{"id":620477,"date":"2025-12-03T14:05:16","date_gmt":"2025-12-03T14:05:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/620477\/"},"modified":"2025-12-03T14:05:16","modified_gmt":"2025-12-03T14:05:16","slug":"kolumbiens-praesident-kritisiert-trump-scharf-dw-03-12-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/620477\/","title":{"rendered":"Kolumbiens Pr\u00e4sident kritisiert Trump scharf \u2013 DW \u2013 03.12.2025"},"content":{"rendered":"<p>Die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-vereinigte-staaten-amerika\/t-17286012\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> haben bereits zus\u00e4tzliche Soldaten in der Karibik zusammengezogen. Mehrere US-Kriegsschiffe wurden auf Gehei\u00df von Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> in die Region verlegt, darunter der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-venezuela-konflikt-spannungen-flugzeugtr\u00e4ger-uss-gerald-r-ford-lateinamerika-k\u00fcste\/a-74710985\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gr\u00f6\u00dfte Flugzeugtr\u00e4ger der Welt<\/a>. Vorgebliches Ziel: der Kampf gegen den organisierten Drogenschmuggel aus Lateinamerika in die USA.<\/p>\n<p>Bislang richtete sich der Einsatz haupts\u00e4chlich gegen Schmugglerbanden angeblich aus <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/venezuela\/t-17477267\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Venezuela<\/a>. Was zu Vermutungen f\u00fchrte, Trump gehe es gar nicht um den Kampf gegen Drogen, sondern um den linksgerichteten venezolanischen Machthaber <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/nicol\u00e1s-maduro\/t-47264148\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nicol\u00e1s Maduro<\/a> und die massiven \u00d6lreserven Venezuelas.<\/p>\n<p>Weitere Staaten in Trumps Blickfeld<\/p>\n<p>Nun geraten offenbar auch andere s\u00fcdamerikanische Staaten ins Blickfeld des US-Pr\u00e4sidenten. Trump schlie\u00dft nicht aus, neben Venezuela auch andere L\u00e4nder bei seinem Kampf gegen den Drogenschmuggel ins Visier zu nehmen.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74997454\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74997454_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"USA Washington D.C. 2025 | Donald Trump spricht, als er gerade die T\u00fcr des Kabinettssaals von innen \u00f6ffnen will (02.12.2025)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>US-Pr\u00e4sident Trump (beim Verlassen der Kabinettssitzung am Dienstag): &#8222;Nicht nur Venezuela&#8220;Bild: Brian Snyder\/REUTERS<\/p>\n<p>Er habe geh\u00f6rt, dass <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/kolumbien\/t-18502519\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kolumbien<\/a> in Fabriken Kokain herstelle, das dann in die USA verkauft werde, sagte Trump am Dienstag nach einer Kabinettssitzung vor Medienvertretern in Washington. &#8222;Jeder, der das tut und es in unser Land verkauft, muss mit Angriffen rechnen.&#8220; Auf Nachfrage von Reportern, wen das betreffe, f\u00fcgte der Pr\u00e4sident vieldeutig hinzu: &#8222;Nicht nur Venezuela.&#8220;<\/p>\n<p>Kolumbien ist gr\u00f6\u00dfter Kokainproduzent<\/p>\n<p>Schon am Montag hatte Trump verk\u00fcndet, es k\u00f6nne jederzeit Angriffe gegen Drogenlabore geben &#8211; egal in welchem Land. Gemeint k\u00f6nnte damit auch Kolumbien sein. Das s\u00fcdamerikanische Land gilt als gr\u00f6\u00dfter Kokainproduzent der Welt. Wie die Katholische Nachrichtenagentur KNA meldet, stieg unter dessen Pr\u00e4sident Gustavo Petro die Kokainproduktion deutlich an.<\/p>\n<p>Trump nannte ihn einen Drogenh\u00e4ndler, ohne allerdings Beweise vorzulegen. Pikant daran: Kolumbien ist das einzige Partnerland der NATO in S\u00fcdamerika.<\/p>\n<p>Warnung aus Kolumbien<\/p>\n<p>Petro reagierte auf die vieldeutigen Aussagen aus dem Wei\u00dfen Haus in Washington scharf: &#8222;Bedrohen Sie nicht unsere Souver\u00e4nit\u00e4t, sonst wecken Sie den Jaguar&#8220;, warnte der kolumbianische Pr\u00e4sident: &#8222;Ein Angriff auf unsere Souver\u00e4nit\u00e4t ist eine Kriegserkl\u00e4rung.&#8220;<\/p>\n<p>Die Beziehungen zwischen den Regierungen in Bogot\u00e1 und Washington haben sich in letzter Zeit massiv verschlechtert. Die US-Regierung wirft Petro mangelnde Entschlossenheit im Kampf gegen die Drogenkartelle vor und verh\u00e4ngte Sanktionen gegen den linken Politiker. Gustavo Petro lud Donald Trump nun nach Kolumbien ein, wo er ihm zeigen k\u00f6nne, wie Drogenlabore t\u00e4glich zerst\u00f6rt w\u00fcrden, damit kein Kokain in die USA gelange.<\/p>\n<p>Seit Wochen versch\u00e4rft Trump den Ton und das Vorgehen gegen\u00fcber Kolumbiens Nachbarland Venezuela. Dabei schie\u00dft die US-Marine auch scharf auf angebliche Schmugglerboote in der Karibik: Bei diesen Eins\u00e4tzen wurden nach Angaben aus Washington bereits mehr als 80 Menschen get\u00f6tet. Trump genehmigte auch verdeckte Eins\u00e4tze des US-Auslandsgeheimdienstes <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/cia\/t-17543131\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CIA<\/a> in Venezuela.<\/p>\n<p>Venezuelas Machthaber Maduro soll laut Einsch\u00e4tzung der USA Chef des Drogenkartells &#8222;Soles&#8220; sein. Zwar haben B\u00fcrgerrechtsorganisationen dem Regime in Caracas schwerste Menschenrechtsverletzungen wie au\u00dfergerichtliche Hinrichtungen, Folter und die Flucht von acht Millionen Menschen nachgewiesen. Dass Maduro ein Kartellboss sein soll, gilt dagegen nicht als zweifelsfrei belegt. W\u00e4hrend die Trump-Administration von einem legitimen Kampf gegen &#8222;Drogenterroristen&#8220; spricht, werten Kritiker das Vorgehen der USA als Versto\u00df gegen das V\u00f6lkerrecht.<\/p>\n<p>Kritik von Papst und Bisch\u00f6fen<\/p>\n<p>Inzwischen mehren sich kritische Stimmen aus der Kirche zum Vorgehen der USA. Vorneweg \u00e4u\u00dferte sich Papst <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/papst-leo-xiv\/t-72485491\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leo XIV<\/a>. und zeigte sich besorgt \u00fcber Trumps Strategie. Das katholische Kirchenoberhaupt, selbst US-Amerikaner, nannte die M\u00f6glichkeit einer US-Invasion eine Gefahr.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74997432\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74997432_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Vatikan Rom 2025 | Papst Leo XIV. bei einer Pressekonferenz im  Flugzeug (02.12.2025)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Papst Leo XIV. (auf dem R\u00fcckflug nach Rom am Dienstag): Besorgt \u00fcber Trumps StrategieBild: Baris Seckin\/Anadolu\/picture alliance<\/p>\n<p>Der Papst riet am Dienstag w\u00e4hrend des R\u00fcckflugs von seiner <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/papst-leo-xiv-libanon-besuch-beirut-messe\/a-74983203\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Libanon-Reise<\/a>, den Dialog zu suchen. Auch wirtschaftlicher Druck sei besser als ein Milit\u00e4rkonflikt. Ein Krieg w\u00fcrde am Ende die Bev\u00f6lkerung am meisten treffen, nicht die politischen F\u00fchrer, gab Leo XIV. zu bedenken.<\/p>\n<p>Auf Puerto Rico, einem Au\u00dfengebiet der USA, kritisierte die lokale Bischofskonferenz die Militarisierung ihrer Insel und der Karibikregion durch die USA und warnte vor einer m\u00f6glichen Eskalation eines Krieges mit Venezuela. Von den 15.000 in der Karibik befindlichen US-Soldaten befinden sich derzeit 5000 in Puerto Rico.<\/p>\n<p>&#8222;Wir sind uns der strukturellen Ungerechtigkeiten bewusst, die einige politische Systeme benachbarter V\u00f6lker mit sich bringen, und wir verurteilen den Drogen- und Waffenhandel in unserer Karibikregion&#8220;, hei\u00dft es in einer nun von allen Bisch\u00f6fen Puerto Ricos unterzeichneten Erkl\u00e4rung. Aber Dialog und Diplomatie der Regierungen m\u00fcssten immer \u00fcber den Konflikten stehen, &#8222;um Krieg um jeden Preis zu vermeiden&#8220;.<\/p>\n<p>AR\/se (dpa, kna, ap, rtr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die USA haben bereits zus\u00e4tzliche Soldaten in der Karibik zusammengezogen. 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