{"id":622982,"date":"2025-12-04T15:30:37","date_gmt":"2025-12-04T15:30:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/622982\/"},"modified":"2025-12-04T15:30:37","modified_gmt":"2025-12-04T15:30:37","slug":"dresden-zukunftskonzept-fuer-glaeserne-manufaktur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/622982\/","title":{"rendered":"Dresden: Zukunftskonzept f\u00fcr Gl\u00e4serne Manufaktur"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dresden. \u201eEinen Moment bitte, es ist gerade noch sehr emotional\u201c, entschuldigt sich ein Gewerkschafter vor der Gl\u00e4sernen Manufaktur gegen\u00fcber Pressevertretern. Drinnen hat VW-Markenchef Thomas Sch\u00e4fer gerade der verbleibenden Belegschaft die neuen Pl\u00e4ne f\u00fcr ihre Arbeitsst\u00e4tte vorgestellt. Die sehen jede Menge vor, aber definitiv keine Fahrzeugfertigung mehr. Nach etwa 23 Jahren endet am Gro\u00dfen Garten eine \u00c4ra f\u00fcr Volkswagen in Dresden.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die neue soll im Januar mit dem Aufbau eines Innovationscampus der Technischen Universit\u00e4t (TU) Dresden beginnen. Der Freistaat Sachsen, die TU und VW haben etwa zwei Jahre lang \u00fcber die Kooperation verhandelt und vergangene Woche eine Absichtserkl\u00e4rung unterzeichnet, die den <a href=\"https:\/\/www.dnn.de\/lokales\/dresden\/glaeserne-manufaktur-dresden-vw-und-tu-einig-ueber-innovationszentrum-BERLZJEHPBFHLLV4BA3CC2OQ6Q.html\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\" title=\"https:\/\/www.dnn.de\/lokales\/dresden\/glaeserne-manufaktur-dresden-vw-und-tu-einig-ueber-innovationszentrum-BERLZJEHPBFHLLV4BA3CC2OQ6Q.html\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/www.dnn.de\/lokales\/dresden\/glaeserne-manufaktur-dresden-vw-und-tu-einig-ueber-innovationszentrum-BERLZJEHPBFHLLV4BA3CC2OQ6Q.html\">DNN exklusiv<\/a> vorlag. Am Donnerstag stellten die Partner ihre gemeinsamen Ideen vor. Zuvor kommentierten die Gewerkschaft IG Metall und der Betriebsrat in einer eigenen Pressekonferenz die j\u00fcngsten Entwicklungen.<\/p>\n<p>Wie geht es in der Gl\u00e4sernen Manufaktur weiter?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">In genau zwei Wochen wird das letzte Elektroauto ID.3 vom Band rollen. Schlie\u00dfen wird die Manufaktur ab 2026 aber nicht. \u201eWir werden auch weiterhin das zweitgr\u00f6\u00dfte Auslieferungszentrum von Volkswagen in Deutschland bleiben\u201c, versprach Danny Auerswald, Technik- und Logistikchef bei Volkswagen Sachsen. Auch das Besucherzentrum bleibe erhalten und werde ausgebaut. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Zun\u00e4chst wird ab Januar die Fertigungslinie des ID.3 zur\u00fcckgebaut. Die TU wird dann St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck auf der H\u00e4lfte der Manufakturfl\u00e4che das Innovationszentrum aufbauen. Mitte des Jahres sollen schon erste Forschungsprojekte in der Gl\u00e4sernen Manufaktur starten. Das Vorhaben ist laut Absichtserkl\u00e4rung auf zun\u00e4chst sieben Jahre angesetzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Mitarbeiter Heiko Lehmann unterschreibt auf dem letzten VW ID.3, der in Dresden montiert wird.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/O2HUAINUHNGSTO7PUINLNEMFXE.jpg\" \/><\/p>\n<blockquote><p>Die Gl\u00e4serne Manufaktur hat das Potenzial, das \u201aStanford des Ostens\u2018 zu werden.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 iQZobn\">Thomas Edig<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 hQAqgn\">Personalchef VW Sachsen<\/p>\n<p>Was plant die TU Dresden am Standort?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Andreas Pinkwart, der Direktor des TUD Excellence Center for Innovation, Transfer and Entrepreneurship (excite) verk\u00fcndete, dass zwei Exzellenzgebiete der TU \u2013 Mikroelektronik und Materialforschung \u2013 in die Manufaktur einziehen werden. \u201eWir haben jetzt schon die R\u00e4ume und m\u00fcssen nicht erst f\u00fcnf bis sieben Jahre lang planen und bauen\u201c, freute sich Pinkwart. Entstehen soll ein sogenannter Innox Campus, der exzellente Forschung und Praxisn\u00e4he in enger Kooperation mit strategischen Unternehmenspartnern b\u00fcndeln soll. Einziehen soll zudem das Gr\u00fcndungszentrum Boost sowie Abteilungen des Barkhausen-Instituts und des Deutschen Zentrums f\u00fcr Astrophysik (DZA).<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Im Fokus stehen Schl\u00fcsseltechnologien wie Mikroelektronik, K\u00fcnstliche Intelligenz, Robotik, Materialforschung, Chip-Design, nachhaltige Mobilit\u00e4t und Kreislaufwissenschaft. Vor allem das Autonome Fahren soll k\u00fcnftig in Dresden erforscht und zur Anwendung gebracht werden. \u201eDie Gl\u00e4serne Manufaktur hat das Potenzial, in der zuk\u00fcnftigen Konstellation das \u201aStanford des Ostens\u2018 zu werden\u201c, frohlockte Thomas Edig, Personalchef von VW Sachsen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Symbolischer Handschlag: VW-Sachsen Technikchef Thomas Edig (li.), VW-Sachsen-Personalchef Danny Auerswald, Staatssekret\u00e4rin im Wissenschaftsministerium Heike Gra\u00dfmann und TU-Professor Andreas Pinkwart nach der Pressekonferenz.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/OP7PFNT5ONHRNPPJMIVSCWPGNY.jpg\" \/>Wer zahlt wie viel Geld?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Vier neue Stiftungsprofessuren will die TU ansiedeln, die VW laut der unterzeichneten Absichtserkl\u00e4rung mit jeweils 900.000 Euro pro Jahr unterst\u00fctzen will. In dem Papier sicherte VW der TU obendrein 1,5 Millionen Euro pro Jahr f\u00fcr Forschungsauftr\u00e4ge zu. Laut einer Mitteilung aus Wolfsburg investieren VW und TU insgesamt 50 Millionen Euro in den kommenden Jahren. Bis 2032 wird der Freistaat insgesamt 27,5 Millionen Euro aus Steuergeldern f\u00fcr die Miete aufbringen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Woher soll das Geld vom Freistaat kommen?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Frage der Finanzierung ist f\u00fcr den Freistaat Sachsen heikel. Noch liegt kein Kabinettsbeschluss vor, der allerdings n\u00f6tig wird, um Geld im s\u00e4chsischen Haushalt umzuwidmen. Wie die DNN aus dem Regierungsviertel erfuhren, sei mit einem derartigen Beschluss der Regierung nicht mehr in diesem Jahr zu rechnen. Woher das Geld angesichts der miserablen Haushaltslage kommen soll, beantwortet die Staatskanzlei derzeit nicht.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern, dass f\u00fcr jeden einzelnen Besch\u00e4ftigten Klarheit herrscht, was seine Aufgabe ab n\u00e4chstem Jahr sein wird.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 iQZobn\">Daniela Cavallo<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 hQAqgn\">Konzernbetriebsratsvorsitzende VW<\/p>\n<p>Was wird aus den verbleibenden Mitarbeitern?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Der Innovationscampus hat nichts mehr mit der Grundidee der Gl\u00e4sernen Manufaktur zu tun. Gewerkschaft und Betriebsrat begr\u00fc\u00dfen zwar grunds\u00e4tzlich, dass sich der VW-Konzern zum Standort und der im Tarifvertrag fixierten Besch\u00e4ftigungssicherung bekennt. \u201eEs geht hier definitiv weiter\u201c, sagte der Betriebsratsvorsitzende Thomas Aehlig. Aber: \u201eEs gibt noch eine L\u00fccke f\u00fcr die Besch\u00e4ftigung von einer hohen zweistelligen Zahl an Leuten\u201c, merkte Stefan Ehly, der Erste Bevollm\u00e4chtigte der IG Metall Dresden, an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Erster Bevollm\u00e4chtigter der IG Metall Dresden, Stefan Ehly (li.), VW-Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo und Betriebsratschef in Dresden, Thomas Aehlig.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/3CLP75HBVVHGZB754SK3JE5LFE.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dem Vernehmen nach geht es noch um 60 Mitarbeiter ohne absehbare T\u00e4tigkeit. \u201eWir fordern, dass f\u00fcr jeden einzelnen Besch\u00e4ftigten Klarheit herrscht, was seine Aufgabe ab n\u00e4chstem Jahr sein wird\u201c, sagte die Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende von VW, Daniela Cavallo.<\/p>\n<p>Wo k\u00f6nnen VW-Facharbeiter arbeiten?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Bis 2030 sind betriebsbedingte K\u00fcndigungen bei VW ausgeschlossen. Personalchef Edig erkl\u00e4rte, dass die Expertise der Belegschaft auch im Innovationszentrum gebraucht werde, wurde aber nicht konkreter. \u201eWer weiter Autos bauen will, der setzt sich morgen ins eigene Auto und hilft uns, die Personalbedarfe in Chemnitz zu decken\u201c, schlug Edig vor. Auch in Zwickau k\u00f6nnten Facharbeiter unterkommen. Zudem habe VW-Markenchef Sch\u00e4fer in der Betriebsversammlung bekr\u00e4ftigt, jeder einzelne Dresdner Mitarbeiter sei in der Wolfsburger Zentrale willkommen. Es lockten unbefristete Arbeitsvertr\u00e4ge und Wechselpr\u00e4mien.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Werden auch neue Jobs entstehen?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Bis zu 1000 Arbeitspl\u00e4tze k\u00f6nnten durch den Innovationscampus und infolge von Ausgr\u00fcndungen entstehen, sch\u00e4tzte der TU-Professor Pinkwart vor. \u201eEs werden nicht nur Akademiker sein, auch technisches Personal und Facharbeiter werden hier eine Arbeit finden\u201c, sagte Pinkwart. F\u00fcr den Steuerzahler, die Kommunen und das Land werde sich das Vorhaben auszahlen.<\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-1bfvh9l-0 cSmjnJ\">DNN<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dresden. \u201eEinen Moment bitte, es ist gerade noch sehr emotional\u201c, entschuldigt sich ein Gewerkschafter vor der Gl\u00e4sernen Manufaktur&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":622983,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[3364,29,2386,30,859],"class_list":{"0":"post-622982","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-dresden","11":"tag-germany","12":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115662018455002135","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/622982","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=622982"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/622982\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/622983"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=622982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=622982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=622982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}