{"id":619836,"date":"2025-12-03T07:18:20","date_gmt":"2025-12-03T07:18:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/619836\/"},"modified":"2025-12-03T07:18:20","modified_gmt":"2025-12-03T07:18:20","slug":"militarisierung-verteidigungs-milliarden-berlin-will-ein-stueck-vom-kuchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/619836\/","title":{"rendered":"Militarisierung \u2013 Verteidigungs-Milliarden: Berlin will ein St\u00fcck vom Kuchen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img314985\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/314985.jpeg\" alt=\"Nicht nur \u00fcben Soldat*innen in Berlin f\u00fcr den Krieg, in der Hauptstadt sollen sich au\u00dferdem noch mehr Unternehmen der Verteidigungsindustrie ansiedeln, um die Wirtschaft zu st\u00e4rken.\"\/><\/p>\n<p>Nicht nur \u00fcben Soldat*innen in Berlin f\u00fcr den Krieg, in der Hauptstadt sollen sich au\u00dferdem noch mehr Unternehmen der Verteidigungsindustrie ansiedeln, um die Wirtschaft zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Christophe Gateau<\/p>\n<p>\u00bbEs gibt sehr viel Geld, das in diesem Bereich zur Verf\u00fcgung steht\u00ab, sagt der Regierende B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) mit Blick auf die vom Bund beschlossenen Investitionen in Milliardenh\u00f6he in die Verteidigung. Nun will der Berliner Senat nicht einfach \u00bbzuschauen\u00ab, w\u00e4hrend sich die R\u00fcstungsindustrie in \u00bbS\u00fcddeutschland und in Westdeutschland\u00ab ansiedelt, so Wegner. Nein, Berlin soll zum \u00bbeurop\u00e4ischen Leuchtturm\u00ab werden f\u00fcr die sogenannte <a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193452.ruestungsindustrie-berlin-bits-und-bytes-fuer-die-kriegsmaschine.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193452.ruestungsindustrie-berlin-bits-und-bytes-fuer-die-kriegsmaschine.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Defence Technology<\/a> (DefTech), f\u00fcr Entwicklungen etwa von Software, Drohnentechnologie und Robotik, die zu Verteidigungszwecken eingesetzt werden k\u00f6nnen. Deshalb hat der Senat am Dienstag beschlossen, ein \u00bbDefTech-\u00d6kosystem\u00ab aufzubauen, um vor allem Ansiedlungen von Start-ups in diesem Bereich noch besser zu f\u00f6rdern, wie Wegner und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) w\u00e4hrend der anschlie\u00dfenden Pressekonferenz verk\u00fcnden.<\/p>\n<p>Giffey versucht, das gemeinte \u00bb\u00d6kosystem\u00ab zu erkl\u00e4ren: Es gehe dabei um die Rahmenbedingungen, die das Land Berlin schaffen kann, damit Unternehmen sich in der Hauptstadtregion ansiedeln. Dazu geh\u00f6rten klare \u00bbAnsprechstrukturen\u00ab, zur Verf\u00fcgung stehende Fl\u00e4chen in der Stadt und die F\u00f6rderpolitik der Investitionsbank Berlin. Schon jetzt gebe es 130 Unternehmen in Berlin und Brandenburg im Bereich der \u00bbSicherheits- und Verteidigungsindustrie\u00ab und weitere 430 Unternehmen, deren Produkte nicht vorrangig, aber <a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195729.raumfahrt-militarisierung-der-weltraummission.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195729.raumfahrt-militarisierung-der-weltraummission.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auch f\u00fcr diese Zwecke<\/a> eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Dieser gr\u00f6\u00dfere \u00bbDual Use\u00ab-Bereich soll in Zukunft besonders unterst\u00fctzt werden, etwa indem die F\u00f6rderrichtlinien der Investitionsbank Berlin \u00fcberpr\u00fcft und gegebenenfalls ver\u00e4ndert werden, um <a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195548.militarisierung-berlin-mit-blutroter-farbe-gegen-ruestungskonferenz.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195548.militarisierung-berlin-mit-blutroter-farbe-gegen-ruestungskonferenz.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unternehmensgr\u00fcndungen<\/a> zu f\u00f6rdern, sagt Giffey. Au\u00dferdem soll eine zentrale Stabstelle in der Senatskanzlei geschaffen werden, in der \u00bbdie F\u00e4den zusammenlaufen\u00ab und der Austausch mit der Bundesregierung und der Europ\u00e4ischen Union stattfinden soll, sagt Wegner.<\/p>\n<p>Die Politiker*innen erhoffen sich von den Ma\u00dfnahmen einen positiven Effekt auf das Wirtschaftswachstum in der Region, auch wenn Wegner auf der Pressekonferenz ebenfalls von \u00bbhybriden Gef\u00e4hrdungen\u00ab, einer \u00bbver\u00e4nderten Weltlage\u00ab und der Verantwortung Berlins f\u00fcr \u00bbSicherheit und Resilienz\u00ab spricht. Alleine die 130 Unternehmen in der Hauptstadtregion im <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195646.gesundheit-kriegsszenarien-fuer-die-krankenhaeuser.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bereich der Verteidigungsindustrie<\/a> machten einen Jahresumsatz von acht Milliarden Euro und besch\u00e4ftigten 26\u2009000 Menschen, so Giffey. Wer in der Region wirtschaftlich erfolgreich sei, der schaffe Arbeitspl\u00e4tze und zahle Steuern, so die Wirtschaftssenatorin. Der Regierende B\u00fcrgermeister sieht das genauso: \u00bbWir wollen deutlich machen, dass wir uns gerne anbieten und am Wirtschaftswachstum partizipieren wollen.\u00ab<\/p>\n<p>\u00dcber diese Einstellung des Senats zum Gesch\u00e4ft mit dem Krieg freut sich folgerichtig die Berliner Industrie- und Handelskammer. \u00bbDie IHK Berlin begr\u00fc\u00dft das klare Bekenntnis des Berliner Senats zur St\u00e4rkung des Defence-Standorts\u00ab, teilt deren Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Manja Schreiner mit. Investitionen \u00bbin Dual-Use-Technologien sowie in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie\u00ab k\u00f6nnten \u00bbInnovation, Wachstum und Besch\u00e4ftigung\u00ab schaffen. \u00bbDiese Chance d\u00fcrfen wir nicht ungenutzt lassen\u00ab, sagt Schreiner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nicht nur \u00fcben Soldat*innen in Berlin f\u00fcr den Krieg, in der Hauptstadt sollen sich au\u00dferdem noch mehr Unternehmen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":619837,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-619836","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115654421491724685","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/619836","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=619836"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/619836\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/619837"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=619836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=619836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=619836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}