{"id":621651,"date":"2025-12-04T01:54:16","date_gmt":"2025-12-04T01:54:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/621651\/"},"modified":"2025-12-04T01:54:16","modified_gmt":"2025-12-04T01:54:16","slug":"wuppertaler-kulturkolumne-weitere-kreise-ziehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/621651\/","title":{"rendered":"Wuppertaler Kulturkolumne: Weitere Kreise ziehen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eWegen zum Handeln\u201c widmete sich vergangene Woche das Podiumsgespr\u00e4ch \u201eCulture x Climate\u201c in der Akademie Remscheid. Diskutierend durfte ich mit erforschen, wie sich kulturell-k\u00fcnstlerische Praxis, Nachhaltigkeitswissenschaft und Psychologie gegenseitig befruchten k\u00f6nnen. Rahmen war eine Fachkonferenz f\u00fcr \u201eKultur macht stark. B\u00fcndnisse f\u00fcr Bildung\u201c. Ihr Titel bereits machte Mut: \u201eErfolgsgeschichten statt Weltuntergang: Mit positivem Storytelling den Klimawandel meistern\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Jetzt mal ehrlich: Unsere Weltlage ist schmerzhaft und erfordert dringend neuen Schwung, um nicht in Ohnmacht, L\u00e4hmung oder Depression zu versinken. N\u00fctzliches Wissen zum Klimawandel gibt es seit Jahrzehnten, zugleich wird nicht ausreichend gehandelt, vieles wirkt r\u00fcckl\u00e4ufig. Die COP30 ist als Weltklimakonferenz im brasilianischen Amazonas k\u00fcrzlich zu Ende gegangen: Ein Regenwaldfonds wurde eingerichtet, zugleich bleiben die Ergebnisse weit hinter dem zur\u00fcck, was notwendig w\u00e4re, so das Wuppertal Institut. Elefant im Raum seien fossile Energietr\u00e4ger. Trotz alarmierender Erderw\u00e4rmung bleibe der notwendige Ausstieg noch aus. Positiv hingegen fielen in Brasilien die bunten zivilgesellschaftlichen Organisationen auf. \u201eIch lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich um die Dinge ziehen\u201c gab uns Rainer Maria Rilke vor vielen Jahren auf den Weg. Auch wenn mir angesichts der steigenden Anzahl autokratischer Systeme, Kriege, des Rechtsrucks und der be\u00e4ngstigend galoppierenden Zerst\u00f6rung unseres Planeten flau wird und der Glauben an gesellschaftliche Weiterentwicklung schwindet, gibt es hoffnungsspendende Momente. Sie tun sich eher \u201evon unten\u201c auf.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vorige Woche in Berlin konnte ich bei Netzwerktreffen von \u201ePerforming for Future\u201c und mit bundesweit Aktiven des \u201eAktionsnetzwerk Nachhaltigkeit\u201c erleben, wie Engagement und kreative L\u00f6sungen bewegen und wirken. Parallel fand am HAU-Theater in Berlin \u201eOn Planetary Justice\u201c statt, eine Konferenz mit Kreativen aus der ganzen Welt, die sich \u00e4sthetisch-forschend mit den vielf\u00e4ltigen Fragen zur Bew\u00e4ltigung der Klimakrisen besch\u00e4ftigten. Faszination trifft Irritation:<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Warum werden trotz generellem zehnprozentigem Anstieg des Bundeskulturetats gesellschaftlich wichtige Prozesse beendet, wie die seit zehn Jahren bestehende F\u00f6rderung des B\u00fcndnisses internationaler Produktionsh\u00e4user? Neben dem HAU geh\u00f6ren auch Orte in NRW wie das Tanzhaus NRW in D\u00fcsseldorf und PACT Zollverein in Essen dazu. Sie werfen mit kreativ-gesellschaftlichen Laboren wichtige gestaltende Blicke in die Zukunft und sind nun bedroht. Bund, Land, Stadt: Ich w\u00fcnsche mir mehr Weitblick.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Was brauchen wir, um weniger degenerativ als regenerativ in Richtung Zukunft zu steuern? fragte eine Expertin f\u00fcr positive Zukunftsbilder in Berlin. \u201eWie kann die Kunst dem Konsumwahnsinn etwas entgegensetzen?\u201c hie\u00df es beim ersten \u201ePerforming Circular\u201c in Utopiastadt, das sich mit Kreislaufpraktiken in der Kultur besch\u00e4ftigte. Zu weniger Ressourcenverbrauch k\u00f6nnen das Teilen von Wissen und Materialien wie auch gemeinsame Plattformen beitragen. Weitere Kreise f\u00fcr Lust am Handeln zieht heute Abend ein \u201ePerforming Circular\u201c-Treffen von 18 bis 21 Uhr in der F\u00e4rberei: Mit dabei sind Kunstschaffende und Interessierte, die die Wiederverwertung von Materialien bereits k\u00fcnstlerisch nutzen, wie auch Fachleute f\u00fcr Materialinitiativen aus Bochum und Leipzig. Wer sich f\u00fcr das anfangs erw\u00e4hnte \u201eCulture x Climate\u201c-Gespr\u00e4ch interessiert, kann es bald auf dem\u201c WDR 3 Forum \u2013 Kunst und Kultur im Diskurs\u201c nachh\u00f6ren. Auch konstruktive Kommunikation kann Kreise ziehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eWegen zum Handeln\u201c widmete sich vergangene Woche das Podiumsgespr\u00e4ch \u201eCulture x Climate\u201c in der Akademie Remscheid. Diskutierend durfte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":621652,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[4488,147285,78369,94542,17134,3364,29,30,952,38010,64986,80,44734,2075,50721,42196,1209,147284,4418],"class_list":{"0":"post-621651","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-bund","9":"tag-bundeskulturetats","10":"tag-circular","11":"tag-climate","12":"tag-culture","13":"tag-de","14":"tag-deutschland","15":"tag-germany","16":"tag-klimawandel","17":"tag-kreativ","18":"tag-kreise","19":"tag-kultur","20":"tag-kulturell","21":"tag-kunst","22":"tag-kunstschaffende","23":"tag-materialien","24":"tag-nordrhein-westfalen","25":"tag-performing","26":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115658808800092172","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/621651","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=621651"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/621651\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/621652"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=621651"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=621651"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=621651"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}