{"id":623157,"date":"2025-12-04T17:08:14","date_gmt":"2025-12-04T17:08:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/623157\/"},"modified":"2025-12-04T17:08:14","modified_gmt":"2025-12-04T17:08:14","slug":"messe-bringt-frankfurt-21-milliarden-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/623157\/","title":{"rendered":"Messe bringt Frankfurt 2,1 Milliarden Euro"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Eine Umsatzsteigerung auf 800 Millionen Euro hatte sich Messechef Wolfgang Marzin f\u00fcr das Jahr 2025 gew\u00fcnscht. Kurz vor Ende des Jahres steht fest, dass das nicht erreicht wurde. Der Umsatz liege aktuell bei rund 770 Millionen, sagte er am Donnerstag auf der Jahrespressekonferenz der <a data-rtr-index=\"0\" title=\"Messe Frankfurt\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/messe-frankfurt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Messe Frankfurt<\/a>. Obwohl damit das Ergebnis von 775 Millionen im Jahr 2024 knapp unterschritten wurde, zeigte sich die Messeleitung zufrieden. Am Heimatstandort allerdings sank der Umsatz von knapp 432 Millionen auf 395 Millionen Euro. Denn das Jahr ist turnusbedingt eines der schw\u00e4cheren, da gro\u00dfe Messen wie die \u201eAutomechanika\u201c nur alle zwei Jahre stattfinden. Unter dem Strich erwartet die Messegesellschaft, die zu 60 Prozent der Stadt Frankfurt und zu 40 Prozent dem Land Hessen geh\u00f6rt, ei\u00adnen Jahres\u00fcberschuss von 39 Millionen Euro, was das Unternehmen als \u201eordentlich\u201c bezeichnet. Dabei war das Konzernergebnis 2024 mit 82 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">F\u00fcr den R\u00fcckgang gebe es mehrere Gr\u00fcnde, erl\u00e4uterte Marzin: Zum einen Investitionen in neue IT-Systeme, die auch in den n\u00e4chsten Jahren fortgesetzt werden und insgesamt eine Volumen von 70 Millionen Euro erreichen sollen. Zudem schm\u00e4lerten Wechselkurseffekte insbesondere gegen\u00fcber dem Dollar und asiatischen W\u00e4hrungen das Ergebnis, sagte der Messechef. Aber auch Investitionen in das Frankfurter Gel\u00e4nde schl\u00fcgen zu Buche, ebenso wie in Auslands\u00adrepr\u00e4sentanzen. So hat die Messe erst in der vergangenen Woche ein B\u00fcro in Riad mit 14 Mitarbeitern er\u00f6ffnet, das k\u00fcnftig die drei bestehenden Messen und die 2026 erstmals dort stattfindende \u201eAchema\u201c in Saudi Arabien organisieren wird.<\/p>\n<p>Hohes Wachstum im Ausland<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Dort, wie auch im benachbarten Dubai sowie in diversen asiatischen L\u00e4nden, vor allem in China, verzeichnet die Messe Frankfurt zum Teil erhebliches Wachstum. Mit einem Umsatz von rund 370 Millionen Euro sorgen die Messen au\u00dferhalb Deutschlands inzwischen mit 48 Prozent f\u00fcr fast die H\u00e4lfte des Gesch\u00e4fts, im vergangenen Jahr betrug ihr Anteil noch 40 Prozent. Wachstumsraten von bis zu zehn Prozent an Standorten im Ausland aber verschieben das Gewicht. \u201eDas Gesch\u00e4ftsjahr 2025 zeigt aufs Neue, dass unsere weltweiten Veranstaltungen Wirtschaftsmotor und Mutmacher f\u00fcr die Branchen sind\u201c, hob Marzin hervor und zitierte Befragungen unter Ausstellern und Besuchern, wonach die Stimmung bei diesen deutlich besser sei als in der allgemeinen Wahrnehmung.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eIn Zeiten anhaltender Krisen gilt es Resilienz und Marktpr\u00e4senz zu st\u00e4rken\u201c, sagte Detlef Braun von der Messe\u00adgesch\u00e4ftsf\u00fchrung. Bis zum Jahresende werde die Messe Frankfurt in Summe weltweit 346 Veranstaltungen mit fast 100.000 ausstellenden Unternehmen und rund 4,9 Millionen Besuchern haben \u2013 300.000 mehr als 2024. Auf den Eigenveranstaltungen der Messe in Frankfurt kamen den Angaben zufolge mehr als 81 Prozent der Aussteller und fast 60 Prozent der Besucher aus dem Ausland. \u201eDie an unserem Heimatstandort verankerte Internationalit\u00e4t erh\u00f6ht Reichweite und Zugkraft \u2013 mit messbaren Effekten auf das Wachstum unserer Auslandsveranstaltungen\u201c, sagte Braun. \u201eBis 2027 erweitert die Messe Frankfurt ihr Portfolio um 25 neue Veranstaltungen weltweit\u201c, k\u00fcndigte Marzin an.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">In der Internationalisierung sieht man bei der Messe aber auch einen wichtigen Treiber f\u00fcr die Messen am Heimatstandort, da sie zus\u00e4tzliche Aussteller- und Besucherkreise erschl\u00f6ssen. So konnte eine Delegation der Messe in Riad einen Batteriehersteller besuchen, der nicht nur dort auf der \u201e<a data-rtr-index=\"12\" title=\"Automechanika\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/automechanika\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Automechanika<\/a>\u201c ausstellt, sondern auch in Frankfurt. Zudem hat das saudische Unternehmen gerade mit deutscher Technik unter anderem des Industrieroboterherstellers Kuka eine neue Produktionslinie aufgebaut.<\/p>\n<p>17.000 Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr Frankfurt<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Auch so wirkt die Messe als Wirtschaftsmotor. Nach einer aktuellen Pro\u00adgnos-Studie, die Marzin vorstellte, erzeugen Veranstaltungen der Messe Frankfurt entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette, die neben dem Messebau auch das Gastgewerbe, den Einzelhandel und diverse Serviceleistungen umfasst, sozio-\u00f6konomische Effekte in H\u00f6he von j\u00e4hrlich 3,7 Milliarden Euro bundesweit. Mit 2,1 Milliarden Euro entf\u00e4llt mehr als die H\u00e4lfte davon auf die Stadt Frankfurt.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Erfreut \u00fcber diese Ergebnisse zeigte sich der Aufsichtsratsvorsitzende der Messe Frankfurt, Oberb\u00fcrgermeister Mike Josef (SPD): \u201eDie Messe Frankfurt ist ein Standortfaktor ersten Ranges\u201c, wird er in einer Pressemitteilung zitiert. Das Unternehmen sei ein zentraler Baustein f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit der Stadt. \u201eMit mehr als 30.000 Arbeitspl\u00e4tzen in Deutschland und 667 Millionen Euro an Steuereinnahmen ist die Messe Frankfurt Jobmotor und Konjunkturzugpferd f\u00fcr unsere Stadt, das Land <a data-rtr-index=\"23\" title=\"Hessen\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/hessen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hessen<\/a> und die gesamte Bundesrepublik\u201c, so Josef. Mehr als die H\u00e4lfte der Arbeitspl\u00e4tze, gut 17.000, entfielen auf Frankfurt, knapp 4800 auf andere Regionen in Hessen. Auch andere Bundesl\u00e4nder profitierten: Dort hingen 8300 Arbeitspl\u00e4tze an Veranstaltungen der Messe Frankfurt. \u201eAuch die fiskalischen Effekte, die auf diese Ums\u00e4tze zur\u00fcckgehen, sind beachtlich: Frankfurt nimmt j\u00e4hrlich 45 Millionen Euro ein, das \u00fcbrige Hessen 151 Millionen Euro. Die sonstigen Bundesl\u00e4nder profitieren mit 191 Millionen Euro, der Bund mit 280 Millionen Euro Steuereinnahmen\u201c, wird Josef zitiert.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Einnahmen, die die \u00f6ffentlichen Kassen auch f\u00fcr 2026 erwarten d\u00fcrfen. Denn die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Messe rechnet mit einem starken Jahr auch dank des Gesch\u00e4fts von externen Veranstaltern, zu dem die Messe \u201eEurobike\u201c ebenfalls gez\u00e4hlt wird, da die Messe Frankfurt nur zu 49 Prozent an der Veranstaltungsgesellschaft beteiligt ist. Nachdem zwei wich\u00adtige Verb\u00e4nde ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr die \u201eEurobike\u201c im Herbst abgesagt hatten, sieht Marzin sie in schwierigem Fahrwasser. Er hofft aber, sie durch verst\u00e4rkte Un\u00adterst\u00fctzung aus Frankfurt retten zu k\u00f6nnen. Dass Frankfurt die Automesse IAA nicht zur\u00fcckgewinnen konnte und sie nun bis zum Ende des Jahrzehnts in M\u00fcnchen bleibt, bedauert Marzin nicht sonderlich. \u201eDas ist ja keine richtige Messe mehr\u201c, sagte er. Denn sie f\u00fclle nur noch drei Hallen und sei ein Event in der Stadt ohne, dass die Besucherzahl wirklich gemessen werden k\u00f6nne. Ansonsten blickt man sehr positiv auf das n\u00e4chste Jahr, das im Januar und Februar mit der \u201eHeimtextil\u201c und der Konsumg\u00fcterschau aus \u201eAmbiente\u201c und \u201eChristmasworld\u201c beginnt. Beide seien gut gebucht, sagte Braun. Das gelte auch f\u00fcr die Gastveranstaltungen, mehr als 150 seien schon fest eingeplant. Marzin zeigte sich zuversichtlich, 2026 die Marke von 800 Millionen Euro zu erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Umsatzsteigerung auf 800 Millionen Euro hatte sich Messechef Wolfgang Marzin f\u00fcr das Jahr 2025 gew\u00fcnscht. 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