{"id":61981,"date":"2025-04-26T05:17:09","date_gmt":"2025-04-26T05:17:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/61981\/"},"modified":"2025-04-26T05:17:09","modified_gmt":"2025-04-26T05:17:09","slug":"wie-bereitet-sich-bremen-auf-den-kriegsfall-vor-herr-heinke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/61981\/","title":{"rendered":"Wie bereitet sich Bremen auf den Kriegsfall vor, Herr Heinke?"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\n<p>Standdatum: 26. April 2025.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nFelix Kr\u00f6mer und<br \/>\nAlexander Schnackenburg<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Die weltpolitische Lage ist unsicher. Auch Deutschland bereitet sich auf Schlimmeres vor. Aber was macht Bremen? Das sagt Daniel Heinke aus dem Bremer Innenressort. <\/p>\n<p>Es war Ende Februar, als US-Pr\u00e4sident Donald Trump und sein Vize JD Vance im Wei\u00dfen Haus den ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj vor versammelter Weltpresse mit Vorw\u00fcrfen \u00fcberzogen und das Treffen zwischen den Staatschefs abgebrochen wurde. F\u00fcr viele Beobachter aus Europa war sp\u00e4testens zu dem Zeitpunkt klar: Auf die USA, den gro\u00dfen Besch\u00fctzer der vergangenen Jahrzehnte, ist kein Verlass mehr \u2013 Europa muss nun auf eigenen F\u00fc\u00dfen stehen. Und in Anbetracht der Bedrohung aus Russland sollte das auch m\u00f6glichst schnell der Fall sein.<\/p>\n<p>Auch deswegen hat sich die neue Bundesregierung \u2013 wie schon die alte \u2013 zum Ziel gesetzt, Deutschland kriegst\u00fcchtig oder wehrf\u00e4hig zu machen. Sie hat dazu ein Sonderverm\u00f6gen bereitgestellt und die Schuldenbremse gelockert. Doch nicht nur milit\u00e4rische Aufr\u00fcstung ist n\u00f6tig, sondern auch ein wirksamer Zivil- und Katastrophenschutz. Gerade im Bereich Zivilschutz, sagen Experten, ist Deutschland extrem schlecht aufgestellt. Wie bereitet sich Bremen also auf den Kriegsfall vor? Mit dieser Frage muss sich Daniel Heinke, Abteilungsleiter f\u00fcr \u00f6ffentliche Sicherheit im Innenressort, auseinandersetzen.<\/p>\n<p>1 Ist es Panikmache, \u00fcber einen m\u00f6glichen Krieg zu sprechen?<\/p>\n<p>Nein, findet Daniel Heinke. Er schickt voraus, dass man in Bremen derzeit nicht mit kriegerischen Auseinandersetzungen rechne, auf die sich das Land vorbereiten m\u00fcsse. Trotzdem sei klar, dass sich die Sicherheitslage ver\u00e4ndert habe. Das m\u00fcsse man den Menschen transparent machen. Weshalb, erkl\u00e4rt Heinke ab Minute 3.04. <\/p>\n<p>2 Wie ist die aktuelle Bedrohungslage?<\/p>\n<p>Diese Frage lasse sich nicht auf Landesebene beantworten, sagt Heinke. Denn es fehle an eigenen Erkenntnissen dazu: &#8222;Wir sind darauf angewiesen, die Bewertung der Bundesregierung zu \u00fcbernehmen.&#8220; Derzeit sehe die Bundesregierung eine konkrete Bedrohung durch Russland. Zwar bef\u00fcrchte im Moment niemand einen Angriff auf Deutschland. Aber in osteurop\u00e4ischen Bereichen der NATO geht die Bundesregierung davon aus, dass schon in wenigen Jahren Russland zu einem Angriff in der Lage w\u00e4re. Darauf m\u00fcssten sich Deutschland als B\u00fcndnis-Partner und innerhalb Deutschlands die L\u00e4nder vorbereiten. Aber: Aufgrund seiner H\u00e4fen h\u00e4tte Bremen im Kriegsfall eine gr\u00f6\u00dfere strategische Bedeutung als andere St\u00e4dte, glaubt Heinke. Was das hei\u00dft \u2013 das erkl\u00e4rt er ab Minute 9.11. <\/p>\n<p>3 Wo sollen die Menschen im Land Bremen im Kriegsfall hin?<\/p>\n<p>Idealerweise k\u00f6nnen die Menschen im Falle eines Kriegs zuhause bleiben, sagt Heinke: &#8222;Wer jetzt erkl\u00e4rt: Wer keinen Bunker hat im Kriegsfall, der ist verloren im Kriegsfall \u2013 der m\u00f6chte Angst sch\u00fcren.&#8220;  <\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-simple\">\n<p class=\"citation-text\">In keinem Szenario gehen wir davon aus, dass Bremen Ziel von Luftangriffen wird.<\/p>\n<p>Daniel Heinke, Innenressort<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Er rechne nicht mit Zust\u00e4nden wie im Zweiten Weltkrieg, mit keiner unmittelbaren physischen Bedrohung. Wahrscheinlicher seien St\u00f6rungen logistischer Abl\u00e4ufe. Wie diese St\u00f6rungen aussehen k\u00f6nnten, sagt er Minute 15.50.<\/p>\n<p>4 Wie zuverl\u00e4ssig sind Bremens Warnsysteme?<\/p>\n<p>Das Land Bremen habe in den letzten Jahren mit Sirenen &#8222;nachger\u00fcstet&#8220;, sagt Heinke. Dar\u00fcber hinaus setze man auf die Warnungen \u00fcber Mobiltelefone, \u00fcber Apps wie &#8222;Nina&#8220;, die App des Bundesamts f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Hinzu k\u00e4men Warnungen \u00fcber den Rundfunk oder \u00fcber Verkehrsschilder. Etwas schwieriger gestalte sich der Schutz vor Cyber-Attacken. Wie hier die Bedrohungslage aussieht und was Bremen zu seinem Schutz tut, skizziert Heinke ab Minute 30.12. <\/p>\n<p>5 Was muss die Bev\u00f6lkerung im Kriegsfall leisten?<\/p>\n<p>Im Falle eines Kriegs oder auch einer Katastrophe sind nicht nur die Politik und die \u00f6ffentliche Verwaltung gefordert \u2013 sondern auch die Bev\u00f6lkerung. Sie muss nicht nur vorsorgen, indem sie sich beispielsweise kleine Vorr\u00e4te zulegt. Die Menschen m\u00fcssen unter Umst\u00e4nden auch aushalten, dass sie nicht genau wissen, was los ist. Weshalb das so schwierig f\u00fcr viele ist, und wieso es gleichzeitig darauf ankommt, dass sie es schaffen, erkl\u00e4rt Heinke ab Minute 41.33.<\/p>\n<p class=\"article-legal-agencies\"><strong>Quelle<\/strong>:<br \/>\nbuten un binnen.\n<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nbuten un binnen, 26. April 2025, 19.30 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Standdatum: 26. April 2025. Autorinnen und Autoren: Felix Kr\u00f6mer und Alexander Schnackenburg Die weltpolitische Lage ist unsicher. 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