{"id":620006,"date":"2025-12-03T09:08:15","date_gmt":"2025-12-03T09:08:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/620006\/"},"modified":"2025-12-03T09:08:15","modified_gmt":"2025-12-03T09:08:15","slug":"experte-sieht-perspektive-fuer-pokrowsk-nicht-besonders-positiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/620006\/","title":{"rendered":"Experte sieht Perspektive f\u00fcr Pokrowsk &#8222;nicht besonders positiv&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pokrowsk-120.jpg\" alt=\"Vom Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums zur Verf\u00fcgung gestellte Luftaufnahme eines besch\u00e4digten Geb\u00e4udes der Nationalen Technischen Universit\u00e4t in Pokrowsk, Ukraine.\" title=\"Vom Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums zur Verf\u00fcgung gestellte Luftaufnahme eines besch\u00e4digten Geb\u00e4udes der Nationalen Technischen Universit\u00e4t in Pokrowsk, Ukraine. | Russian Defense Ministry Press Service via AP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 03.12.2025 09:03 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Zehntausende russische Soldaten r\u00fccken im Osten der Ukraine vor. Zwar widerspricht Kiew Angaben aus Moskau, wonach mehrere Orte eingenommen worden seien. Doch selbst ukrainische Experten sehen Russland im Vorteil.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/kellermann-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Florian Kellermann\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/kellermann-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die K\u00e4mpfe in\u00a0Pokrowsk\u00a0im Donezbecken (Donbass)\u00a0dauern an &#8211; so stellt es die ukrainische Armeef\u00fchrung dar. Sie widerspricht damit der Darstellung aus Moskau, wonach die russische Armee die Stadt bereits vollkommen eingenommen habe.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das gelte auch f\u00fcr die Stadt\u00a0Wowtschansk, teilte die ukrainische Armeef\u00fchrung mit.\u00a0Auch f\u00fcr sie hatte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow am Montag erkl\u00e4rt, Russland habe sie eingenommen.\u00a0Wowtschansk\u00a0liegt ebenfalls in der Ostukraine, aber weiter n\u00f6rdlich.<\/p>\n<p>    Ukraine spricht von russischer Propaganda<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die russische Darstellung sei Propaganda,\u00a0erkl\u00e4rte die ukrainische Armeef\u00fchrung in einer Stellungnahme.\u00a0&#8222;Die gro\u00dfspurigen Erkl\u00e4rungen der politischen F\u00fchrung des\u00a0Aggressorstaats\u00a0entsprechen nicht der Wirklichkeit&#8220;, hei\u00dft es dort.\u00a0Russland\u00a0wolle so Einfluss auf\u00a0die westlichen Partner der Ukraine\u00a0und die laufenden Verhandlungen zwischen Russland und den USA nehmen.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ukrainische Milit\u00e4rs, die in\u00a0Pokrowsk\u00a0k\u00e4mpfen, best\u00e4tigten am Dienstag in ukrainischen Medien die anhaltenden K\u00e4mpfe dort. &#8222;Es ist gelungen, den Feind aus einigen Positionen wieder zu verdr\u00e4ngen&#8220;, erkl\u00e4rte Ihor\u00a0Tambijew,\u00a0Stabsfeldwebel\u00a0in\u00a0einer\u00a0Luftlandebrigade.\u00a0Tambijew\u00a0bezeichnete den Frontabschnitt in\u00a0Pokrowsk\u00a0jedoch als &#8222;einen der schwierigsten im Moment&#8220;.<\/p>\n<p>    Nebel h\u00e4lt ukrainische Drohnen auf<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Andere ukrainische Soldaten beschreiben die Situation deutlich dramatischer.\u00a0Die russischen Einheiten r\u00fcckten st\u00e4ndig vor, sagte\u00a0der Kommandeur einer Drohneneinheit\u00a0im ukrainischen Fernsehen. Dies liege vor allem am Wetter. Bisher sei es gelungen, den russischen Vormarsch durch sogenannte FPV-Drohnen aufzuhalten &#8211; also von Piloten gesteuerte Drohnen. Doch der anhaltende Nebel mache dies unm\u00f6glich. &#8222;Sie m\u00fcssen sich nicht einmal verstecken und k\u00f6nnen einfach \u00fcbers Feld laufen&#8220;, so der Soldat.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zum Hintergrund: Die ukrainischen Truppen sind an vielen Frontabschnitten zahlenm\u00e4\u00dfig deutlich unterlegen. Mit dem Einsatz von FPV-Drohnen, die vorr\u00fcckende russische Soldaten bek\u00e4mpfen, konnten sie das teilweise ausgleichen. Mit ihrer Hilfe kann ein Drohnenpilot\u00a0einen relativ\u00a0gro\u00dfen Teil der Front kontrollieren. Deshalb r\u00fcckte die russische Armee im Sommer meist nur in Kleinstgruppen von zwei bis drei Soldaten vor, die so hofften, unerkannt zu bleiben.\u00a0<\/p>\n<p>    Milit\u00e4ranalyst sieht Pokrowsk so gut wie verloren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Viele\u00a0ukrainische Milit\u00e4ranalysten\u00a0gehen nun\u00a0davon aus, dass Russland\u00a0Pokrowsk\u00a0zwar noch nicht eingenommen hat, dies aber in naher Zukunft\u00a0sehr wahrscheinlich\u00a0schaffen wird.\u00a0&#8222;Die Perspektiven sind milde gesagt nicht besonders positiv&#8220;, schrieb der Milit\u00e4rexperte\u00a0Kostyantyn\u00a0Maschowetz\u00a0in seinem Lagebericht vom Wochenende.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die ukrainische Armee werde\u00a0Pokrowsk, wie auch die benachbarte Stadt\u00a0Myrnohrad, &#8222;nach Lage der Dinge aufgeben m\u00fcssen&#8220;.\u00a0So sieht es auch der Milit\u00e4rbeobachter Serhij\u00a0Rachmanin. Der Ukraine fehlten die Ressourcen, um diese St\u00e4dte zu halten, sagte er in der vergangenen Woche.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Pokrowsk\u00a0w\u00e4re die erste gr\u00f6\u00dfere Stadt, die Russland seit fast zwei Jahren einnimmt &#8211; seit der Entscheidung um\u00a0Awdijiwka.\u00a0Die beiden St\u00e4dte\u00a0liegen etwa 50 Kilometer voneinander entfernt.\u00a0<\/p>\n<p>    Zehntausende russische Soldaten in der Region<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wie\u00a0Awdijiwka\u00a0ist\u00a0Pokrowsk nach jahrelangem Kampf eine Ruinenstadt.\u00a0Dennoch\u00a0hat\u00a0es strategische Folgen, wenn Russland die Stadt einnimmt,\u00a0meinen ukrainische Beobachter.\u00a0Derzeit binde die russische Armee dort nach verschiedenen Sch\u00e4tzungen mindestens 110.000 Soldaten, kommentierte der Milit\u00e4rexperte Wladyslaw Selesnjow gegen\u00fcber dem ukrainischen Online-Medium oboz.ua.<\/p>\n<blockquote class=\"zitat\">\n<p>                    Es wirkt wie ein Magnet, der eine riesige Menge an russischen Ressourcen an einen Frontabschnitt lenkt.<\/p>\n<p>Milit\u00e4rexperte Wladyslaw Selesnjow<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach der Einnahme von\u00a0Pokrowsk\u00a0k\u00f6nnte Russland diese Soldaten an anderen Frontabschnitten einsetzen, so Selesnjow.\u00a0<\/p>\n<p>    Fallen bald schon die n\u00e4chsten St\u00e4dte?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">N\u00e4chste Ziele Russlands d\u00fcrften dann die weiter n\u00f6rdlich gelegenen St\u00e4dte Slowjansk und Kramatorsk sein. Sie sind die\u00a0letzten gro\u00dfen St\u00e4dte im Donezbecken, die von der Ukraine kontrolliert werden.\u00a0Die Ukraine hat dort schon seit 2014 massive Verteidigungsstellungen aufgebaut. Russland fordert bei den Verhandlungen mit den USA derzeit, dass die Ukraine sie kampflos aufgibt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch ein gr\u00f6\u00dferer Vorsto\u00df Richtung Nordwesten w\u00fcrde f\u00fcr die russische Armee\u00a0nach der Einnahme von\u00a0Pokrowsk\u00a0m\u00f6glich,\u00a0meinen Experten &#8211; dann auf den Regierungsbezirk Dnipropetrowsk zu. Dort gibt es weniger Ortschaften und daher weniger M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine Verteidigung.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 03.12.2025 09:03 Uhr Zehntausende russische Soldaten r\u00fccken im Osten der Ukraine vor. 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