{"id":622510,"date":"2025-12-04T10:40:15","date_gmt":"2025-12-04T10:40:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/622510\/"},"modified":"2025-12-04T10:40:15","modified_gmt":"2025-12-04T10:40:15","slug":"hegseth-koennte-us-soldaten-gefaehrdet-haben-dw-04-12-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/622510\/","title":{"rendered":"Hegseth k\u00f6nnte US-Soldaten gef\u00e4hrdet haben \u2013 DW \u2013 04.12.2025"},"content":{"rendered":"<p>Das Aufsichtsgremium des US-Verteidigungsministeriums sieht Medienberichten zufolge erhebliche Risiken durch den Umgang von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth mit sensiblen Milit\u00e4rdaten. Ein Untersuchungsbericht kommt laut den Sendern CNN und ABC News zu dem Schluss, dass Hegseth im M\u00e4rz w\u00e4hrend der Vorbereitungen f\u00fcr einen Angriff auf die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/huthi-miliz\/t-67764507\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Huthi-Miliz<\/a> im <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/jemen\/t-17289605\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jemen<\/a> hochsensible Einsatzdetails \u00fcber die App Signal teilte und dabei m\u00f6glicherweise US-Soldaten gef\u00e4hrdete.<\/p>\n<p>Der Bericht ist zwar unter Verschluss, liegt aber dem Kongress vor und soll an diesem Donnerstag in geschw\u00e4rzter Form ver\u00f6ffentlicht werden. Die Sender berufen sich auf Personen, die den ungeschw\u00e4rzten Bericht kennen. Hegseth habe demnach &#8222;Risiken f\u00fcr die operative Sicherheit geschaffen&#8220;. Sein Vorgehen h\u00e4tte zu &#8222;m\u00f6glichen Sch\u00e4den f\u00fcr US-Piloten f\u00fchren k\u00f6nnen&#8220;.<\/p>\n<p>Auch Vizepr\u00e4sident JD Vance war im Signal-Chat<\/p>\n<p>Ende M\u00e4rz hatte das US-Magazin &#8222;The Atlantic&#8220; Inhalte eines Chats \u00f6ffentlich gemacht, nachdem dessen Chefredakteur &#8211; vermutlich versehentlich &#8211; vom damaligen Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz in die Signal-Gruppe eingeladen worden war. Der Journalist konnte die sensiblen Informationen in der kommerziell betriebenen App live mitlesen und machte die Sicherheitspanne sp\u00e4ter publik. Waltz wurde daraufhin als Nationaler Sicherheitsberater abberufen und wechselte als US-Botschafter zu den <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/vereinte-nationen\/t-17280943\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vereinten Nationen<\/a> nach New York.<\/p>\n<p>Mitglieder des Gruppenchats waren die h\u00f6chsten Entscheidungstr\u00e4ger der US-Sicherheitspolitik: Neben Hegseth unter anderen\u00a0Vizepr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/jd-vance\/t-70312062\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">JD Vance<\/a>, Waltz, der Direktor des Auslandsgeheimdienstes <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/cia\/t-17543131\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CIA<\/a>, John Ratcliffe, und die Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"72041788\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/72041788_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"US-Pr\u00e4sident Donald Trump sitzt im Oval Office neben Vizepr\u00e4sident JD Vance, Verteidigungsminister Pete Hegseth und dem damaligen Sicherheitsberater Mike Waltz\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>US-Pr\u00e4sident Donald Trump gemeinsam mit Vizepr\u00e4sident JD Vance, Verteidigungsminister Pete Hegseth und dem damaligen Sicherheitsberater Mike Waltz (v.l.n.r. &#8211; Archivbild vom M\u00e4rz) Bild: Mandel Ngan\/AFP via Getty Images<\/p>\n<p>In dem Chat ging es um den US-Milit\u00e4reinsatz gegen die Huthi-Miliz Mitte M\u00e4rz. Hegseth machte darin detaillierte Angaben \u00fcber Waffen und Angriffszeiten &#8211; w\u00e4hrend der Journalist still mitlesen konnte. Sp\u00e4ter berichteten Medien zudem, er habe die Milit\u00e4rpl\u00e4ne auch mit seiner Ehefrau und weiteren Personen geteilt. Hegseth argumentierte damals, er habe keine kritischen Informationen preisgegeben. US-Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> verteidigte seinen Minister.<\/p>\n<p>Hegseth war von Anfang an umstritten<\/p>\n<p>Nach Informationen des Senders NBC News entlastet der Pentagon-Bericht Hegseth in anderer Hinsicht: Er habe demnach keine internen Geheimhaltungsregeln verletzt, da er die Befugnis zur Freigabe von Informationen besitze. Pentagon-Generalinspekteur Steven Stebbins hatte die interne Untersuchung Anfang April eingeleitet.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74605556\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74605556_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Portr\u00e4tbild von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Seit wenigen Monaten nennt sich Pete Hegseth selbst &#8222;Kriegsminister&#8220;Bild: Lee Jin-man\/REUTERS<\/p>\n<p>Pentagon-Sprecher Sean Parnell sprach am Mittwochabend (Ortszeit) auf X von einer &#8222;vollst\u00e4ndigen Entlastung von Minister Hegseth&#8220;. Die oppositionellen <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/demokratische-partei-usa\/t-69952967\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Demokraten<\/a> hatten nach Bekanntwerden der Aff\u00e4re seinen <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/schwere-us-sicherheitspanne-demokraten-fordern-aufarbeitung-chuck-schumer-pete-hegseth-dementiert-v4\/a-72026219\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">R\u00fccktritt gefordert<\/a>. Trump warf Kritikern eine &#8222;Hexenjagd&#8220; vor und hielt an dem heute 45-J\u00e4hrigen fest.<\/p>\n<p>Hegseth geh\u00f6rte von Beginn an zu den umstrittensten Personalien im Kabinett Trump. Bekannt wurde er in den <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-vereinigte-staaten-amerika\/t-17286012\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> als Moderator beim Sender Fox News, politische Erfahrung brachte er kaum mit. Nach seiner Nominierung waren Berichte \u00fcber mutma\u00dflich rassistische und sexistische \u00c4u\u00dferungen, Alkoholmissbrauch sowie sexuelle \u00dcbergriffe aufgetaucht, die er bestreitet.<\/p>\n<p>Hegseth wegen Angriff in der Karibik in der Kritik<\/p>\n<p>Aktuell steht Hegseth zudem wegen Medienberichten \u00fcber ein umstrittenes Vorgehen des US-Milit\u00e4rs in der Karibik unter Druck: Am 2. September sollen Streitkr\u00e4fte dort ein Boot, das mutma\u00dflich Drogen transportierte, zun\u00e4chst angegriffen und zwei \u00fcberlebende M\u00e4nner anschlie\u00dfend durch eine zweite Attacke get\u00f6tet haben.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"73859946\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/73859946_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Aufnahme des US-Milit\u00e4rs vor dem Angriff auf ein Boot von angeblichen Drogenschmugglern am 2. September 2025\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Aufnahme des US-Milit\u00e4rs vor dem Angriff auf ein Boot von angeblichen Drogenschmugglern am 2. September 2025Bild: truthsocial.com\/@realDonaldTrump<\/p>\n<p>Der zweite Angriff k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung von Experten gegen das V\u00f6lkerrecht versto\u00dfen haben &#8211; die M\u00e4nner hatten sich laut der Zeitung &#8222;Washington Post&#8220; an das schwelende Wrack geklammert und stellten keine unmittelbare Bedrohung dar.<\/p>\n<p>Hegseth bestreitet eine direkte Verantwortung. Trump zeigte sich offen f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung eines Videos des Angriffs. Auf die Frage, ob das Verteidigungsministerium bereit sei, das Material freizugeben, sagte er: &#8222;Ich wei\u00df nicht, was sie haben, aber was auch immer es ist, wir w\u00fcrden es auf jeden Fall freigeben, kein Problem.&#8220;<\/p>\n<p>pgr\/se (dpa, afp, ap, rtr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Aufsichtsgremium des US-Verteidigungsministeriums sieht Medienberichten zufolge erhebliche Risiken durch den Umgang von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth mit sensiblen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":622511,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-622510","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115660876980049709","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/622510","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=622510"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/622510\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/622511"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=622510"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=622510"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=622510"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}