, 24,90 Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das H\u00f6rbuch \u201eMenschen Bilder \u2013 Wider das Vergessen\u201c f\u00fchrt mitten in ein St\u00fcck dunkelster deutscher Geschichte. 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