{"id":624513,"date":"2025-12-05T06:38:14","date_gmt":"2025-12-05T06:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/624513\/"},"modified":"2025-12-05T06:38:14","modified_gmt":"2025-12-05T06:38:14","slug":"nach-absage-mehrerer-laender-oesterreich-hat-kein-verstaendnis-fuer-esc-boykott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/624513\/","title":{"rendered":"Nach Absage mehrerer L\u00e4nder: \u00d6sterreich hat kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ESC-Boykott"},"content":{"rendered":"<p>Nach Absage mehrerer L\u00e4nder\u00d6sterreich hat kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ESC-Boykott<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ORF-Generaldirektor-Roland-Weissmann-spricht-bei-einem-Pressetermin-Medienupdate-zum-Eurovision-Song.webp\" alt=\"ORF-Generaldirektor-Roland-Weissmann-spricht-bei-einem-Pressetermin-Medienupdate-zum-Eurovision-Song-Contest-in-der-Wiener-Stadthalle\"\/>ORF-Intendant Wei\u00dfmann sieht den ESC in Wien als Chance, das Verbindende vor das Trennende zu stellen. (Foto: picture alliance\/dpa\/APA)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Das brutale Vorgehen der israelischen Regierung in Gaza \u00fcberschattet seit 2023 den ESC. Die Teilnahme des Landes am n\u00e4chsten Musikwettbewerb ruft deshalb gemischte Reaktionen hervor. Der Gastgeber des kommenden Contests kann das nicht verstehen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">\u00d6sterreich als Gastgeber f\u00fcr den Eurovision Song Contest 2026 freut sich auf die Teilnahme Israels und zeigt wenig Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Boykott-Ank\u00fcndigungen aus mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Wiens B\u00fcrgermeister Michael Ludwig sagte, er sei generell &#8222;skeptisch, was den Boykott von K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern angeht &#8211; insbesondere, wenn es ihre Herkunft betrifft.&#8220; Kritisch \u00e4u\u00dferte sich auch \u00d6sterreichs \u00f6ffentlich-rechtlicher Sender ORF, der den ESC am 16. Mai in Wien organisiert. Zugleich offenbart die Entscheidung f\u00fcr Israels Teilnahme eine tiefe Spaltung zwischen den Mitgliedssendern der Europ\u00e4ischen Rundfunkunion (EBU).<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wegen Israels Vorgehen im Gaza-Krieg hatten einige Sender den Ausschluss des Landes vom ESC gefordert. Unter anderem Deutschland stellte sich dagegen. Am Donnerstag stimmten die Mitgliedssender der EBU in Genf zwar nicht direkt \u00fcber die Teilnahme Israels ab, sondern \u00fcber eine \u00c4nderung der Abstimmungs- und Werbe-Regeln f\u00fcr den Song Contest. Die mehrheitlich angenommene \u00c4nderung bedeutet nach Angaben der EBU aber, dass alle L\u00e4nder an dem Musikwettbewerb teilnehmen k\u00f6nnten, die das w\u00fcnschten. Damit steht einer Teilnahme Israels am n\u00e4chsten ESC nichts mehr im Weg.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Sender aus Spanien, Irland, Slowenien und den Niederlanden k\u00fcndigten daraufhin den Boykott der Veranstaltung an. Auch Belgien, Island, Schweden und Finnland erw\u00e4gen einen solchen Schritt. Die Spanier geh\u00f6ren wie Deutschland, Gro\u00dfbritannien, Italien und Frankreich zu den f\u00fcnf wichtigsten Geldgebern der Veranstaltung. Welche Auswirkungen die Boykottank\u00fcndigungen auf den Wettbewerb haben werden, ist noch ungewiss. Die Zahl der Teilnehmerl\u00e4nder variiert beim ESC jedes Jahr.<\/p>\n<p>Israel begr\u00fc\u00dft Entscheidung<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">ORF-Intendant Roland Wei\u00dfmann bedauerte den Boykott. &#8222;Ich sehe den Eurovision Song Contest in Wien als Chance, das Verbindende vor das Trennende zu stellen&#8220;, sagte er und betonte, dass am ESC nicht L\u00e4nder teiln\u00e4hmen, sondern K\u00fcnstler. B\u00fcrgermeister Ludwig teilte mit, er begr\u00fc\u00dfe die Entscheidung zu Israels Teilnahme ausdr\u00fccklich. &#8222;Israelische K\u00fcnstler*innen sollen und werden bei uns immer ihre Darbietungen durchf\u00fchren k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Positiv wertete auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die Entscheidung der EBU: &#8222;Israel geh\u00f6rt zum ESC wie Deutschland zu Europa&#8220;, sagte er der &#8222;Bild&#8220;. Deshalb finde er es gut, dass Israel auch 2026 Teil des gr\u00f6\u00dften Gesangswettbewerbs der Welt bleibe. &#8222;ESC ist ein Anlass, mit Freundinnen und Freunden einen tollen Abend zu verbringen und die Vielfalt der Musik zu feiern.&#8220; Beim in der ARD beim ESC federf\u00fchrenden S\u00fcdwestrundfunk (SWR) hie\u00df es, dass man sich auf die Teilnahme am ESC 2026 &#8222;als Fest f\u00fcr Kultur, Vielfalt und Zusammenhalt&#8220; freue. Die Absagen wurden bedauert.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In Israel begr\u00fc\u00dfte Staatspr\u00e4sident Izchak Herzog die Entscheidung ausdr\u00fccklich. Der israelische Rundfunkveranstalter KAN teilte mit, der Versuch, den israelischen Beitrag auszuschlie\u00dfen, k\u00f6nne &#8222;nur als kultureller Boykott verstanden werden. Ein Boykott mag heute beginnen &#8211; mit Israel -, aber niemand wei\u00df, wo er enden wird und wem er noch schaden k\u00f6nnte&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Einhaltung ethischer Grunds\u00e4tze&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dagegen \u00fcbten die Sender aus Spanien, Irland den Niederlanden und Slowenien massive Kritik. Der Pr\u00e4sident des spanischen Senders RTVE, Jos\u00e9 Pablo L\u00f3pez, sagte, die Entscheidung zur Teilnahme Israels best\u00e4tige, dass es sich nicht um einen Musikwettbewerb handele, sondern um ein Festival, das von geopolitischen Interessen dominiert werde. Der niederl\u00e4ndische Sender Avrotros teilte mit, dass &#8222;eine Teilnahme unter den gegenw\u00e4rtigen Umst\u00e4nden mit den f\u00fcr uns wesentlichen \u00f6ffentlichen Werten unvereinbar ist&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der irische Sender RT\u00c9 erkl\u00e4rte, eine Beteiligung Irlands am ESC sei &#8222;angesichts des entsetzlichen Verlusts von Menschenleben in Gaza und der humanit\u00e4ren Krise dort&#8220; unzumutbar. Der slowenische Sender RTV teilte mit, als \u00f6ffentlich-rechtlicher Sender sei man der Einhaltung ethischer Grunds\u00e4tze verpflichtet.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Laut der Rundfunkunion sollen durch die \u00c4nderung der Abstimmungs- und Werbe-Regeln f\u00fcr den Song Contest unter anderem regierungsnahe Werbekampagnen f\u00fcr ESC-Teilnehmer beschr\u00e4nkt werden. Dies war eine Reaktion auf das Ergebnis des ESC 2025 in Basel. Dort hatte die israelische S\u00e4ngerin Yuval Raphael durch extrem viele Publikumsstimmen Platz zwei belegt. Kritiker behaupteten, die Publikumsstimmen seien manipuliert worden. Die \u00c4nderungen sollen laut der EBU f\u00fcr &#8222;Vertrauen, Transparenz und Neutralit\u00e4t&#8220; beim ESC sorgen. Das Motto des 70. ESC-Finales lautet &#8222;United by Music&#8220; &#8211; vereint durch Musik.<\/p>\n<p>Nahost-Konflikt spaltet<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Seit Beginn des Gaza-Kriegs 2023 \u00fcberschattet der Nahost-Konflikt den ESC. Sowohl beim Wettbewerb in Malm\u00f6 2024 als auch in Basel 2025 gab es israelkritische Demonstrationen auf den Stra\u00dfen und vereinzelt auch Pfiffe und Buhrufe im Saal gegen die israelischen Auftritte. Ausl\u00f6ser des Gaza-Kriegs war der Angriff der islamistischen Hamas in Israel am 7. Oktober 2023. Seit fast zwei Monaten gilt eine Waffenruhe zwischen Israel und der Terrororganisation. Beide Seiten werfen einander Verst\u00f6\u00dfe vor. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nach dem Sieg des Countertenors JJ mit seinem Song &#8222;Wasted Love&#8220; in Basel f\u00e4llt \u00d6sterreich 2026 die Rolle des Gastgebers zu. 2025 verfolgten die Veranstaltung rund 170 Millionen Menschen am Fernseher, au\u00dferdem wurden mehr als zwei Milliarden Social-Media-Kontakte gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Eurovision Song Contest hat sich seit den Anf\u00e4ngen 1956 zu einem der kostspieligsten Live-Events Europas entwickelt. Neben den Ausrichtern vor Ort \u00fcbernehmen die f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften ESC-Nationen einen L\u00f6wenanteil der Kosten. Deren Acts sind seit vielen Jahren jedes Mal automatisch f\u00fcr das Finale gesetzt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, raf\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach Absage mehrerer L\u00e4nder\u00d6sterreich hat kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ESC-BoykottORF-Intendant Wei\u00dfmann sieht den ESC in Wien als Chance, das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":624514,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1773],"tags":[29,214,739,30,412,810,1433,471,1780,215],"class_list":{"0":"post-624513","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-serien","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-gaza","11":"tag-germany","12":"tag-israel-krieg","13":"tag-musik","14":"tag-oesterreich","15":"tag-serien","16":"tag-series","17":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/624513","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=624513"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/624513\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/624514"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=624513"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=624513"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=624513"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}