{"id":616757,"date":"2025-12-02T00:35:15","date_gmt":"2025-12-02T00:35:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/616757\/"},"modified":"2025-12-02T00:35:15","modified_gmt":"2025-12-02T00:35:15","slug":"belgien-blockiert-eu-reparationskredit-fuer-ukraine-aus-russen-geldern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/616757\/","title":{"rendered":"Belgien blockiert EU-Reparationskredit f\u00fcr Ukraine aus Russen-Geldern"},"content":{"rendered":"<p>Die geplante Nutzung eingefrorener russischer Zentralbankverm\u00f6gen zur Finanzierung der Ukraine ger\u00e4t ins Wanken: Belgiens Premierminister Bart De Wever hat sich in einem Schreiben an EU-Kommissions-Pr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen entschieden gegen den Reparationskredit ausgesprochen, wie der Sender <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2025\/11\/29\/belgien-eu-ukraine-russland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Euronews<\/a> berichtet. Das Projekt sei \u00abgrundlegend falsch\u00bb, warnt De Wever in dem Brief und verweist auf erhebliche rechtliche und finanzielle Risiken.<\/p>\n<p>Konkret fordert der belgische Regierungschef \u00abrechtsverbindliche, bedingungslose, unwiderrufliche, abrufbare, gesamtschuldnerische Garantien\u00bb f\u00fcr die rund 185 Milliarden Euro, die bei Euroclear in Br\u00fcssel lagern. Diese Forderung erschwert eine Einigung erheblich \u2013 zumal Belgien als Sitz des Verm\u00f6gensverwalters eine Schl\u00fcsselrolle in der Debatte einnimmt.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission pr\u00fcft nun laut Euronews eine Zwischenl\u00f6sung: Demnach k\u00f6nnte die EU auf den Finanzm\u00e4rkten Geld aufnehmen und der Ukraine einen nicht r\u00fcckzahlbaren Zuschuss gew\u00e4hren, um akuten Finanz- und Milit\u00e4rbedarf bis 2026 zu decken. Damit w\u00fcrde Br\u00fcssel Zeit gewinnen, um Belgien und andere z\u00f6gerliche Staaten von einer l\u00e4ngerfristigen Einigung zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>De Wever argumentiert auch geopolitisch: Ein \u00fcbereilter Zugriff auf russische Verm\u00f6gen k\u00f6nne Friedensbem\u00fchungen der USA gef\u00e4hrden. Zudem sei es wahrscheinlich, dass Russland seine Verm\u00f6gensrechte geltend mache, sobald es nicht mehr als Verlierer des Kriegs gelte \u2013 die europ\u00e4ischen Steuerzahler m\u00fcssten dann die Zeche zahlen.<\/p>\n<p>EU-Kommissions-Pr\u00e4sidentin von der Leyen h\u00e4lt dennoch an dem Vorhaben fest: \u00abIch kann mir kein Szenario vorstellen, in dem die europ\u00e4ischen Steuerzahler allein die Rechnung bezahlen. Auch das ist nicht akzeptabel.\u00bb Bundeskanzler Friedrich Merz forderte unterdessen, \u00abbis zum EU-Gipfel im Dezember eine tragf\u00e4hige Einigung zu erzielen, um ein klares Signal der Solidarit\u00e4t zu senden\u00bb.<\/p>\n<p>Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin hatte das geplante Reparationsdarlehen zuletzt als \u00abDiebstahl fremden Eigentums\u00bb bezeichnet und Gegenmassnahmen angek\u00fcndigt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die geplante Nutzung eingefrorener russischer Zentralbankverm\u00f6gen zur Finanzierung der Ukraine ger\u00e4t ins Wanken: Belgiens Premierminister Bart De Wever&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":616758,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,1423,508,548,663,158,3934,3935,1721,13,14,15,16,307,12,317,55],"class_list":{"0":"post-616757","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-belgien","11":"tag-diplomatie","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-finanzen","18":"tag-headlines","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-politik","22":"tag-russland","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-ukraine","25":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115647173542934473","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/616757","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=616757"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/616757\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/616758"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=616757"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=616757"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=616757"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}