{"id":616679,"date":"2025-12-01T23:45:31","date_gmt":"2025-12-01T23:45:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/616679\/"},"modified":"2025-12-01T23:45:31","modified_gmt":"2025-12-01T23:45:31","slug":"stadtentwicklung-berliner-hochhausleitbild-einfacher-hoeher-bauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/616679\/","title":{"rendered":"Stadtentwicklung \u2013 Berliner Hochhausleitbild: Einfacher h\u00f6her bauen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img314928\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/314928.jpeg\" alt=\"Hochhauslandschaften wie am Potsdamer Platz sind in Berlin die Ausnahme.\"\/><\/p>\n<p>Hochhauslandschaften wie am Potsdamer Platz sind in Berlin die Ausnahme.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Carsten Koall<\/p>\n<p>Auf Gegenliebe aus der Stadtgesellschaft sto\u00dfen Hochhausprojekte selten. Ob bei den Pl\u00e4nen f\u00fcr B\u00fcrot\u00fcrme in der \u00bbUrbanen Mitte\u00ab oder bei den <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194483.stadtentwicklung-berlin-im-schatten-der-tuerme.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">zahlreichen geplanten Geb\u00e4uden rund um die Warschauer Stra\u00dfe<\/a>: Es gibt gro\u00dfen Protest. Der Senat hat nun sein neues Hochhausleitbild vorgestellt. Weniger Vorgaben und ein vereinfachter Genehmigungsprozess sollen den Bau von Wohnhochh\u00e4usern erleichtern.<\/p>\n<p>Was ist ein Hochhaus?<\/p>\n<p>\u00bbHochh\u00e4user k\u00f6nnen einen Beitrag zur L\u00f6sung der Wohnungsfrage in Berlin leisten\u00ab, teilt Bausenator Christian Gaebler (SPD) mit. Hochh\u00e4user sollten als Bebauungstypologie dort geplant werden, wo es st\u00e4dtebaulich sinnvoll sei, so der Senator weiter. \u00bbDas Neue Hochhausleitbild 2025 bildet daf\u00fcr den Rahmen und stellt sicher, dass Hochh\u00e4user nicht nur mit einer hohen st\u00e4dtebaulichen und architektonischen Qualit\u00e4t entstehen, sondern auch einen Mehrwert f\u00fcr die Menschen in Berlin bieten.\u00ab<\/p>\n<p>Anwendung findet das Leitbild bei Geb\u00e4uden, deren H\u00f6he die \u00bbgebietspr\u00e4genden Bestandsh\u00f6hen\u00ab um mehr als 50 Prozent \u00fcbersteigt. Im Innenstadtbereich mit der typischen \u00bbBerliner Traufe\u00ab von 21 Metern ist dies ab einer Geb\u00e4udeh\u00f6he von 35 Metern der Fall. Nicht zur Anwendung kommt das Leitbild, wenn die Umgebung <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1180274.staedtebau-berlin-wo-architektur-der-obdachlosigkeit-feind-ist.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bereits ma\u00dfgeblich durch eine Hochhausbebauung<\/a> gepr\u00e4gt ist, wie etwa in Gro\u00dfwohnsiedlungen.<\/p>\n<p>Im Vergleich zum 2020 verabschiedeten Hochhausleitbild gibt es einige \u00c4nderungen. Der Planungsprozess wird von vier auf drei Planungsphasen reduziert. Das Baukollegium, ein beratendes Gremium f\u00fcr wichtige Bauprojekte der Hauptstadt, soll k\u00fcnftig nur noch einmal zu Beginn der Planung konsultiert werden, wenn gekl\u00e4rt wird, ob sich ein Standort \u00fcberhaupt f\u00fcr ein Hochhaus eignet.<\/p>\n<p>Reine Wohnhochh\u00e4user m\u00f6glich<\/p>\n<p>Eine weitere \u00c4nderung betrifft die Nutzungsmischung. Bislang mussten Hochh\u00e4user \u00fcber 60 Meter gemischt genutzt werden. Das bedeutet, dass etwa ein Hochhaus mit \u00fcberwiegender B\u00fcronutzung zu 30 Prozent f\u00fcr Wohnen oder gemeinwohlorientiert genutzt werden musste. Umgekehrt galt das Gleiche: In Wohnhochh\u00e4usern sollten 30 Prozent der Fl\u00e4chen Gewerbe vorbehalten sein. F\u00fcr letztere soll diese Pflicht nicht mehr gelten, reine Wohnhochh\u00e4user sollen also m\u00f6glich werden.<\/p>\n<p>Zugleich wird allerdings von der Pflicht f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1189471.richtfest-estrel-tower-kein-ufo-fuer-neukoelln.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Dachterasse<\/a> abgesehen. Ab jetzt kann etwa auch das Dach eines Sockelgeb\u00e4udes \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich gemacht werden. Oder aber das Dach wird in Wohngeb\u00e4uden nur deren Bewohner*innen zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n<p>Kritik aus der Opposition<\/p>\n<p>\u00bbIch kann sehr gut verstehen, dass ab jetzt reine Wohnh\u00e4user m\u00f6glich sein sollen\u00ab, sagt Julian Schwarze, baupolitischer Sprecher der Gr\u00fcnen-Fraktion, zu \u00bbnd\u00ab. Bei<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1192353.mietenkrise-berlin-lichtenberg-vom-stasibuero-zum-hausprojekt.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> 1,7 Millionen Quadratmetern leerstehender B\u00fcrofl\u00e4che<\/a> brauche man keine neuen B\u00fcrot\u00fcrme. Schwarze spricht dennoch von einer \u00bbverpassten Chance\u00ab. \u00bbHochh\u00e4user pr\u00e4gen das Stadtbild langfristig. Mit dem neuen Hochhausleitbild wurde es verpasst, die Stadtgesellschaft zu beteiligen, wenn es darum geht, wo und welche Hochh\u00e4user hier in Zukunft entstehen.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hochhauslandschaften wie am Potsdamer Platz sind in Berlin die Ausnahme. 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