{"id":618794,"date":"2025-12-02T20:45:15","date_gmt":"2025-12-02T20:45:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/618794\/"},"modified":"2025-12-02T20:45:15","modified_gmt":"2025-12-02T20:45:15","slug":"falsche-befunde-bei-brustkrebs-dutzende-bremerinnen-betroffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/618794\/","title":{"rendered":"Falsche Befunde bei Brustkrebs: Dutzende Bremerinnen betroffen"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\n<p>Standdatum: 2. Dezember 2025.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nSebastian Manz und<br \/>\nAndreas Neumann<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Frau liegt im Krankenhaus-Bett\" data-image-owner=\"Radio Bremen\" data-image-title=\"Frau liegt im Krankenhaus-Bett\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/importbild-80984~_v-800x450_c-1764702576613.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/importbild-80984~_v-640x360_c-1764702576613.jpg\"\/><\/p>\n<p>Auch bei Alexandra Hardorf gab es einen falschen Befund.<\/p>\n<p>Bild: Radio Bremen<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Nach Informationen von buten un binnen wurden Gewebeproben von mindestens 34 Frauen falsch beurteilt \u2013 mit teils gravierenden gesundheitlichen Folgen.<\/p>\n<p>Am Klinikum Bremen-Mitte ist es seit Februar zu einer Serie von Fehlbefunden bei Brustkrebspatientinnen gekommen. Einige Patientinnen erhielten als Folge der falschen Befunde monatelang Chemo- und Antik\u00f6rpertherapien, obwohl diese gar nicht notwendig gewesen w\u00e4ren. Die falschen Behandlungen verursachten unter anderem starke Schmerzen, Haarausfall und Nervensch\u00e4den. &#8222;Jeden Morgen wacht man auf und wei\u00df nicht, was ist heute: Werde ich anfangen zu spucken, werde ich Durchfall haben, irgendwann war meine Stimme weg&#8220;, berichtet Sabine Haverkamp. Sie ist eine der Patientinnen, die aufgrund eines falschen Befundes eine viel zu drastische Therapie durchlaufen hat. Andere Betroffene wurden aufgrund der Fehleinsch\u00e4tzungen nicht ausreichend behandelt. <\/p>\n<p>Krankenhausgesellschaft r\u00e4umt Fehlerserie ein<\/p>\n<p>Die verantwortliche Krankenhausgesellschaft &#8222;Gesundheit Nord&#8220; (GENO) hat die Fehlerserie auf Nachfrage einger\u00e4umt. Bei den Betroffenen handelt es sich demnach ausschlie\u00dflich um Brustkrebs-Patientinnen. Die Ursache f\u00fcr die Fehlerserie steht laut GENO mittlerweile so gut wie fest: Eine \u00c4rztin in der Pathologie, die f\u00fcr die Bewertung der Gewebeproben verantwortlich ist, habe fehlerhaft gearbeitet. &#8222;Die \u00c4rztin, die die Befundung durchgef\u00fchrt hatte, ist von dieser Aufgabe entbunden worden&#8220;, teilt die Unternehmenssprecherin der GENO mit.<\/p>\n<p>Aufgefallen seien die Fehlbefunde, als der behandelnde Gyn\u00e4kologe bei zwei seiner Patientinnen festgestellt hat, dass der Krebs nicht wie erwartet auf die Therapie angesprochen hatte. Die Tumore schrumpften nicht so, wie der Arzt erwartet hatte. Daraufhin lie\u00df der Arzt die Befunde der Pathologie noch einmal \u00fcberpr\u00fcfen. Ein halbes Jahr hatte niemand im Klinikum Mitte bemerkt, dass in der Pathologie dramatische Fehler passiert waren. Nun begann die Aufarbeitung. \u00dcber 500 Befunde der zust\u00e4ndigen Pathologin wurden \u00fcberpr\u00fcft. Ergebnis: Die \u00c4rztin habe in 34 F\u00e4llen falsche Ergebnisse geliefert.<\/p>\n<p>Weitere Kliniken in Bremen betroffen<\/p>\n<p>Das Klinikum-Mitte ist nicht das einzige betroffene Krankenhaus. Die GENO r\u00e4umt ein, dass auch eine Patientin am Klinikum Bremen-Nord einen falschen Befund erhalten hat. Deutlich h\u00f6her ist die Zahl der Betroffenen nach Informationen von buten un binnen am Bremer St.-Josef-Stift. Beide Krankenh\u00e4user hatten Gewebeproben ihrer Brustkrebs-Patientinnen ebenfalls von der Pathologie des Klinikum-Mitte untersuchen lassen \u2013 auch dabei kam es offenbar zu Fehlbefunden.<\/p>\n<p>Die betroffenen Frauen sind laut GENO mittlerweile alle informiert. &#8222;Die (\u2026) Patientinnen waren in der \u00fcberwiegenden Mehrzahl nicht unter- sondern \u00fcberversorgt, so dass sich ihre Prognose nach menschlichem Ermessen durch die Therapie nicht verschlechtert hat&#8220;, sagt die Unternehmenssprecherin. Nach Bekanntwerden der Fehlerserie in der Pathologie, habe man ein Vier-Augen-Prinzip bei der entsprechenden Untersuchung eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Betroffene Patientinnen pr\u00fcfen nun rechtliche Schritte<\/p>\n<p>Eine dieser Frauen ist Alexandra Hardorf. Auch sie hat sich einer Therapie mit drastischen Nebenwirkungen ausgesetzt, die teilweise unn\u00f6tig war. &#8222;Ich habe vertraut und dieses Vertrauen wurde so hart gebrochen, dass ich mich total verletzt f\u00fchle&#8220;, sagt sie. Sie wolle vor allem erreichen, dass solche Fehler k\u00fcnftig nie wieder passieren.<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nBremen EIns, Nachrichten, 2. Dezember 2025, 20 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Standdatum: 2. Dezember 2025. 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