{"id":618089,"date":"2025-12-02T14:03:23","date_gmt":"2025-12-02T14:03:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/618089\/"},"modified":"2025-12-02T14:03:23","modified_gmt":"2025-12-02T14:03:23","slug":"mietenwahnsinn-berliner-mietrebellion-geht-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/618089\/","title":{"rendered":"Mietenwahnsinn \u2013 Berliner Mietrebellion geht weiter"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img314930\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/314930.jpeg\" alt=\"Anstatt Gro\u00dfdemonstrationen pr\u00e4gt ein Abwehrkampf die Berliner Mietenbewegung \u2013 sie ist aber immer noch da.\"\/><\/p>\n<p>Anstatt Gro\u00dfdemonstrationen pr\u00e4gt ein Abwehrkampf die Berliner Mietenbewegung \u2013 sie ist aber immer noch da.<\/p>\n<p>Foto: Foto: Leonhard Lenz <\/p>\n<p>Fast w\u00f6chentlich melden die Medien, dass die Mieten in Berlin weiter steigen. Das sind schlechte Nachrichten f\u00fcr Mieter*innen, die nicht zur kleinen Gruppe der Verm\u00f6genden geh\u00f6ren. Doch wo bleiben die Proteste der Mietrebell*innen, die im vergangenen Jahrzehnt bundesweit bekannt wurden? Den Begriff Mietrebellen w\u00e4hlte Matthias Coers 2014 f\u00fcr einen Dokumentarfilm, in dem Menschen erz\u00e4hlen, wie sie zum ersten Mal an einer Demonstration teilnahmen, weil sie bef\u00fcrchteten, ihre Wohnung nicht mehr bezahlen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Damals gingen Zehntausende unter dem Motto \u00bbKeine Rendite mit der Miete\u00ab auf die Stra\u00dfe. Auch wenn solche gro\u00dfen Stra\u00dfenproteste mittlerweile seltener geworden sind, ist die Mieter*innenbewegung nicht tot, betont Coers. \u00bbAufgrund der<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1188963.mietenwahnsinn-in-berlin-protest-gegen-heizkosten-sich-zu-wehren-lohnt-sich.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> von der Immobilienwirtschaft aufgezwungenen Konflikte<\/a> sind die Mieter*innen an vielen Orten aktiv. Sie sind zu einem best\u00e4ndigen Abwehrkampf verdammt. Er bleibt aber trotz dieser Beschr\u00e4nktheit notwendig und sinnvoll\u00ab, betont der Filmregisseur, der selbst seit Jahren in der Berliner Mieter*innenbewegung aktiv ist.<\/p>\n<p>Ein Blick in den <a href=\"https:\/\/www.mietenwahnsinn.info\/2025\/kalender\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mietenpolitischen Kalender<\/a> zeigt, wie diese Abwehrk\u00e4mpfe aussehen. Dort k\u00f6nnen Mieter*innen und Initiativen geplante Aktionen ver\u00f6ffentlichen. Der vom B\u00fcndnis Mietenwahnsinn eingerichtete Kalender ist gut gef\u00fcllt, oft gibt es gleich mehrere Termine an einem Tag. Solidarische <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195372.verdraengung-in-berlin-eigenbedarfskuendigungen-das-ist-auch-eine-klassenfrage.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Prozessbegleitungen bei Eigenbedarfsk\u00fcndigungen<\/a> werden dort ebenso angek\u00fcndigt wie <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1188438.mietenwahnsinn-berlin-westend-rebellen-sagen-adler-den-kampf-an.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Gr\u00fcndung neuer Mieter*innengruppen<\/a> und Film- und Diskussionsveranstaltungen.<\/p>\n<p>Doch auch gr\u00f6\u00dfere Proteste soll es in Zukunft in Berlin wieder geben. Sie orientieren sich wie in den vergangenen Jahren am Europ\u00e4ischen Aktionstag gegen Wohnungslosigkeit. F\u00fcr Ende M\u00e4rz sind in zahlreichen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern Protestaktionen geplant. Sie orientieren sich aber auch an Konferenzen der Immobilienwirtschaft in Berlin. \u00bbWir werden den ZIA-Kongress und den Super-Return-Kongress der Private-Equity-Branche im Auge behalten\u00ab, sagt Tim Lenau vom<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1182333.mietenwahnsinn-wohnungsnot-n-mieten-steigen-nicht-sie-werden-erhoeht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> B\u00fcndnis Mietenwahnsinn<\/a> zu \u00bbnd\u00ab. Sowohl der ZIA-Kongress als auch der Super-Return-Kongress waren bereits in den vergangenen Jahren Ziel von Mieter*innenprotesten.<\/p>\n<p>Daran will das Mietenwahnsinn-B\u00fcndnis im kommenden Jahr ankn\u00fcpfen. \u00bbWir werden am 5. September 2026 eine gro\u00dfe Demonstration veranstalten. Der Termin wurde nicht zuf\u00e4llig auf einen Samstag zwei Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus gelegt. \u00abDabei wird die Mietenbewegung ihre Rolle als au\u00dferparlamentarische Kraft klar betonen\u00bb, k\u00fcndigt Lenau an. \u00abIn einem Wahljahr sind die Ohren der Parteien am offensten. Aber uns n\u00fctzen keine Wahlkampfreden, sondern wir brauchen eine Ausweitung des kommunalen Wohnungsbestandes, eine Abschaffung der Eigenbedarfsk\u00fcndigungen, ein Ende der Obdachlosigkeit und eine klare Mietpreisregulierung\u00bb, sagt Lenau.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr sieht er die Berliner Mieter*innenbewegung nicht schlecht aufgestellt. Sie habe unter einem besonders mieter*inennfeindlichen Senat die Grundlagen daf\u00fcr gelegt. \u00abDer Mietenwahnsinn ging 2025 unter dem Regierenden B\u00fcrgermeister Wegner unvermindert weiter\u00bb, erinnert Lenau. Doch die Kritiker*innen dieser Entwicklung h\u00e4tten nicht geschlafen, so der Mietrebell. \u00abDie Mieter*innenbewegung hat viel Strukturarbeit gemacht und geht mit gest\u00e4rkten Vereinen, Kampagnen und Initiativen ins neue Jahr.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Anstatt Gro\u00dfdemonstrationen pr\u00e4gt ein Abwehrkampf die Berliner Mietenbewegung \u2013 sie ist aber immer noch da. 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