{"id":623149,"date":"2025-12-04T17:04:13","date_gmt":"2025-12-04T17:04:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/623149\/"},"modified":"2025-12-04T17:04:13","modified_gmt":"2025-12-04T17:04:13","slug":"wo-der-schuh-bei-kindern-und-jugendlichen-drueckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/623149\/","title":{"rendered":"Wo der Schuh bei Kindern und Jugendlichen dr\u00fcckt"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Was hat und was braucht <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/duesseldorf\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">D\u00fcsseldorf<\/a> f\u00fcr eine gelingende Kindheit? Nach Antworten suchte die Diakonie gemeinsam mit Experten zum Auftakt ihres neuen Gespr\u00e4chsformats \u201eFuturo communale\u201c. Das hei\u00dft auf Deutsch etwa so viel wie \u201eDie Zukunft der Stadt\u201c. Klar ist: Kinder sind die wichtigste Ressource der Stadtgesellschaft, sie sind ihre Zukunft.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die in drei Abschnitte gegliederte Diskussion in der Vers\u00f6hnungskirche in Flingern zeigte rasch: Auch in einer wohlhabenden Kommune wie der Landeshauptstadt gibt es bei diesem Thema Licht und Schatten. Ein \u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten Erkenntnisse.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Kita &amp; Co.<\/strong> Auf der Habenseite steht bei der Betreuung der J\u00fcngsten, dass der Druck, einen Platz zu finden, deutlich abgenommen hat. \u201eWir haben hier viel getan und manchmal war das auch ein Kraftakt\u201c, sagt Stephan Glaremin, Leiter des Amts f\u00fcr Soziales und Jugend. Die Investitionen in den Kita-Ausbau w\u00fcrden nun Fr\u00fcchte tragen. \u201eUnser Angebot an Kita- und Tagespflege-Pl\u00e4tzen ist am Ende bedarfsdeckend, kein Kind muss unversorgt bleiben\u201c, stellt Glaremin fest.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass Druck aus dem System genommen wurde, kann Bastian Schubert best\u00e4tigen. Der zweifache Vater ist Sprecher der D\u00fcsseldorfer Kita-Eltern. Allerdings gebe es je nach Stadtteilen immer noch Schwankungen bei der Versorgung. Viel mehr dr\u00fccke der Schuh allerdings bei der Verl\u00e4sslichkeit der Betreuung. Bei einer Spontanabfrage unter verschiedenen Elternbeir\u00e4ten im November h\u00e4tten mehr als die H\u00e4lfte \u00fcber aktuelle Engp\u00e4sse und mangelnde Verl\u00e4sslichkeit geklagt. Zu oft w\u00fcrden einzelne Tage ausfallen, w\u00fcrde die Betreuung am Nachmittag immer wieder verk\u00fcrzt, so die befragten Beir\u00e4te. \u201eDas hat auch etwas mit der Erk\u00e4ltungszeit zu tun, aber nicht nur\u201c, sagt Schubert. Tats\u00e4chlich sei das Thema der Verl\u00e4sslichkeit ein gro\u00dfes. \u201eEs bringt all jene in die Bredouille, die wegen ihrer Jobs darauf angewiesen sind\u201c, sagt er. Und es sorge f\u00fcr ein Gef\u00fchl der Ungerechtigkeit, weil es an einigen Standorten immer wieder hapere und an anderen so gut wie nie. \u201eWelchen Standort man erwischt, wei\u00df man bei der Anmeldung aber meist nicht \u2013 die Verl\u00e4sslichkeit h\u00e4ngt also vom Zufall ab, und das ist unbefriedigend\u201c, meint Schubert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wann die im aktuellen st\u00e4dtischen Koalitionsvertrag von CDU und Gr\u00fcnen hinterlegte Beitragsfreiheit auch f\u00fcr unter Dreij\u00e4hrige, die bis zu 35 Stunden pro Woche betreut werden, kommt, konnte Glaremin nicht sagen. \u201eZiel ist es, das in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren umzusetzen.\u201c Das Vorhaben passe zu dem klaren Bekenntnis, in D\u00fcsseldorf verl\u00e4sslich eine kostenfreie <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bildung\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bildung<\/a> zwischen null und zehn Jahren anzubieten.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Armut und Therapien<\/strong> Hier bot der Abend teils ern\u00fcchternde Erkenntnisse. Klar ist: Junge Menschen sind auch in D\u00fcsseldorf st\u00e4rker von Armut betroffen als Erwachsene. So bezogen 2024 elf Prozent der Bev\u00f6lkerung B\u00fcrgergeld, bei den unter 18-J\u00e4hrigen waren es knapp 16 Prozent. Zu denen, die sich professionell um das Thema k\u00fcmmern, geh\u00f6rt Barbara Dully, Leiterin des Ernst-Lange-Hauses der Diakonie in Hassels-Nord. Ihre Termin- und Wartelisten, auf denen jene stehen, die Hilfe bei Gesundheits- oder Sozialthemen brauchen, ist lang. Nur Notf\u00e4lle kann ihr Team vor die Klammer ziehen. \u201eDie H\u00fcrden der B\u00fcrokratie in den unterschiedlichen Systemen ist enorm und \u00fcberfordert viele\u201c, sagt Dully. Die Folgen kennt auch Silke Tophoven von der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/hochschule-duesseldorf\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hochschule D\u00fcsseldorf<\/a>. \u201e\u00c4rmere Kinder sind \u00f6fter krank\u201c, sagt die Hochschullehrerin. Was sie gerne \u00e4ndern w\u00fcrde? \u201eDie Stadtgesellschaft sollte die kindliche Perspektive st\u00e4rker mit einbeziehen und betroffene Kinder niemals stigmatisieren.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein weiteres Thema an diesem Abend war der Umgang mit jenen Heranwachsenden, die besondere F\u00f6rderung und Therapien brauchen. Hier berichtete unter anderem Marina Mych, die als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin in einer Gemeinschaftspraxis in der Altstadt arbeitet, aus ihrem Alltag. Ihr Problem: Die Therapiepl\u00e4tze reichen in D\u00fcsseldorf nicht, von klassischen Wartelisten haben sie und ihre Kollegin inzwischen Anstand genommen. \u201eEs kann ein Jahr und l\u00e4nger dauern, bis Eltern bei der Suche Erfolg haben\u201c, sagt sie. Hinzu komme, dass professionelle Terapieangebote oft zu hochschwellig angelegt seien. Die \u00c4rmeren, weniger gut Organisierten k\u00e4men erst gar nicht zu ihr, dabei br\u00e4uchten gerade diese Menschen h\u00e4ufig professionelle Hilfe. \u201eEin Drama f\u00fcr uns Therapeuten\u201c, nennt Mych das und fordert \u00c4nderungen an vielen Stellschrauben des Systems. \u201eEs muss hier mehr Teilhabe-Gerechtigkeit geben\u201c, sagt sie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was hat und was braucht D\u00fcsseldorf f\u00fcr eine gelingende Kindheit? 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