{"id":620143,"date":"2025-12-03T10:40:15","date_gmt":"2025-12-03T10:40:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/620143\/"},"modified":"2025-12-03T10:40:15","modified_gmt":"2025-12-03T10:40:15","slug":"hochverarbeitete-lebensmittel-gefaehrden-immer-mehr-kinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/620143\/","title":{"rendered":"Hochverarbeitete Lebensmittel gef\u00e4hrden immer mehr Kinder"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/pizza-tiefkuehl-100.jpg\" alt=\"Tiefgefrorene Pizzen laufen \u00fcber ein Transportband. \" title=\"Tiefgefrorene Pizzen laufen \u00fcber ein Transportband.  | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 03.12.2025 10:52 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Stark verarbeitete Lebensmittel pr\u00e4gen weltweit Speisepl\u00e4ne und die Werbung. Ein neuer UNICEF-Bericht zeigt, wie umfassend Kinder damit in Kontakt kommen &#8211; und welche Folgen das f\u00fcr sie, ihre Familien und f\u00fcr ganze L\u00e4nder hat.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Weltweit essen Kinder immer mehr hochverarbeitete Lebensmittel &#8211; mit gef\u00e4hrlichen Folgen f\u00fcr Gesundheit, Wachstum und Psyche. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Bericht des Kinderhilfswerks UNICEF, der zusammenfasst, wie sehr sogenannte ultra-verarbeitete Produkte (UPFs) den Alltag von Kindern und Jugendlichen bestimmen. Der Bericht baut auf einer k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/series-do\/ultra-processed-food\" title=\"Lancet-Ver\u00f6ffentlichung Lebensmittel\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Serie von Studien im medizinischen Fachjournal The Lancet<\/a> auf.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">UPFs bestehen h\u00e4ufig aus einer Mischung aus Zucker, Salz, ungesunden Fetten, industriellen St\u00e4rken und zahlreichen Zusatzstoffen wie Emulgatoren, Farbstoffen oder Aromastoffen. Viele Kinder werden weltweit schon in den ersten Lebensjahren damit konfrontiert, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n<p>    Mindestens eine S\u00fc\u00dfigkeit am Tag f\u00fcr viele Jugendliche<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Viele industriell hergestellte Beikostprodukte sind stark verarbeitet, und selbst in extremer Armut lebende Kleinkinder konsumieren h\u00e4ufig s\u00fc\u00dfe Getr\u00e4nke: In elf untersuchten L\u00e4ndern waren es 10 bis 35 Prozent der unter F\u00fcnfj\u00e4hrigen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit zunehmendem Alter steigt der Konsum weiter: 60 Prozent der Jugendlichen nahmen zuletzt mindestens ein s\u00fc\u00dfes Produkt am Tag zu sich. In vielen Industriel\u00e4ndern stammen mehr 50 Prozent der t\u00e4glichen Kalorien aus UPFs.<\/p>\n<p>    Ziel der Hersteller: Dass Kinder immer wieder zugreifen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Diese Lebensmittel seien f\u00fcr die Industrie zwar profitmaximierend, aber nicht kindgerecht, so die UNICEF-Analyse. Die Inhaltsstoffe ver\u00e4ndern die Textur und verl\u00e4ngern die Haltbarkeit. Sie sollen Snacks, Fr\u00fchst\u00fcckszerealien, Joghurts oder Fertiggerichte so weich, s\u00fc\u00df oder aromatisch machen, dass sie m\u00f6glichst leicht zu essen sind und Kinder immer wieder zu ihnen greifen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch zu viel Zucker belastet nicht nur die Z\u00e4hne, sondern vor allem auch den Stoffwechsel: Er l\u00f6st eine starke Aussch\u00fcttung von Insulin im K\u00f6rper aus &#8211; was Fettansammlungen beg\u00fcnstigt und langfristig das Risiko f\u00fcr Diabetes erh\u00f6ht. Der Anteil \u00fcbergewichtiger Kinder und Jugendlicher hat sich laut UNICEF seit 2000 verdoppelt. 2025 habe es <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/unicef-kinder-fettleibigkeit-100.html\" title=\"UNICEF: Erstmals mehr Kinder fettleibig als untergewichtig\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">erstmals mehr adip\u00f6se als untergewichtige Kinder<\/a> gegeben.<\/p>\n<p>    \u00dcbergewichtig und gleichzeitig mangelern\u00e4hrt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zu viel Salz hingegen erh\u00f6he Blutdruckrisiken und belaste die Nieren &#8211; besonders bei Kindern, so UNICEF. Raffinierte St\u00e4rken lassen den Blutzucker schnell ansteigen und wieder abfallen, was Hei\u00dfhunger f\u00f6rdert. Zusatzstoffe wie Emulgatoren k\u00f6nnen das kindliche Mikrobiom st\u00f6ren und Entz\u00fcndungen f\u00f6rdern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Wirkung sei zweifach, hei\u00dft es in dem Bericht: UPFs f\u00f6rdern \u00dcbergewicht, weil sie viele dicht gepackte Kalorien haben und leicht zu essen sind. Und sie beg\u00fcnstigen Mangelern\u00e4hrung, weil sie wenig Vitamine und Mineralstoffe liefern und vollwertige Lebensmittel verdr\u00e4ngen. Studien zeigen zudem Verbindungen etwa zu chronischen Wachstumsst\u00f6rungen, Depression, Hyperaktivit\u00e4t und Schulleistungsproblemen.<\/p>\n<p>    Billige S\u00fc\u00dfigkeiten verursachen hohe Kosten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Obwohl UPFs an der Supermarktkasse oft billig wirken, seien sie langfristig teuer: F\u00fcr viele Familien steigen die Kosten sp\u00e4ter indirekt durch h\u00e4ufigere Arztbesuche, h\u00f6here Ausgaben f\u00fcr Medikamente und Krankheiten, die mit schlechter Ern\u00e4hrung zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Problem l\u00e4ge nicht an falschen Entscheidungen einzelner Familien, schreibt UNICEF, sondern an aggressivem Marketing und einer von Konzernen dominierten Lebensmittelumgebung. Die gro\u00dfe Mehrheit der Jugendlichen weltweit s\u00e4he st\u00e4ndig Werbung f\u00fcr Softdrinks, Snacks oder Fast Food &#8211; selbst in Konfliktregionen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Schulen, Sportst\u00e4tten und Kitas w\u00fcrden h\u00e4ufig durch Sponsoren-Deals mit UPF-Produkten geflutet. L\u00f6sungsans\u00e4tze k\u00f6nnten laut UNICEF umfassende Werbeverbote, deutliche Warnhinweise auf der Vorderseite von Verpackungen sowie ein konsequentes Verbot von UPFs und Sponsoring an Schulen sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 03.12.2025 10:52 Uhr Stark verarbeitete Lebensmittel pr\u00e4gen weltweit Speisepl\u00e4ne und die Werbung. 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