{"id":620499,"date":"2025-12-03T14:17:14","date_gmt":"2025-12-03T14:17:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/620499\/"},"modified":"2025-12-03T14:17:14","modified_gmt":"2025-12-03T14:17:14","slug":"projekt-upluse-schafft-wichtigen-schritt-richtung-regelversorgung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/620499\/","title":{"rendered":"Projekt UPlusE schafft wichtigen Schritt Richtung Regelversorgung"},"content":{"rendered":"<p>03.12.2025<\/p>\n<p><strong>Jede f\u00fcnfte Frau leidet in der Zeit rund um die Geburt ihres Kindes an Depressionen und Angstst\u00f6rungen. Oft bleiben die sogenannten peripartalen Depressionen, von denen auch V\u00e4ter betroffen sind, g\u00e4nzlich unentdeckt. Um hier Abhilfe zu schaffen und m\u00f6gliche Depressionen schon fr\u00fch zu identifizieren, wurde 2023 das Versorgungs-Forschungsprojekt UPlusE am Klinikum N\u00fcrnberg ins Leben gerufen. Seit Beginn der Studie wurden teilnehmende Familien im Rahmen der Untersuchungen beim Frauen- oder Kinderarzt zu ihrem psychischen Befinden befragt und im Fall der F\u00e4lle an die passenden Hilfsstellen vermittelt. Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G\u2013BA) gef\u00f6rderte Studie verl\u00e4uft so erfolgreich, dass die Betriebskrankenkassen das Screening bis zu einer \u00dcberf\u00fchrung in die Regelversorgung ab Juli 2026 als Zusatzleistung f\u00fcr ihre Versicherten aufnehmen.<\/strong><\/p>\n<p>Von rund 13.000 M\u00e4nnern und Frauen, die seit Februar 2024 an dem Screening-Programm teilgenommen haben, berichteten mehr als 20 Prozent der werdenden M\u00fctter und \u00fcber 15 Prozent der V\u00e4ter von ernstzunehmenden depressiven Symptomen vor und nach der Geburt. \u201eDie Zahlen zeigen, dass es eine Versorgungsl\u00fccke gibt. Gerade in der Schwangerschaft und dem ersten Lebensjahr werden wesentliche Weichen f\u00fcr die psychische Gesundheit der Kinder und der ganzen Familie gestellt\u201c, sagt Dr. Susanne Simen, Ober\u00e4rztin an der Klinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie sowie Leiterin der Mutter-Kind-Tagesklinik am Klinikum N\u00fcrnberg. Als Peripartalpsychiaterin und Konsortialf\u00fchrerin hat sie das UPlusE-Projekt gemeinsam mit Chefarzt Prof. Dr. Christoph Fusch von der N\u00fcrnberger Klinik f\u00fcr Neugeborene, Kinder und Jugendliche und dem multidisziplin\u00e4ren Konsortialteam ma\u00dfgeblich in die Wege geleitet.<\/p>\n<p>Zusatzleistung bei den Betriebskrankenkassen ab 1. Juli 2026<\/p>\n<p>Unbehandelte psychische Erkrankungen k\u00f6nnen chronisch werden, zu Suizidalit\u00e4t f\u00fchren und langfristige Folgen f\u00fcr die Entwicklung der Kinder haben. \u201eWir freuen uns deshalb sehr, dass unser Projekt \u00fcberzeugt hat und bei den beteiligten Betriebskrankenkassen schon ab dem 1. Juli 2026 und damit noch vor Studienablauf als Leistungsbestandteil in den Selektivvertrag \u201aSTARKE KIDS by BK\u2018 aufgenommen wird,\u201c so Dr. Simen weiter. Damit k\u00f6nnen Versicherte direkt von dieser neuen Versorgungsform profitieren.<\/p>\n<p>Praktisch nutzbar per App<\/p>\n<p>Die Abk\u00fcrzung UPlusE steht f\u00fcr U-Untersuchung f\u00fcr Kinder plus Eltern beim P\u00e4diater zur F\u00f6rderung der kindlichen Entwicklung mit Impuls aus frauen\u00e4rztlicher Schwangerenvorsorge. Dahinter verbirgt sich ein standardisiertes Screening, das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gef\u00f6rdert wird, digital arbeitet und eingebettet ist in ein fl\u00e4chendeckendes, deutschlandweites Netzwerk. Eingebunden in UPlusE sind neben \u00c4rzten sogenannte Psych-Behandler und Therapeuten \u2013 allesamt Fachleute, die im Fall der F\u00e4lle eine zeitnahe Behandlung garantieren k\u00f6nnen. Auch Angebote wie \u201eFr\u00fche Hilfen\u201c, Beratungsstellen und Selbsthilfevereine sind Teil des Netzwerks und k\u00f6nnen betroffene Familien schnell und kompetent an geeignete Hilfen vermitteln.<\/p>\n<p>Dabei ist die Handhabung einfach. Dank der Unterst\u00fctzung durch den Berufsverband der Kinder- und Jugend\u00e4rzt*innen (BVKJ) und den Berufsverband der Frauen\u00e4rzte (BVF), die bereits \u00fcber ein digitales Netzwerk verf\u00fcgen, konnten die Frageb\u00f6gen via Praxis-App an die M\u00fctter und V\u00e4ter geschickt und ausgef\u00fcllt werden \u2013 der Aufwand f\u00fcr die Praxen war dementsprechend gering. \u201eIn der klinischen Praxis zeigt UPlusE eindrucksvoll, wie ein systematisches und praktisch nutzbares Screening mit anschlie\u00dfender fr\u00fchzeitiger Behandlung den Lebensweg von Familien positiv ver\u00e4ndern kann\u201c, fasst Dr. Simen zusammen. Deshalb m\u00fcsse es das langfristige Ziel sein, UPlusE in die Regelversorgung aller gesetzlichen Krankenkassen zu \u00fcberf\u00fchren.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zu einer besseren Gesundheitsversorgung von Familien<\/p>\n<p>Auch Dr. Ralf Langej\u00fcrgen, Vorstand des BKK Landesverbandes Bayern, ist \u00fcberzeugt, dass UPlusE eine sinnvolle Erweiterung des Leistungskatalogs der Betriebskrankenkassen sein wird. \u201eDieses Projekt zeigt hervorragend, wie bedarfsorientierte Innovationsfondsstudien zu einer besseren Gesundheitsversorgung beitragen k\u00f6nnen. Als ausgesprochen familiennahe Kassenart sind die Betriebskrankenkassen sehr daran interessiert, junge Familien zu unterst\u00fctzen und ihnen den bestm\u00f6glichen Start in diese neue, wichtige Phase des Lebens zu geben. Mit der Entscheidung, UPlusE als Zusatzleistung in unseren Selektivvertrag aufzunehmen, unterst\u00fctzen wir die Arbeit der Kinder\u00e4rztinnen und Kinder\u00e4rzte und des neu gegr\u00fcndeten digitalen Netzwerks. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Pr\u00e4vention peripartaler Depressionen. Beim Berufsverband der Kinder- und Jugend\u00e4rzt*innen (BVKJ) st\u00f6\u00dft UPlusE auf gro\u00dfe Resonanz. Bundesvorstand Dr. Ronny Jung: \u201eWir sind sehr stolz darauf, dazu beigetragen zu haben, UPlusE zu einem solch erfolgreichen Projekt gemacht zu haben.\u201c In vielen Praxen sei der Einsatz der Praxis-App \u201eMeine p\u00e4diatrische Praxis\u201c inzwischen fest etabliert und erleichtere die Kommunikation mit den Familien. \u201eDas ist ein Beispiel f\u00fcr moderne digitale Versorgung, die fach\u00fcbergreifend den Familien zugutekommt. In diesem Fall werden auch Versorgungsangebote von Gesundheitssystem und Jugendhilfesystem miteinander vernetzt. Das zeigt sehr eindrucksvoll, wie gute digitale Angebote dazu f\u00fchren k\u00f6nnen, neue und auch bestehende Strukturen zusammenzubringen\u201c, betont Dr. Michael Hubmann, Pr\u00e4sident des BVKJ und niedergelassener Kinder- und Jugendarzt.<\/p>\n<p><strong>Bild:<\/strong> Dr. Susanne Simen ist Ober\u00e4rztin an der Klinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie sowie Leiterin der Mutter-Kind-Tagesklinik am Klinikum N\u00fcrnberg. Als Peripartalpsychiaterin und Konsortialf\u00fchrerin hat sie das UPlusE-Projekt mit einem bundesweiten Netzwerk ins Leben gerufen. Kernst\u00fcck ist der Screeningbogen, den sie mit ihren Patientinnen und Patienten bespricht.<\/p>\n<p><strong>Foto:<\/strong> Julia Peter \/ Klinikum N\u00fcrnberg<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.klinikum-nuernberg.de\/fileadmin\/user_upload\/Flyer_Dokumente_Verwaltung\/Unternehmenskommunikation_UK\/Pressemitteilungen_PDFs_2025\/PM_Projekt_UPlusE_am_Klinikum_Nuernberg_schafft_wichtigen_Schritt_in_Richtung_Regelversorgung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung zum Herunterladen (PDF)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"03.12.2025 Jede f\u00fcnfte Frau leidet in der Zeit rund um die Geburt ihres Kindes an Depressionen und Angstst\u00f6rungen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4958,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1837],"tags":[4353,4350,4351,4352,4355,4354,1187,142,4356,4357,4361,4360,772,4343,4362,3364,4363,29,4364,4336,4341,4388,4340,4346,4348,4365,4347,4366,4367,4368,4370,4371,30,4372,4373,4377,4378,4380,4384,4383,4386,4387,4389,4390,4376,4345,4385,4391,4379,4394,4344,4392,3263,4393,4349,4374,4395,4358,4338,4359,4342,3783,4337,4375,4396,4382,4369,4339,4381],"class_list":{"0":"post-620499","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nuernberg","8":"tag-a-r-z","9":"tag-allgemeinchirurgie","10":"tag-altersmedizin-alterstraumazentrum","11":"tag-ambulante-rehabilitation","12":"tag-anaesthesiologie","13":"tag-arz","14":"tag-arzt","15":"tag-aerzte","16":"tag-aesthetische-chirurgie","17":"tag-aufnahme","18":"tag-augenheilkunde-brustzentrum","19":"tag-augenklinik","20":"tag-bayern","21":"tag-clinic","22":"tag-darmkrebszentrum","23":"tag-de","24":"tag-dermatologie","25":"tag-deutschland","26":"tag-diabetologie","27":"tag-doctor","28":"tag-doktor","29":"tag-e-herz-erkrankungen","30":"tag-emergency","31":"tag-erlangen","32":"tag-franken","33":"tag-fuer-erwachsene-gastroenterologie-fuer-erwachsene-geburtshilfe","34":"tag-fuerth","35":"tag-gefaesschirurgie","36":"tag-geriatrie","37":"tag-geriatrische","38":"tag-gerinnungsambulanz-klinikum-nord","39":"tag-gerinnungsambulanz-klinikum-sued","40":"tag-germany","41":"tag-gynaekologie","42":"tag-hals","43":"tag-haematologie","44":"tag-haematologisch-onkologische-ambulanz","45":"tag-hand-chirurgie","46":"tag-haut-tumorzentrum","47":"tag-hautklinik","48":"tag-hepatologie","49":"tag-herz-chirurgi","50":"tag-herz-gefaess-zentrum","51":"tag-hgz","52":"tag-hno","53":"tag-hospital","54":"tag-htz","55":"tag-hygiene","56":"tag-im-ambulanten-behandlungscentrum-klinikum-nord","57":"tag-infektiologie-hypertensiologie","58":"tag-kliniken","59":"tag-klinikhygiene","60":"tag-krankenhaus","61":"tag-mikrobiologie","62":"tag-mittelfranken-abdominalchirurgie-allergologie","63":"tag-nasen","64":"tag-nbg","65":"tag-notaufnahme","66":"tag-notfall","67":"tag-notfallambulanz","68":"tag-nuremberg","69":"tag-nuernberg","70":"tag-nurse","71":"tag-ohrenheilkunde","72":"tag-schoen","73":"tag-schwerbrandverletzte","74":"tag-tagesklinik","75":"tag-treatment","76":"tag-verbrennungszentrum"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/620499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=620499"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/620499\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4958"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=620499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=620499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=620499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}