{"id":617240,"date":"2025-12-02T05:32:19","date_gmt":"2025-12-02T05:32:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/617240\/"},"modified":"2025-12-02T05:32:19","modified_gmt":"2025-12-02T05:32:19","slug":"deutsch-kirgisisches-wirtschaftsforum-in-berlin-neue-partnerschaften-und-investitionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/617240\/","title":{"rendered":"Deutsch-Kirgisisches Wirtschaftsforum in Berlin: Neue Partnerschaften und Investitionen"},"content":{"rendered":"<p>        Beim Deutsch-Kirgisischen Wirtschaftsforum in Berlin, das zugleich als \u201eTag der nationalen Wirtschaft Kirgisistans\u201c stattfand, kamen mehr als dreihundert Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verb\u00e4nden und Finanzinstitutionen beider L\u00e4nder zusammen. Ziel war es, \u00fcber neue gemeinsame Projekte zu beraten und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Kirgisistan und Deutschland auf eine breitere Grundlage zu stellen.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende des Ministerkabinetts, Adylbek Kasymaliev, lud deutsche Unternehmen nachdr\u00fccklich dazu ein, in Kirgisistan zu investieren. Er betonte, dass Deutschland f\u00fcr Kirgisistan einer der wichtigsten Partner in Europa sei und dass sein Land auf eine langfristige Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen und der deutschen Wirtschaft setzt. Nach seinen Angaben habe sich das Investitionsklima in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.<\/p>\n<p>Kirgisistan wurde im Bereich der \u00f6ffentlich-privaten Partnerschaften international h\u00f6her eingestuft und verf\u00fcgt inzwischen \u00fcber rund neunzig Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 434 Milliarden kirgisische Som. Parallel dazu arbeitet die Regierung an einem neuen Gesetz f\u00fcr Wagniskapital, das Startups, digitale Innovationen und technologieorientierte Unternehmen unterst\u00fctzen soll.<\/p>\n<p>Ein zentrales Ergebnis des Forums war die Unterzeichnung von rund f\u00fcnfzehn Vertr\u00e4gen und Memoranda zwischen kirgisischen und deutschen Partnern. Dazu geh\u00f6ren unter anderem ein Vertrag zwischen Mega Master Plus und der Grenzebach BSH GmbH f\u00fcr den Bau einer Fabrik f\u00fcr Gipskartonplatten und Trockenmischungen, ein Exportvertrag \u00fcber mehr als hundert Tonnen Waln\u00fcsse zwischen San Planet Organic und der EgeSun GmbH sowie eine Vereinbarung zwischen dem staatlichen Gesundheitsdienst Kyrgyzfarmazija und Siemens Healthineers, die den Ausbau moderner Diagnostiksysteme in Kirgisistan vorsieht. Weitere Abkommen betrafen die Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung, der Migration, im sozialen Bereich sowie Projekte im Energiesektor, darunter Vorhaben im Bereich erneuerbarer Energien, moderner Logistik und nachhaltiger Infrastruktur.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-73657 size-large\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/47_Deutsch-Kirgisisches-Wirtschaftsforum-in-Berlin_02-1024x538.jpg\" alt=\"\" width=\"696\" height=\"366\"  \/><\/p>\n<p>Vorteilhafte Partnerschaften<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt des Forums standen zudem konkrete M\u00f6glichkeiten der Zusammenarbeit in Schl\u00fcsselbranchen: Zahlreiche kirgisische Delegationen stellten Projekte aus den Bereichen Energie, erneuerbare Technologien, Landwirtschaft, IT, Logistik, Gesundheitswesen und Infrastruktur vor. Besonders hervorgehoben wurde der Wunsch, mit deutschen Unternehmen gemeinsam L\u00f6sungen f\u00fcr Digitalisierung, moderne Verwaltungsstrukturen und innovative technische Systeme zu entwickeln. F\u00fcr die deutsche Seite er\u00f6ffnet sich dadurch ein Zugang zu einem wachsenden Markt, der Bedarf an modernen Technologien, nachhaltigen Energiesystemen und qualifizierten Dienstleistungen hat.<\/p>\n<p>Ein wichtiges Thema war dar\u00fcber hinaus die Fachkr\u00e4fteentwicklung. Kirgisistan plant die Einf\u00fchrung eines dualen Ausbildungssystems nach deutschem Modell, um junge Menschen praxisnah auszubilden und gleichzeitig den Wissensaustausch zwischen beiden L\u00e4ndern zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang bereiten beide Regierungen ein Migrationsabkommen vor, das qualifizierten kirgisischen Fachkr\u00e4ften neue Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten in Deutschland er\u00f6ffnen soll. Dadurch k\u00f6nnten deutsche Unternehmen leichter auf gut ausgebildete Arbeitskr\u00e4fte zugreifen, w\u00e4hrend Kirgisistan von internationaler Erfahrung, Innovationen und einem nachhaltigen Wissenstransfer profitieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das Wirtschaftsforum bot au\u00dferdem eine Plattform f\u00fcr technologische Impulse und internationale Vernetzung. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und staatlichen Institutionen diskutierten \u00fcber Innovation, Technologietransfer, Gesundheitsl\u00f6sungen der Zukunft und die Entwicklung digitaler M\u00e4rkte in Zentralasien.<\/p>\n<p>Deutsche und kirgisische IT-Unternehmen pr\u00e4sentierten Ideen f\u00fcr gemeinsame Softwareentwicklung, digitale Plattformen und neue Dienstleistungen f\u00fcr Industrie, Bildung und Verwaltung. Auch im Bereich der Medizintechnik wurden mehrere M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Kooperationen genannt, darunter digitale Diagnostiksysteme, moderne Kliniksoftware und Projekte zur regionalen Gesundheitsversorgung.<\/p>\n<p>Insgesamt zeigte das Forum, dass Kirgisistan seine wirtschaftliche Modernisierung aktiv vorantreibt und gezielt Partnerschaften mit Deutschland sucht. F\u00fcr deutsche Unternehmen ergeben sich vielf\u00e4ltige Chancen, sich fr\u00fchzeitig in einem Markt zu engagieren, der Wachstumspotenzial besitzt und politisch wie wirtschaftlich auf enge Zusammenarbeit setzt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Kirgisistan steht die Hoffnung im Vordergrund, durch Investitionen, Bildung, moderne Technologien und verl\u00e4ssliche Partnerschaften die wirtschaftliche Entwicklung zu st\u00e4rken und neue Perspektiven f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung zu schaffen.<\/p>\n<p>DAZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim Deutsch-Kirgisischen Wirtschaftsforum in Berlin, das zugleich als \u201eTag der nationalen Wirtschaft Kirgisistans\u201c stattfand, kamen mehr als dreihundert&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":617241,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,146505,146506,29,30,134129,55,105222,2421],"class_list":{"0":"post-617240","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-delegation-der-deutschen-wirtschaft-zentralasien","10":"tag-deutsch-kirgisisches-wirtschaftsforum","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-kirgisistan","14":"tag-wirtschaft","15":"tag-zentralasien","16":"tag-zusammenarbeit"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115648342029747623","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/617240","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=617240"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/617240\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/617241"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=617240"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=617240"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=617240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}