{"id":623560,"date":"2025-12-04T21:09:26","date_gmt":"2025-12-04T21:09:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/623560\/"},"modified":"2025-12-04T21:09:26","modified_gmt":"2025-12-04T21:09:26","slug":"frauen-bundesligaclubs-gruenden-ligaverband-allein-dfb-verwundert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/623560\/","title":{"rendered":"Frauen-Bundesligaclubs gr\u00fcnden Ligaverband allein &#8211; DFB &#8222;verwundert&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/frauen-bundesliga-242.webp\" alt=\"Das Logo der Frauenfu\u00dfball-Bundesliga auf einer Werbebande\" title=\"Das Logo der Frauenfu\u00dfball-Bundesliga auf einer Werbebande | IMAGO\/ActionPictures\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Bundesligaclubs vs. DFB: Knall im Frauenfu\u00dfball &#8211; Was ist passiert? (1 Min)<\/p>\n<p>\n            Stand: 04.12.2025 19:36 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Im Dezember wollte der Deutsche Fu\u00dfball-Bund zusammen mit der Frauen-Bundesliga einen neuen Liga-Verband gr\u00fcnden. Nun aber geht die Frauenfu\u00dfball-Bundesliga ihren eigenen Weg: Die 14 Erstliga-Clubs teilten mit, den Ligaverband FBL e.V. &#8222;zun\u00e4chst&#8220; ohne den DFB gr\u00fcnden zu wollen. Der DFB reagierte \u00fcberrascht.<\/p>\n<p class=\"\">&#8222;Die Gr\u00fcndung des Ligaverbandes von den 14 Klubs ist eine Voraussetzung f\u00fcr das geplante Joint Venture. Eine Beteiligung des DFB am Ligaverband war nie geplant&#8220;, hie\u00df es in einer Stellungnahme des Deutschen Fu\u00dfball-Bundes am Donnerstag. Der DFB sei &#8222;unver\u00e4ndert bestrebt, zusammen mit den Klubs die Professionalisierung des Frauenfu\u00dfballs in Deutschland voranzutreiben&#8220;, teilte der Verband weiter mit.\u00a0<\/p>\n<p>    Keine unterschriftsreifen Vertr\u00e4ge?<\/p>\n<p class=\"\">DFB-Generalsekret\u00e4r Holger Blask sagte: &#8222;Der DFB steht unver\u00e4ndert zu den getroffenen Zusagen und Investitionen im Zuge des geplanten Joint Ventures. Wir sind \u00fcberzeugt, dass die gemeinsame Gr\u00fcndung einer FBL GmbH f\u00fcr alle Beteiligten der richtige Weg ist.&#8220; Unterschriftsreife Vertr\u00e4ge h\u00e4tten laut Blask bislang nicht vorgelegen.<\/p>\n<p>    DFB will Gespr\u00e4che &#8222;konstruktiv und sachlich fortf\u00fchren&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">&#8222;Die Verhandlungsf\u00fchrer der Klubs hatten dem DFB weitreichende Erg\u00e4nzungen und \u00c4nderungsw\u00fcnsche \u00fcbermittelt, auf die der DFB verhandlungs\u00fcblich reagiert hat.\u00a0Wir werden in den kommenden Wochen die Gespr\u00e4che mit den Vereinen fortf\u00fchren &#8211; konstruktiv und sachlich&#8220;, sagte Blask.<\/p>\n<blockquote><p>\n        <strong>&#8222;Wir sind auf Seiten der 14 Clubs entt\u00e4uscht davon, dass sich bereits getroffene Verabredungen mit dem Deutschen Fu\u00dfball-Bund aus unserer Sicht nicht in den Vertragsmaterialien wiederfinden. Aus diesem Grund erfolgt der Gr\u00fcndungsakt nun ohne Mitwirkung des DFB.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>                Vorstandssprecher Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"\">Die 14 Vereine der Bundesliga hatten am Donnerstag gemeinsam mitgeteilt, dass die Klubs zun\u00e4chst eigenst\u00e4ndig den &#8222;Frauen-Bundesliga FBL e.V.&#8220; gr\u00fcnden, an dem der DFB eigentlich zu 50 Prozent beteiligt werden sollte. Der Zusammenschluss soll die Vermarktung der Liga auf ein neues Niveau bringen und die Professionalisierung vorantreiben.\u00a0<\/p>\n<p>    Clubs \u00fcber den DFB ver\u00e4rgert<\/p>\n<p class=\"\">&#8222;In den Gespr\u00e4chen mit dem DFB waren die wesentlichen Punkte zur Gr\u00fcndung einer gemeinsamen FBL GmbH bereits vereinbart, umso \u00fcberraschender war f\u00fcr uns Klubs das Infragestellen der verhandelten Eckpunkte zum jetzigen Zeitpunkt &#8211; obwohl die Vereine im Vergleich ein Vielfaches in die Frauen-Bundesliga investieren werden&#8220;, sagte Bayern M\u00fcnchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen: Die Entscheidung sei &#8222;einstimmig&#8220; getroffen worden, &#8222;um nicht weiter Zeit zu verlieren&#8220;. Nach NDR Informationen hatten die Clubs den DFB von diesem Schritt erst kurz vor der Ver\u00f6ffentlichung der Mitteilung informiert.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/frauen-bundesliga-symbolbild-100.webp\" alt=\"Logo der Frauen-Bundesliga auf einer Werbebande\" title=\"Logo der Frauen-Bundesliga auf einer Werbebande | IMAGO\/Jan Huebner\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der Deutsche Fu\u00dfball-Bund gr\u00fcndet eine eigene Gesellschaft f\u00fcr die Frauen-Bundesliga und stattet diese die n\u00e4chsten acht Jahre mit 100 Millionen Euro aus.<\/p>\n<p>    Neuendorf sprach von einem &#8222;starken und mutigen Signal&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Die gemeinsame Gr\u00fcndung des Ligaverbandes sollte urspr\u00fcnglich am 10. Dezember vollzogen werden. Noch Anfang November hatte DFB-Pr\u00e4sident Bernd Neuendorf von einem &#8222;starken und mutigen Signal, welches aus meiner Sicht dringend geboten ist&#8220;, gesprochen. Bei der Versammlung wurde das Vorhaben auch formal auf den Weg gebracht. Beim Termin f\u00fcr die Gr\u00fcndung bleibt es. Diese soll nach Angaben der Clubs aber nicht mehr auf dem DFB-Campus in Frankfurt stattfinden, sondern 1,5 Kilometer entfernt in einer Loge des Stadions von Eintracht Frankfurt.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/fussball-3384.webp\" alt=\"Das EM-Qualifikationsspiel im Juli 2024: Deutschland - \u00d6sterreich in der Heinz von Heiden Arena\" title=\"Das EM-Qualifikationsspiel im Juli 2024: Deutschland - \u00d6sterreich in der Heinz von Heiden Arena | picture alliance \/ dpa, Noah Wedel\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Gespielt werden soll auch in Wolfsburg und Hannover. Die Reaktionen aus den beiden St\u00e4dten fallen begeistert aus.<\/p>\n<p class=\"\">Direktor Frauenfu\u00dfball Ralf Kellermann vom VfL Wolfsburg sprach von einer gro\u00dfen Entt\u00e4uschung, &#8222;dass zentrale Vereinbarungen mit dem DFB aus unserer Sicht nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt wurden und die Gr\u00fcndung daher ohne seine Beteiligung erfolgt&#8220;. Die Clubs seien allerdings &#8222;entschlossen, den begonnenen Weg konstruktiv fortzusetzen &#8211; ob k\u00fcnftig gemeinsam mit dem DFB oder in einer eigenst\u00e4ndigen Struktur&#8220;.<\/p>\n<p>    Was wird aus den angek\u00fcndigten Millionen-Investitionen?<\/p>\n<p class=\"\">Der Ligaverband, der zuletzt auch als &#8222;Frauen-DFL&#8220; betitelt worden ist, soll unter anderem die Vermarktung der Bundesliga \u00fcbernehmen. Die Clubs wollen sich nach eigenen Worten zudem auf diesem Weg &#8222;gemeinschaftlich organisieren, mit dem klaren Ziel, eine moderne, professionelle und nachhaltige Entwicklung der Frauen-Bundesliga zu gew\u00e4hrleisten und die wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit des professionellen Frauenfu\u00dfballs zu st\u00e4rken&#8220;.<\/p>\n<blockquote><p>\n        <strong>&#8222;Grundlage f\u00fcr den Zusammenschluss der Klubs ist die Absicht, in den Frauenfu\u00dfball signifikant zu investieren, ihn sportlich zu f\u00f6rdern und gesellschaftlich sichtbarer zu machen und damit auf ein neues professionelles Niveau zu heben.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>                Aus der Pressemitteilung der Frauen-Proficlubs<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"\">Auf dem Bundestag war in diesem Zuge verk\u00fcndet worden, dass der DFB in den kommenden acht Jahren 100 Millionen Euro in den Frauenfu\u00dfball investieren wird. Erste Zahlungen sollten demnach bereits ab 2026 flie\u00dfen &#8211; also noch vor der n\u00e4chsten Saison. Auch die Clubs hatten angek\u00fcndigt, mehrere Hundert Millionen Euro in das Personal und die Infrastruktur investieren zu wollen.<\/p>\n<p class=\"\">Mit Blick auf die EM 2029, die am Mittwoch an Deutschland und den DFB vergeben worden war, schien das alles sehr gut zusammenzupassen. Nun aber ist die Schubkraft, die der Zuschlag f\u00fcr die Endrunde entwickeln soll, erst einmal ged\u00e4mpft und Clubs und DFB offenbar zerstritten.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/em-vergabe-104.webp\" alt=\"Die deutsche Delegation freut sich \u00fcber den Zuschlag f\u00fcr die EM 2029\" title=\"Die deutsche Delegation freut sich \u00fcber den Zuschlag f\u00fcr die EM 2029 | picture alliance\/dpa\/KEYSTONE\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der DFB setzte sich mit seiner Bewerbung gegen zwei Konkurrenten durch. Damit ist Deutschland zum dritten Mal EM-Ausrichter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Bundesligaclubs vs. DFB: Knall im Frauenfu\u00dfball &#8211; Was ist passiert? 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