{"id":625126,"date":"2025-12-05T12:29:12","date_gmt":"2025-12-05T12:29:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/625126\/"},"modified":"2025-12-05T12:29:12","modified_gmt":"2025-12-05T12:29:12","slug":"zweites-research-festival-zeigt-die-bandbreite-der-medizinischen-forschung-in-kiel-von-den-grundlagen-bis-zur-klinik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/625126\/","title":{"rendered":"Zweites Research Festival zeigt die Bandbreite der medizinischen Forschung in Kiel \u2013 von den Grundlagen bis zur Klinik"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDieser Tag geh\u00f6rt den Forschenden der Fakult\u00e4t. Sie arbeiten an den Fragen, die f\u00fcr die Medizin von morgen wichtig sind.\u201c Mit diesen Worten er\u00f6ffnete Forschungsdekan Professor Philip Rosenstiel am 2. Dezember 2025 das zweite Research Festival der Medizinischen Fakult\u00e4t der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel (CAU) im Wissenschaftszentrum Kiel. Wie wichtig eine solche Veranstaltung ist, betonte Guido Wendt, Staatsekret\u00e4r im Ministerium f\u00fcr Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein in seinem Gru\u00dfwort. \u201eDas, was Sie hier machen, ist das, was wir brauchen.\u201c Universit\u00e4ten ben\u00f6tigten inspirierende Orte wie das Wissenschaftszentrum und Forschende, die f\u00fcr ihre Themen brennen. \u201eNur so ist es m\u00f6glich, dass sich neue Ideen entwickeln, die die medizinische Forschung auf dem exzellenten Niveau halten, auf dem sie ist.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Einblick in laufende Projekte, anregende Gespr\u00e4che und neue Kontakte<\/p>\n<p>Wie bei der erfolgreichen Premiere im Vorjahr bot das Research Festival eine Plattform f\u00fcr den wissenschaftlichen Austausch. Ziel der Veranstaltung war es, insbesondere dem medizinischen Nachwuchs die M\u00f6glichkeit zu geben, eigene Forschungsergebnisse einem breiten Fachpublikum vorzustellen und den interdisziplin\u00e4ren Dialog zu f\u00f6rdern. Rund 150 G\u00e4ste nutzten diese Gelegenheit zur Information und Vernetzung. 80 Nachwuchsforschende stellten ihre Arbeiten in Form von Kurzvortr\u00e4gen und Posterpr\u00e4sentationen vor. Die Vortr\u00e4ge waren in vier thematisch unterschiedliche Bl\u00f6cke aufgeteilt: (1) klinische Forschung und translationale Ans\u00e4tze, (2) digitale Gesundheit, KI und biomedizinische Datenwissenschaft, (3) molekulare Mechanismen und Therapieziele sowie (4) Krankheitsmodelle und experimentelle Systeme. Die Teilnahme mit einem eigenen Beitrag setzte die Einreichung und positive Begutachtung eines Abstracts voraus.\u00a0<\/p>\n<p>In seiner Begr\u00fc\u00dfungsansprache hob Rosenstiel die Verantwortung und die Wirkung hervor, die von jeder wissenschaftlichen T\u00e4tigkeit ausgehe: \u201eWas ihr tut, bewirkt etwas und ihr m\u00fcsst entscheiden, welche Wirkung ihr erzielen wollt.\u201c Er ermutigte die Teilnehmenden, trotz m\u00f6glicher R\u00fcckschl\u00e4ge \u201emutig zu bleiben\u201c und einen Raum zu schaffen, \u201ein dem Ideen wachsen d\u00fcrfen, auch solche die ungew\u00f6hnlich unbequem oder ganz neu sind.\u201c Staatssekret\u00e4r Wendt unterstrich die zentrale Bedeutung von fach\u00fcbergreifendem Arbeiten. \u201eDer Dialog \u00fcber Disziplinen hinweg ist eine der hilfreichsten Ressourcen in der Wissenschaft.\u00a0Das Netzwerk, das hier \u00fcber die gemeinsame Nutzung von Infrastrukturplattformen und die gelebte Interdisziplinarit\u00e4t aufgebaut worden ist, steht damit auch Ihnen als Nachwuchs offen.\u201c<\/p>\n<p>Kieler Materialwissenschaftler h\u00e4lt Keynote-Lecture<\/p>\n<p>Apropos Interdisziplinarit\u00e4t \u2013 die Keynote-Lecture hielt nicht etwa ein Mediziner oder eine Medizinerin, sondern der Materialwissenschaftler Professor Rainer Adelung. Der diesj\u00e4hrige Innovationspreistr\u00e4ger der Stadt Kiel leitet die Arbeitsgruppe f\u00fcr Funktionale Nanomaterialien am Institut f\u00fcr Materialwissenschaft der CAU. Er stellte zukunftsweisende Entwicklungen aus seiner Arbeitsgruppe vor, die Potenzial f\u00fcr medizinische Anwendungen haben. Dazu z\u00e4hlt etwa tetrapodales Zinkoxid, das aufgrund seiner speziellen Morphologie und Kristallstruktur besondere Eigenschaften hat. Zum Beispiel zieht es Viren an und h\u00e4lt sie fest. In einem Wundschutzgel gegen Lippenherpes ist es bereits auf dem Markt verf\u00fcgbar. Auch andere Materialien aus seiner \u201eSchmiede\u201c bieten vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Forschungskooperationen mit der Medizin.\u00a0<\/p>\n<p>Verleihung der Research Festival Awards<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt des Research Festival standen jedoch die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in einem Vortragsmarathon ihre Projekte vorstellten. Die besten Pr\u00e4sentationen erhielten am Ende der Veranstaltung eine Auszeichnung in Form einer Urkunde und eines 100-Euro-Hugendubel-Gutscheins. Acht\u00a0wissenschaftliche Beitr\u00e4ge wurden von einer Fachjury mit dem \u201eResearch Festival Award for Outstanding Research Achievements\u201c belohnt. Die Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger sind: Franziska Kimmig (Large-scale analysis of temporal gene expression variation in peripheral blood), Britt Sievers (Single-Incision Laparoscopic Surgery (SILS) Versus Standard Three-Port Laparoscopy (3PL) in Pediatric Appendectomy: Analysis of Preoperative Risk Factors and Outcomes), Andre Geisler (Vesiculome \u2013 Understanding bacterial vesicles of the human gut microbiome), Lena Best (Immune-Microbiome Interaction in the Gastrointestinal Tract of Aging Mice), Julia Wahrendorf (Intraoral scans as a communication tool regarding oral hygiene instructions within periodontal therapy), Yifan Chen (Mathematical modelling of CAR T-cell treatment in diffuse large B-cell lymphoma), Daniel Meisinger (Investigating SPPL3-Mediated Secretion Dynamics of Golgi Proteins Using the RUSH System), Josh Philipp Peters (NMR Hyperpolarization-Guided Insights into Monocarboxylate Transport in Pancreatic Tumors).<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich erhielten zwei Pr\u00e4sentationen, die den meisten Zuspruch vom Publikum erhielten, den \u201eResearch Festival Award for the Audience&#8217;s Favorite Presentation\u201c. Die Ausgezeichneten sind Juliane Adelssen (Mapping the Cross-Species Molecular Network in Xenotransplanted Hearts) und Charbel Assaf (J-coupling interactions and Hydrogen\/Ligand Exchange in SABRE-pyruvate Systems).<\/p>\n<p>Noch vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung konnten sich Studierende und Nachwuchsforschende in dem Workshop zu der Frage \u201eHow to start science?\u201c schlau machen. Zentraler Bestandteil des Workshops war die Entwicklung eines neuen Wahlfachs \u201eWissenschaftliches Arbeiten und evidenzbasierte Medizin\u201c, das ab Sommersemester 2026 Studierende fr\u00fch an wissenschaftliche Methoden heranf\u00fchren und sie f\u00fcr eigene Forschungsarbeiten wie auch f\u00fcr die Promotion st\u00e4rken soll.\u00a0<\/p>\n<p>Text: Kerstin Nees<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eDieser Tag geh\u00f6rt den Forschenden der Fakult\u00e4t. 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