{"id":617582,"date":"2025-12-02T09:03:17","date_gmt":"2025-12-02T09:03:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/617582\/"},"modified":"2025-12-02T09:03:17","modified_gmt":"2025-12-02T09:03:17","slug":"grossbritannien-und-die-usa-schliessen-zollfreies-pharma-abkommen-nach-monatelangen-spannungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/617582\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien und die USA schlie\u00dfen zollfreies Pharma-Abkommen nach monatelangen Spannungen"},"content":{"rendered":"<p>  Von&amp;nbsp<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/profile\/3408\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Una Hajdari<\/a>&amp;nbsp&amp;&amp;nbsp<b>Eleanor Butler<\/b><\/p>\n<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            01\/12\/2025 &#8211; 17:47 MEZ\n            <\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien und die Vereinigten Staaten haben am Montag ein Abkommen geschlossen: Auf in die USA exportierte britische Pharmaerzeugnisse fallen keine Z\u00f6lle mehr an.<\/p>\n<p>Im Gegenzug f\u00fcr dieses Entgegenkommen aus Washington senkt Gro\u00dfbritannien die R\u00fcckzahlungen, die Arzneimittelhersteller an den staatlichen Gesundheitsdienst NHS leisten.<\/p>\n<p>Nach dem bisherigen System erstatten Pharmaunternehmen dem NHS einen Teil ihrer Einnahmen aus dem Verkauf von Markenmedikamenten. Das soll \u00fcberm\u00e4\u00dfige Ausgaben verhindern.<\/p>\n<p>Laut einer Mitteilung des US-Handelsbeauftragten (USTR) sinkt die R\u00fcckzahlung 2026 auf h\u00f6chstens 15 Prozent. Derzeit liegt sie bei rund 23 Prozent. Au\u00dferdem erh\u00f6ht Gro\u00dfbritannien den Nettopreis, den der NHS f\u00fcr neue Medikamente zahlt, um 25 Prozent.<\/p>\n<p>Der Schritt folgt, nachdem US-Pr\u00e4sident Donald Trump mit Z\u00f6llen drohte von bis zu 100 Prozent auf Marken- oder patentgesch\u00fctzte Medikamente, die in die USA geliefert werden, es sei denn, Unternehmen erw\u00e4gen den Bau einer Fabrik oder Produktionsst\u00e4tte in den Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Die im September ins Spiel gebrachte Aussicht verunsicherte gro\u00dfe Hersteller. Die Pharmabranche z\u00e4hlt weiterhin zu den st\u00e4rksten Exportsektoren Gro\u00dfbritanniens, darunter die Konzerne AstraZeneca und GSK.<\/p>\n<p>Teil der neuen Vereinbarung ist auch ein Versprechen der USA: Man werde bei k\u00fcnftigen Untersuchungen der Branche \u201ebritische Preispraktiken\u201c nicht ins Visier nehmen, und zwar \u201ef\u00fcr die Dauer der Amtszeit von Pr\u00e4sident Trump\u201c.<\/p>\n<p>Big Pharmas Klagen \u00fcber Gro\u00dfbritannien<\/p>\n<p>Die USA argumentieren seit Langem, dass Patientinnen und Patienten dort f\u00fcr neue Arzneien deutlich mehr zahlen als Menschen im Vereinigten K\u00f6nigreich. Hauptgrund sei das strikte Preissystem des NHS.<\/p>\n<p>In Gro\u00dfbritannien hilft die Regierungsbeh\u00f6rde NICE (National Institute for Health and Care Excellence) zu entscheiden, ob der NHS ein neues Medikament bezahlt. Sie vergleicht den Preis mit dem gesundheitlichen Nutzen.<\/p>\n<p>\u00dcbersteigt der Preis einer Behandlung eine festgelegte Grenze je zus\u00e4tzlicher \u201egesunder Lebenszeit\u201c, finanziert der NHS sie meist nicht. Kritiker des britischen Systems sagen, diese Schwelle bremse Innovation und die Nachfrage nach neueren, besseren Medikamenten.<\/p>\n<p>Die britische Regierung erkl\u00e4rte am Montag, das \u201eMeilenstein-Abkommen\u201c mit den USA sichere den Zugang zu Arzneimitteln und die Versorgung f\u00fcr Zehntausende NHS-Patientinnen und -Patienten. \u201eBahnbrechende neue Therapien\u201c w\u00fcrden an der Basis des NHS schneller ankommen.<\/p>\n<p>Bereits Anfang des Jahres k\u00fcndigten mehrere gro\u00dfe Pharmakonzerne erhebliche Neuinvestitionen in den Vereinigten Staaten an. Gleichzeitig verz\u00f6gerten oder \u00fcberarbeiteten sie Projekte in Gro\u00dfbritannien. Als Grund nannten sie ein schwieriges regulatorisches und kommerzielles Umfeld.<\/p>\n<p>Laut einem k\u00fcrzlich erschienenen Bericht der Association of the British Pharmaceutical Industry (ABPI) hat der britische Ansatz bei Preisbildung und Erstattung zu einem R\u00fcckgang ausl\u00e4ndischer Investitionen in die Pharmabranche gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>AstraZeneca k\u00fcndigte im September 2025 an, eine geplante Investition von 200 Millionen Pfund (227 Millionen Euro) in seinen Forschungsstandort in Cambridge zu pausieren. Der Konzern begr\u00fcndete den Schritt mit den schwierigen Bedingungen in Gro\u00dfbritannien.<\/p>\n<p>Derweil sagte GSK ein umfangreiches US-Investitionspaket zu: 30 Milliarden Dollar (25,8 Milliarden Euro) \u00fcber f\u00fcnf Jahre.<\/p>\n<p>Das neue Pharma-Abkommen kommt sechs Monate, nachdem Premierminister Keir Starmer mit Trump eine Vereinbarung schloss, die die Z\u00f6lle auf die meisten Exporte auf zehn Prozent begrenzt. Die Behandlung von Arzneimitteln blieb bis dahin die gro\u00dfe Unbekannte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspUna Hajdari&amp;nbsp&amp;&amp;nbspEleanor Butler Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 01\/12\/2025 &#8211; 17:47 MEZ Gro\u00dfbritannien und die Vereinigten Staaten haben am Montag&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":617583,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,3283,62384,13,14,15,12,71453,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-617582","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-arzneimittel","11":"tag-astrazeneca","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-trumps-zoelle","17":"tag-united-states","18":"tag-united-states-of-america","19":"tag-us","20":"tag-usa","21":"tag-vereinigte-staaten","22":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115649171214366147","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/617582","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=617582"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/617582\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/617583"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=617582"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=617582"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=617582"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}