{"id":625011,"date":"2025-12-05T11:26:19","date_gmt":"2025-12-05T11:26:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/625011\/"},"modified":"2025-12-05T11:26:19","modified_gmt":"2025-12-05T11:26:19","slug":"ukraine-unmittelbar-vor-dem-treffen-mit-witkoff-macht-putin-eine-umstrittene-ankuendigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/625011\/","title":{"rendered":"Ukraine: Unmittelbar vor dem Treffen mit Witkoff macht Putin eine umstrittene Ank\u00fcndigung"},"content":{"rendered":"<p>An Dienstagnachmittag trifft Trumps Sondergesandter Steve Witkoff zu Verhandlungen in Moskau ein. Kurz bevor Wladimir Putin ihn empf\u00e4ngt, macht der russische Pr\u00e4sident eine Ank\u00fcndigung, mit der er den Amerikaner beeindrucken m\u00f6chte.<\/p>\n<p data-external=\"Article.FirstParagraph\">Kkurz bevor sich der amerikanische Unterh\u00e4ndler Steve Witkoff am Dienstag mit dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin in Moskau trifft, versuchten sowohl Kiew als auch Moskau milit\u00e4rische St\u00e4rke zu demonstrieren. Die T\u00fcrkei und Russland meldeten den inzwischen vierten ukrainischen Angriff in nur wenigen Tagen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article692698b1f60b758bebd57baf\/ukraine-krieg-wadephul-prognostiziert-der-ukraine-schmerzhafte-zugestaendnisse-und-eine-volksabstimmung-liveticker.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article692698b1f60b758bebd57baf\/ukraine-krieg-wadephul-prognostiziert-der-ukraine-schmerzhafte-zugestaendnisse-und-eine-volksabstimmung-liveticker.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">auf ein russisches Schiff im Schwarzen Meer<\/a>. Russlands Generalstabschef verk\u00fcndete wiederum, sein Land habe die seit Langem hart umk\u00e4mpfte Stadt Pokrowsk in der Oblast Donezk eingenommen sowie Wowschansk in der Oblast Charkiw.<\/p>\n<p>Das Institute for the Study of War, das den Frontverlauf anhand \u00f6ffentlich zug\u00e4nglicher Quellen erhebt, hat jedoch deutliche Zweifel an den russischen Meldungen. \u201eEs ist noch nicht best\u00e4tigt, dass russische Kr\u00e4fte ganz Pokrowsk eingenommen haben, obwohl sie seit 120 Tagen in der Stadt operieren\u201c, hei\u00dft es im aktuellen Bericht des ISW vom Montag. <\/p>\n<p>So sei es unklar, ob die Ukrainer noch vereinzelte Positionen im Norden der Stadt halten w\u00fcrden. Am Montag hatte die Ukraine gemeldet, dass es einer Schnellen Eingreiftruppe gelungen sei, die russischen Kr\u00e4fte in der Stadt zu blockieren.<\/p>\n<p>Pokrowsk ist also offenbar derzeit immer noch umk\u00e4mpft, auch wenn der Fall der Stadt nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint \u2013 und wie hoch die Verluste noch sein werden, die die Ukraine den Russen bei der Eroberung der Stadt noch zuf\u00fcgen kann.  <\/p>\n<p>Milit\u00e4rblogger werfen dem russischen Verteidigungsministerium immer wieder vor, die Lage an der Front zu besch\u00f6nigen. Wenn das Ministerium nun also <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article692c3d3b36b2b6845f1be227\/friedensplan-fuer-kiew-die-sorge-der-ukrainer-darueber-was-witkoff-diesmal-mit-moskau-aushandelt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article692c3d3b36b2b6845f1be227\/friedensplan-fuer-kiew-die-sorge-der-ukrainer-darueber-was-witkoff-diesmal-mit-moskau-aushandelt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">p\u00fcnktlich zum Witkoff-Besuch<\/a> die Einnahme der Stadt meldet, scheint das eher einer politischen Logik zu folgen, als die milit\u00e4rische Realit\u00e4t abzubilden. <\/p>\n<p>Der Kreml will damit auch gegen\u00fcber den Amerikanern den Eindruck erwecken, dass eine ukrainische Niederlage nur eine Frage der Zeit sei, um mehr Zugest\u00e4ndnisse herauszuverhandeln. <\/p>\n<p>In der Vergangenheit hatte das Putin-Regime auf amerikanischer Seite durchaus erfolgreich den Eindruck erweckt, dass die Ukrainer den Krieg verlieren w\u00fcrden. Man erinnere sich nur an das desastr\u00f6se erste Treffen Donald Trumps mit Wolodymyr Selenskyj im Wei\u00dfen Haus Ende Februar, als der US-Pr\u00e4sident seinem ukrainischen Kollegen sagte, er habe keine Karten mehr in der Hand.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich kann von einem Zusammenbruch der ukrainischen Front keine Rede sein. Die Russen kommen nur langsam voran, und das unter gro\u00dfen Verlusten. Allerdings hat Moskau im November nach Berechnungen von Reuters so viel Boden gut gemacht wie seit einem Jahr nicht mehr. Die Nachrichtenagentur hatte daf\u00fcr die vom ISW ermittelten Frontverl\u00e4ufe ausgewertet. Ein taktischer Durchbruch ist Moskau aber bisher nicht gelungen.<\/p>\n<p>Kiew versucht nun seinerseits den Eindruck zu zerstreuen, dass es keine Alternativen mehr zu einem russischen Diktatfrieden habe. Die Ukraine hat ihre Attacken auf russische \u00d6lanlagen intensiviert und in den vergangenen Tagen eine ganz neue Front (wieder-) er\u00f6ffnet. So wurden mehrere Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer angegriffen und zwei davon versenkt. <\/p>\n<p>Die Tanker fuhren in der Ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszone der T\u00fcrkei, als sie mit Seedrohnen angegriffen wurden, und waren auf dem Weg zu den russischen Terminals in Noworossijsk, um \u00d6l zu laden. In den vergangenen Tagen griff die Ukraine dort auch das Terminal der Pipeline an, \u00fcber die \u00d6l vom Kaspischen Meer nach Noworossijsk transportiert wird.<\/p>\n<p>Die Ukraine versucht offenbar, den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus6908abfa33d8de5389e4d5aa\/oel-und-gas-aus-russland-ploetzlich-droht-putin-ein-rohstoff-desaster.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus6908abfa33d8de5389e4d5aa\/oel-und-gas-aus-russland-ploetzlich-droht-putin-ein-rohstoff-desaster.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00d6lexport Russlands<\/a> \u00fcber das Schwarze Meer zu stoppen. Gleichzeitig signalisiert Kiew damit, dass es durchaus noch \u201eKarten\u201c in der Hand h\u00e4lt, um Russland weh zu tun. Dass die Ukraine also keineswegs so verzweifelt und milit\u00e4risch in der Defensive ist, dass sie jeglicher politischen L\u00f6sung zustimmen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>\u201eDie Russen verkaufen das Narrativ in der ganzen Welt, dass die Ukraine sich angeblich nicht verteidigen kann\u201c, schrieb Selenskyj vor einigen Tagen auf X. \u201eDie t\u00e4glichen Kampfergebnisse unserer ukrainischen Armee, unserer Spezialkr\u00e4fte und der Angriffe tief in russischem Gebiet zeigen, dass die Ukraine sich und ihre Interessen verteidigen kann.\u201c<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/clemens-wergin\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/clemens-wergin\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"><b>Clemens Wergin<\/b><\/a><b> ist seit 2020 Chefkorrespondent Au\u00dfenpolitik von WELT. Er berichtet vorwiegend \u00fcber den Ukraine-Krieg, den Nahen Osten und die USA. <\/b> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"An Dienstagnachmittag trifft Trumps Sondergesandter Steve Witkoff zu Verhandlungen in Moskau ein. Kurz bevor Wladimir Putin ihn empf\u00e4ngt,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":625012,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,106596,147954,111,15725,115,12,33124,116,317,9197,112,117],"class_list":{"0":"post-625011","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-oelindustrie-ks","14":"tag-pipelines-ks","15":"tag-putin","16":"tag-russland-politik","17":"tag-russland-ukraine-krieg-24-2-2022","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-schwarzes-meer","20":"tag-selenskyj","21":"tag-ukraine","22":"tag-ukraine-politik","23":"tag-wladimir","24":"tag-wolodymyr"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115666720320434161","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/625011","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=625011"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/625011\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/625012"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=625011"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=625011"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=625011"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}