{"id":624093,"date":"2025-12-05T02:16:24","date_gmt":"2025-12-05T02:16:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/624093\/"},"modified":"2025-12-05T02:16:24","modified_gmt":"2025-12-05T02:16:24","slug":"assad-regime-datei-mit-70-000-leichenbildern-belegt-folter-horror","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/624093\/","title":{"rendered":"Assad-Regime: Datei mit 70.000 Leichenbildern belegt Folter-Horror"},"content":{"rendered":"<p>        Assad-Regime<br \/>\n      Tod und Folter in Syrien: Datei mit 70.000 Leichenbildern belegen Horror<\/p>\n<p>            Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Das Assad-Regime hat Oppositionelle brutal unterdr\u00fcckt. Das machen j\u00fcngst aufgetauchte Leichenbilder von gefolterten Syrern erneut deutlich \u2013 und sie zeigen das System dahinter.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md is-initial\">Das syrische Regime unter Machthaber Baschar- al-Assad hat Tausende Syrer bestialisch gefoltert und get\u00f6tet \u2013 das ist nichts Neues. Doch erst nachdem Assad und seine Familie am 8. Dezember 2024 \u00fcberst\u00fcrzt das Land verlassen hatten und sein Regime wie ein Kartenhaus in sich zusammengebrochen war, wurde das Ausma\u00df des Terror- und Unterdr\u00fcckungssystems vollends sichtbar. Die verlassenen Foltergef\u00e4nginsse al-Khatib und Saidnaja, die in den Dezember-Tagen von Aufst\u00e4ndischen und syrischen B\u00fcrgern gest\u00fcrmt wurden, gaben dem Grauen eine konkrete Vorstellung \u2013 es waren Bilder aus einer dunklen, entmenschlichten Welt.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Jetzt berichten Medien von neuen Beweisen f\u00fcr den Terror gegen die eigenen B\u00fcrger und Oppositionelle, die f\u00fcr das Regime einfach nur Terroristen waren. Dem <a class=\"link--external\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/syrien-assad-verbrechen-damascus-dossier-102.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Norddeutschen Rundfunk<\/a> wurde eine Festplatte zugespielt, die unter anderem 70.365 Fotos von 10.212 Leichen enth\u00e4lt. Der NDR teilte die Daten mit dem WDR, der <a class=\"link--external\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/politik\/harasta-damascus-dossier-syrien-assad-folter-menschenrechte-militaerkrankenhaus-e121368\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220;<\/a> und dem International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ). Weiterhin sind auf der Festplatte Geheimdienstunterlagen, Listen von Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen und Totenscheine gespeichert. Die Ergebnisse der gemeinsamen Recherchen sind weltweit unter dem Titel &#8222;Damascus Dossier&#8220; ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>  Die systematische Folter des Assad-Regimes\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Die meisten Aufnahmen stammen aus den Jahren 2015 und 2016, die letzten entstanden 2024. Sie wurden wohl \u00fcberwiegend im Keller des Milit\u00e4rkrankenhauses Harasta im gleichnamigen Vorort von Damaskus gemacht. Dort war die Gerichtsmedizin untergebracht. Das Krankenhaus war offenbar der zentrale Ort, um die Opfer des Regimes zu dokumentieren und sie von dort aus in Massengr\u00e4bern zu entsorgen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Mehrheitlich wurden drei Aufnahmen (manchmal auch mehr) von einer Leiche gemacht \u2013 von oben, von der Seite und eine Ganzk\u00f6rperbild. Die meisten Toten sind M\u00e4nner, es sind aber auch Frauen, Minderj\u00e4hrige und ein Neugeborenes darunter. Die Leichen tragen Zettel mit Aktenzeichen, manchmal wurden die Nummern direkt auf die Haut gekritzelt. Die Fotodateien enthalten Daten dar\u00fcber, welcher <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/geheimdienst-4176252.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Geheimdienst<\/a> die Toten anlieferte. Dar\u00fcber hinaus enth\u00e4lt die Festplatte Geheimdienstunterlagen, Listen von Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen und Totenscheine der Opfer.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Der gr\u00f6\u00dfte Teil der K\u00f6rper auf den Fotos zeigt laut Auswertung Anzeichen von Unterern\u00e4hrung, viele Tote sind bis auf die Knochen abgemagert. Bei vielen sind Spuren massiver Gewalt sichtbar, die auf systematische <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/folter-4131576.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Folter<\/a> hinweisen. Mehr als 64.000 Menschen sind Sch\u00e4tzungen zufolge seit 2011 in syrischen Gef\u00e4ngnissen umgebracht worden sein. Etwa 160.000 gelten weiterhin als verschwunden, schreibt die &#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220;.<\/p>\n<p>  \u00c4rzte aus dem Krankenhaus sollen in Deutschland praktizieren<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Das Harasta-Krankenhaus diente nicht nur als Leichen-Zentrum, sondern hier wurden laut Recherchen auch Regime-Gegner behandelt \u2013 aber nicht mit dem Ziel zu heilen, sondern sie am Leben zu erhalten, um weitere Informationen aus ihnen herauszupressen. Wer zu krank f\u00fcr die Folter in den Geheimdienstkellern war, wurde in den siebten Stock des Krankenhauses verlegt, berichteten \u00dcberlebende. Die \u00c4rzte zeichneten die Todesscheine von H\u00e4ftlingen ab, standardm\u00e4\u00dfig wurde &#8222;Herzstillstand&#8220; als Todesursache vermerkt.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Interessant d\u00fcrften die Daten auf der Festplatte auch f\u00fcr die Bundesanwaltschaft werden. Dem Bericht zufolge ergaben Recherchen, dass fr\u00fcher in dem Krankenhaus besch\u00e4ftigte \u00c4rzte heute in Deutschland praktizieren. Der Bundesanwaltschaft soll der Datensatz ebenfalls vorliegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Assad-Regime Tod und Folter in Syrien: Datei mit 70.000 Leichenbildern belegen Horror Artikel anh\u00f6ren Kopiere den aktuellen Link&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":624094,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-624093","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-top-news","13":"tag-top-meldungen","14":"tag-topmeldungen","15":"tag-topnews","16":"tag-welt","17":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115664557471256957","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/624093","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=624093"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/624093\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/624094"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=624093"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=624093"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=624093"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}