{"id":622314,"date":"2025-12-04T08:44:15","date_gmt":"2025-12-04T08:44:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/622314\/"},"modified":"2025-12-04T08:44:15","modified_gmt":"2025-12-04T08:44:15","slug":"fettige-gerueche-in-der-schwangerschaft-erhoehen-risiko-fuer-fettleibigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/622314\/","title":{"rendered":"Fettige Ger\u00fcche in der Schwangerschaft erh\u00f6hen Risiko f\u00fcr Fettleibigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Die Forschenden fanden au\u00dferdem heraus, dass sich das Gehirn der Nachkommen ver\u00e4ndert hatte. Das dopaminerge System, das eine wichtige Rolle bei Motivation und Belohnung spielt, und die AgRP-Neuronen, die den Hunger und den Stoffwechsel des gesamten K\u00f6rpers steuern, reagierten anders auf fettreiche Nahrung.<\/p>\n<p>\u201eDas Gehirn der Nachkommen \u00e4hnelte dem von \u00fcbergewichtigen M\u00e4usen, einfach weil ihre M\u00fctter gesunde Nahrung zu sich genommen hatten, die nach fettiger Nahrung roch\u201d, erkl\u00e4rt Laura Casanueva Reimon, Co-Erstautorin der Studie. Die Forschenden stellten fest, dass F\u00f6ten bereits im Mutterleib und als Neugeborene w\u00e4hrend des Stillens \u00fcber die Muttermilch den Ger\u00fcchen ungesunder Lebensmittel ausgesetzt sind. Au\u00dferdem gen\u00fcgte es, w\u00e4hrend der Neugeborenenphase die mit dem Geruch fettiger Lebensmittel in Verbindung stehenden Nervenbahnen k\u00fcnstlich zu aktivieren, um Fettleibigkeit im Erwachsenenalter auszul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr den Menschen?<\/p>\n<p>Es ist bekannt, dass Kinder \u00fcbergewichtiger M\u00fctter ein erh\u00f6htes Risiko haben, selbst \u00fcbergewichtig zu werden. Die Studie legt nahe, dass bereits der Geruch fettiger Lebensmitteln w\u00e4hrend der Entwicklung das Risiko f\u00fcr \u00dcbergewicht und Fettleibigkeit im sp\u00e4teren Leben erh\u00f6hen kann, selbst bei schlanken und gesunden M\u00fcttern. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die M\u00fctter in diesen Experimenten die Lebensmittel, die die fettigen Ger\u00fcche enthielten, auch zu sich nehmen mussten, da die blo\u00dfe Anwesenheit des Geruchs allein nicht zu Fettleibigkeit bei den Nachkommen f\u00fchrte.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Entdeckung ver\u00e4ndert unsere Sichtweise darauf, wie die Ern\u00e4hrung einer Mutter die Gesundheit ihrer Kinder beeinflussen kann\u201c, erkl\u00e4rt Sophie Steculorum, Leiterin der Studie. \u201eBislang lag der Fokus haupts\u00e4chlich auf der Gesundheit der Mutter und den negativen Auswirkungen einer fettreichen Ern\u00e4hrung, wie beispielsweise dem Risiko einer \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Gewichtszunahme. Unsere Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass die Ger\u00fcche, denen F\u00f6ten und Neugeborene ausgesetzt sind, ihre Gesundheit im sp\u00e4teren Leben unabh\u00e4ngig von der Gesundheit ihrer Mutter beeinflussen k\u00f6nnten.\u201c<\/p>\n<p>Lebensmittelzusatzstoffe<\/p>\n<p>Um die f\u00fcr ihre Untersuchungen verwendeten Di\u00e4ten zusammenzustellen, verwendeten die Wissenschaftlerinnen verschiedene Aromastoffe und stellten fest, dass diese h\u00e4ufig dieselben Inhaltsstoffe enthielten, die auch als Lebensmittelzusatzstoffe verwendet werden. Einer dieser Zusatzstoffe allein konnte bei den Nachkommen dieselben Auswirkungen hervorrufen.<\/p>\n<p>\u201eWir denken, dass es wichtig ist, weiter zu forschen, um zu verstehen, wie sich der Verzehr dieser Substanzen w\u00e4hrend der Schwangerschaft oder Stillzeit auf die Entwicklung und die Stoffwechselgesundheit von Babys im sp\u00e4teren Leben auswirken k\u00f6nnte\u201c, erkl\u00e4rte Sophie Steculorum.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.mpg.de\/25773997\/1125-neur-geruch-fettiger-lebensmittel-waehrend-der-schwangerschaft-foerdert-fettleibigkeit-in-der-naechsten-generation-153735-x?c=2191\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Max-Planck-Institut f\u00fcr Stoffwechselforschung<\/a><\/p>\n<p><strong>Originalpublikation:<\/strong> Laura Casanueva Reimon et al.; Fat sensory cues in early life program central response to food and obesity; Nature Metabolism, Dezember 2025, DOI: 10.1038\/s42255-025-01405-8<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Forschenden fanden au\u00dferdem heraus, dass sich das Gehirn der Nachkommen ver\u00e4ndert hatte. Das dopaminerge System, das eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":622315,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-622314","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115660420769275451","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/622314","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=622314"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/622314\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/622315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=622314"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=622314"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=622314"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}