{"id":616759,"date":"2025-12-02T00:36:18","date_gmt":"2025-12-02T00:36:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/616759\/"},"modified":"2025-12-02T00:36:18","modified_gmt":"2025-12-02T00:36:18","slug":"beeilt-euch-tusk-fordert-von-merz-zuegige-entschaedigung-von-weltkriegsopfern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/616759\/","title":{"rendered":"&#8222;Beeilt euch&#8220;: Tusk fordert von Merz z\u00fcgige Entsch\u00e4digung von Weltkriegsopfern"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Beeilt euch&#8220;Tusk fordert von Merz z\u00fcgige Entsch\u00e4digung von Weltkriegsopfern<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/BERLIN-GERMANY-DECEMBER-01-Polish-Prime-Minister-Donald-Tusk-and-German-Chancellor-Friedrich-Merz-ho.webp\" alt=\"BERLIN-GERMANY-DECEMBER-01-Polish-Prime-Minister-Donald-Tusk-and-German-Chancellor-Friedrich-Merz-hold-a-joint-press-conference-in-Berlin-Germany-on-December-01-2025\"\/>Im Zentrum des Treffens stand eigentlich die Vertiefung der Beziehungen in den Bereichen Verteidigung, Wirtschaft und Infrastruktur. (Foto: picture alliance \/ Anadolu)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Mehr als 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg l\u00e4uft die Zeit f\u00fcr eine Entsch\u00e4digung der letzten polnischen Opfer des Nazi-Terrors ab. Polens Ministerpr\u00e4sident Tusk fordert von Merz eine schnelle L\u00f6sung. Der Kanzler bleibt bei dem Thema jedoch unkonkret.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Polen dr\u00e4ngt Deutschland zu einer schnellen Entsch\u00e4digung der noch lebenden Opfer der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. &#8222;Beeilt euch, wenn ihr wirklich diese Geste machen wollt&#8220;, sagte Polens Ministerpr\u00e4sident Donald Tusk nach den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen in Berlin bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der polnische Regierungschef verwies darauf, dass die Zahl der noch lebenden Opfer des Nazi-Terrors in seinem Land st\u00e4ndig zur\u00fcckgehe. Als der damalige Kanzler Olaf Scholz im Juli 2024 diese Unterst\u00fctzung versprochen habe, h\u00e4tte es nach Angaben der Stiftung f\u00fcr deutsch-polnische Auss\u00f6hnung noch 60.000 lebende Opfer gegeben, mittlerweile seien es noch 50.000. Rechnet man das um, sind seitdem pro Tag mehr als 20 Opfer gestorben . &#8222;Wenn wir hier nicht bald eine eindeutige und schnelle Erkl\u00e4rung bekommen, erw\u00e4ge ich, im kommenden Jahr die Entscheidung zu treffen, dass Polen diese Bed\u00fcrfnisse aus eigenen Mitteln befriedigt.&#8220; Mehr wolle er dazu zun\u00e4chst nicht sagen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Merz wurde bei dem Thema nicht konkret. &#8222;Ich bitte um Verst\u00e4ndnis, dass wir jetzt hier keine Summen nennen. Aber gehen Sie bitte davon aus, dass auch die ja von mir gef\u00fchrte Bundesregierung sich ihrer historischen Verantwortung gegen\u00fcber unserem Nachbarn Polen sehr bewusst ist und dass wir Gespr\u00e4che auch weiter miteinander f\u00fchren&#8220;, sagte er lediglich.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Umgang mit den dramatischen Folgen der deutschen Besatzung Polens im Zweiten Weltkrieg ist ein Dauerthema in den Beziehungen beider L\u00e4nder. Weiterhin stehen polnischen Reparationsforderungen in Billionenh\u00f6he f\u00fcr die damals angerichteten Sch\u00e4den im Raum, die zuletzt im September von Polens Pr\u00e4sidenten Karol Nawrocki bei seinem Antrittsbesuch in Berlin erhoben wurden. Sowohl Merz und als auch Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier hatte diese Forderungen erneut zur\u00fcckgewiesen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Idee der sogenannten humanit\u00e4ren Geste an die Opfer kam bei den letzten Regierungskonsultationen in Warschau vor 16 Monaten auf, als die Ampel noch regierte. Ein konkreter Vorschlag wurde daraus aber nicht. Merz bekannte sich auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Tusk zwar mehrfach zur deutschen Verantwortung f\u00fcr das die von Nazi-Deutschland angerichtete Leid und die Zerst\u00f6rung in Polen. &#8222;Die Vergangenheit h\u00f6rt nie auf&#8220;, sagte er, bekr\u00e4ftigte aber auch: &#8222;Die Frage nach Reparationen ist aus deutscher Sicht juristisch und politisch seit vielen Jahren abschlie\u00dfend beantwortet.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Tusk hielt entgegen, man kenne die deutsche Position, an einem formellen diplomatischen Akt aus den 1950er Jahren festzuhalten. Der Verzicht auf Reparationen 1953 durch die damalige kommunistische F\u00fchrung sei aber &#8222;keine Entscheidung im Sinne des polnischen Volkes gewesen, denn das polnische Volk hatte damals nichts zu sagen.&#8220; In Polen seien daher &#8222;alle ohne Ausnahme&#8220; der Meinung, dass das Land keine Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Verluste und Verbrechen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs erhalten habe.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der deutsche \u00dcberfall auf Polen am 1. September 1939 war der Beginn des Zweiten Weltkriegs mit insgesamt mindestens 55 Millionen Toten &#8211; andere Sch\u00e4tzungen kommen sogar auf bis zu 80 Millionen. Genaue Zahlen gibt es nicht. Polen blieb \u00fcber mehrere Jahre von den Deutschen besetzt und hatte gemessen an der Gesamtbev\u00f6lkerung so viele Tote zu beklagen wie kein anderes Land.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Anders als der rechtskonservative Pr\u00e4sident Polens thematisiert die Mitte-Links-Regierung von Ministerpr\u00e4sident Tusk die Reparationsfrage nicht mehr offensiv &#8211; sie erwartet von der Bundesregierung aber zun\u00e4chst einmal mindestens diese Geste der Unterst\u00fctzung f\u00fcr die noch lebenden Opfer. Das Projekt einer festen Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr die polnischen Kriegsopfer in Berlin wollen beide Seiten aber vorantreiben. Daf\u00fcr sollen konkrete Ausschreibungsverfahren gestartet werden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Merz nannte Deutschland und Polen &#8222;unverzichtbare Nachbarn und Partner&#8220;. Bei der Modernisierung der Infrastruktur geht es unter anderem um die Bahnlinie zwischen dem brandenburgischen Angerm\u00fcnde und der polnischen Grenzstadt Stettin sowie um die Stra\u00dfenverbindung an der Grenze bei Frankfurt an der Oder.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Merz beschwor auch die Einigkeit europ\u00e4ischer Partner bei den Ukraine-Verhandlungen und trat Spekulationen entgegen, Polen sei dabei au\u00dfen vor. Anfang Mai war Merz zusammen mit Tusk, Macron und Starmer in Kiew, um die Solidarit\u00e4t mit der Ukraine zu demonstrieren. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Den aktuellen Verhandlungsprozess \u00fcber einen Friedensplan f\u00fchren nun aber Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien ohne Polen, das lediglich konsultiert wird &#8211; obwohl Polen als Nachbarland der Ukraine und Russlands besonders von dem Krieg betroffen ist. In Polen hat das zuletzt f\u00fcr Entt\u00e4uschung gesorgt. &#8222;Derzeit sieht es so aus, als w\u00e4ren wir bei den Verhandlungen \u00fcberfl\u00fcssig&#8220;, schrieb die &#8222;Gazeta Wyborcza&#8220;, eines der wichtigsten polnischen Medien, kurz vor den Konsultationen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, jpe\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Beeilt euch&#8220;Tusk fordert von Merz z\u00fcgige Entsch\u00e4digung von WeltkriegsopfernIm Zentrum des Treffens stand eigentlich die Vertiefung der Beziehungen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":616760,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,37829,13373,775,30,13,14,15,3917,16,146417,12,2657],"class_list":{"0":"post-616759","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-donald-tusk","13":"tag-entschaedigung","14":"tag-friedrich-merz","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-polen","20":"tag-politik","21":"tag-reparationsforderungen","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-zweiter-weltkrieg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115647178170550391","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/616759","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=616759"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/616759\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/616760"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=616759"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=616759"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=616759"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}