{"id":62104,"date":"2025-04-26T06:24:18","date_gmt":"2025-04-26T06:24:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/62104\/"},"modified":"2025-04-26T06:24:18","modified_gmt":"2025-04-26T06:24:18","slug":"desinformationskampagne-in-bulgarien-falschnachrichten-ueber-euro-beitritt-und-eu-kursieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/62104\/","title":{"rendered":"Desinformationskampagne in Bulgarien: Falschnachrichten \u00fcber Euro-Beitritt und EU kursieren"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg.svg+xml\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>Bulgarien macht Fortschritte auf dem Weg zum geplanten Beitritt zur Eurozone bis 2026 &#8211; gleichzeitig kursieren Desinformationen in der nationalen Debatte rundum die Einf\u00fchrung des Euros.<\/p>\n<p>Die bulgarische, pro-russische Partei Vazrazhdane (Wiedergeburt), auch bekannt als Revival, ist einer der Hauptverantwortlichen f\u00fcr die Verbreitung der Desinformationen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/icon-cross-10x10-grey-6.svg.svg+xml\" width=\"10\" height=\"10\" alt=\"Close advertising\" fetchpriority=\"high\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Im Rahmen einer Protestaktion gegen die Eurozone versuchten Revival-Mitglieder den Sitz der EU-Vertretung in Sofia zu st\u00fcrmen. Die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, Ursula von der Leyen bezeichnete den Angriff als &#8222;ungeheuerlich&#8220;.<\/p>\n<p>Bulgarien ist der Europ\u00e4ischen Union 2007 beigetreten, das Zieldatum f\u00fcr den Beitritt zur Eurozone wurde jedoch mehrfach verschoben.<\/p>\n<p>Kann Europa auf pers\u00f6nliche Ersparnisse von B\u00fcrgern zugreifen?<\/p>\n<p>Die Europaabgeordnete und Revival-Mitglied Rada Laykova behauptete, Europa wolle pers\u00f6nliche Ersparnisse von B\u00fcrgern beschlagnahmen, sollten sie es nicht innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens ausgeben.<\/p>\n<p>Im selben Interview f\u00fcgte Laykova hinzu, dass Europa dar\u00fcber diskutiere, dieses Geld zur Finanzierung von Milit\u00e4rprojekten zu verwenden. <\/p>\n<p>Die Anschuldigten folgten auf zwei Ank\u00fcndigungen der EU-Kommission im M\u00e4rz. Die Kommission pr\u00e4sentierte einen Vier-Jahres-Plan zur Mobilisierung von 800 Milliarden Euro f\u00fcr die europ\u00e4ische Aufr\u00fcstung sowie einen Vorschlag zur Gr\u00fcndung einer Spar- und Investitionsunion.<\/p>\n<p>Die Spar- und Investitionsunion soll die Europ\u00e4er ermutigen soll, ihre Ersparnisse in EU-Verm\u00f6genswerte zu investieren, anstatt sie auf Bankkonten liegen zu lassen. Die Ersparnisse der Europ\u00e4er sind durch gleichzeitig eine Reihe von Rechtsmechanismen gesch\u00fctzt und k\u00f6nnen nicht wahllos beschlagnahmt werden, wie es von der Revival-Partei dargestellt wird.  <\/p>\n<p>&#8222;Die Revival-Partei nimmt echte Diskussionen, die Europa f\u00fchrt, aus dem Kontext, indem sie Worte aus offiziellen Dokumenten \u00fcber die Spar- und Investitionsunion herausnimmt und mit falschen Informationen vermischt&#8220;, sagte Ruslan Stefanov, Chef\u00f6konom des Zentrums f\u00fcr das Studium der Demokratie, gegen\u00fcber Euronews.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende der Revival-Partei, Kostadin Kostadinov, behauptet zudem, dass die B\u00fcrger nach dem Beitritt Bulgariens zur Eurozone ihre Ersparnisse verlieren w\u00fcrden. Als Konsequenz eines neu eingef\u00fchrten Wechselkurses, wie Kostadinov meint.<\/p>\n<p>Das bulgarische Parlament hat allerdings ein Gesetz \u00fcber die Einf\u00fchrung des Euro verabschiedet. Dieses schreibt einen festen Wechselkurs zwischen dem Euro und der bulgarischen W\u00e4hrung Lew vor. Das Gesetz bestimmt au\u00dferdem, dass sich die Zinss\u00e4tze f\u00fcr Kredite nach dem Beitritt zur Eurozone nicht \u00e4ndern werden.<\/p>\n<p>Eine Desinformationskampagne mit russischer Beteiligung<\/p>\n<p>Die Behauptungen der Revival-Partei sind Teil einer breiter angelegten Desinformationskampage, die der Eurozone und Europa im Allgemeinen schaden soll. <\/p>\n<p>Pravda, ein Netzwerk von \u00fcber 190 Websites, spielt dabei eine Schl\u00fcsselrolle und  verbreitet kremlfreundliche Narrative in Dutzenden von Sprachen.  <\/p>\n<p>Das Zentrum f\u00fcr Information, Demokratie und Staatsb\u00fcrgerschaft an der amerikanischen Universit\u00e4t in Bulgarien untersuchte zwischen Dezember 2024 und M\u00e4rz 2025 mehr als 640.000 Ver\u00f6ffentlichungen in diesem Netzwerk. Die Analyse ergab, dass Bulgarien zu den zehn L\u00e4ndern geh\u00f6rt, die am st\u00e4rksten im Visier der Propaganda des Pravda-Netzwerks stehen.<\/p>\n<p>&#8222;Russlands Bem\u00fchungen, Desinformationen \u00fcber die Eurozonen-Kampagne in Bulgarien zu verbreiten, sind hochgradig koordiniert. Sie basieren auf einem riesigen und gut finanzierten \u00d6kosystem, das offizielle russische Staatsmedien mit einem Netz inoffizieller Akteure, wie Webseiten, Blogs und Influencern in Bulgarien, verbindet&#8220;, sagte Svetoslav Malinov, Analyst des Zentrums f\u00fcr Demokratie, gegen\u00fcber Euronews.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg.svg+xml\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNGWarum ist Bulgarien anf\u00e4llig f\u00fcr diese Desinformation?<\/p>\n<p>Bulgarien war w\u00e4hrend des Kalten Krieges einer der loyalsten Satellitenstaaten der Sowjetunion.<\/p>\n<p>Diese historische Beziehung macht Bulgarien besonders anf\u00e4llig f\u00fcr russische Desinformation.  Zudem weist Bulgarien im europ\u00e4ischen Vergleich ein relativ niedriges Bildungsniveau und eine geringe Medienkompetenz auf.<\/p>\n<p>Laut dem L\u00e4nderbericht der Digitalen Dekade 2023 verf\u00fcgen 31 % der Bulgaren \u00fcber digitale Grundkenntnisse und liegen damit unter dem EU-Durchschnitt von 54 %.<\/p>\n<p>Der Euro als sichtbares Symbol der EU-Einheit sei ein leichtes und wirkungsvolles Ziel f\u00fcr Desinformationskampagnen aus Russland, meint Analyst Malinov.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg.svg+xml\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WERBUNG Bulgarien macht Fortschritte auf dem Weg zum geplanten Beitritt zur Eurozone bis 2026 &#8211; gleichzeitig kursieren Desinformationen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":62105,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,28206,28205,548,663,158,3934,3935,20933,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-62104","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bulgarien","11":"tag-bulgarische-politik","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-fake-news","18":"tag-headlines","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114402837568177309","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62104","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62104"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62104\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62105"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62104"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62104"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}