{"id":625332,"date":"2025-12-05T14:34:16","date_gmt":"2025-12-05T14:34:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/625332\/"},"modified":"2025-12-05T14:34:16","modified_gmt":"2025-12-05T14:34:16","slug":"mhh-bekommt-niedersaechsischen-gesundheitspreis-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/625332\/","title":{"rendered":"MHH bekommt Nieders\u00e4chsischen Gesundheitspreis 2025"},"content":{"rendered":"<p>Eine besondere Ehrung f\u00fcr ein interdisziplin\u00e4res Team der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): Das Projekt \u201eTime is Brain &amp; Team is Brain \u2013 Digitalisierung im Prozess der Schlaganfallakutversorgung\u201c wurde am\u202f4.\u202fDezember mit dem Nieders\u00e4chsischen Gesundheitspreis\u202f2025 ausgezeichnet. Das Team aus Fachleuten der Medizin und der Informatik setzte sich in der Kategorie \u201eDigital Health \u2013 Chancen von KI und digitalen Technologien nutzen\u201c durch. Der Preis wurde gemeinsam verliehen von dem Nieders\u00e4chsischen Ministerium f\u00fcr Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, dem Nieders\u00e4chsischen Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Verkehr und Bauen, der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung Niedersachsen, der AOK \u2013 die Gesundheitskasse f\u00fcr Niedersachsen und der Apothekerkammer Niedersachsen.<\/p>\n<p>In Deutschland erleiden j\u00e4hrlich rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Und jeder Schlaganfall ist ein Notfall. \u201e\u201aTime is Brain\u2018 und mittlerweile auch \u201aTeam is Brain\u2018 sind die wichtigsten Grunds\u00e4tze in der Schlaganfallbehandlung\u201c, sagt Privatdozent (PD) Dr. Hans Worthmann. Der Neurologe leitet das ausgezeichnete Digitalisierungsprojekt gemeinsam mit Mareike Schulze vom Peter L. Reichertz Institut f\u00fcr Medizinische Informatik (PLRI) der TU Braunschweig und der MHH. Neben Fachleuten der Klinik f\u00fcr Neurologie und des PLRI geh\u00f6ren auch Spezialistinnen und Spezialisten der Notaufnahme sowie der MHH Information Technology (MIT) zum Team.<\/p>\n<p>\u201eTime is Brain\u201c steht daf\u00fcr, dass bei einem Schlaganfall jede Minute z\u00e4hlt. Die betroffene Person ben\u00f6tigt die Akuttherapien m\u00f6glichst schnell, um das Risiko f\u00fcr bleibende Sch\u00e4den zu minimieren. \u201eTeam is Brain\u201c bedeutet, dass alle an der Behandlung Beteiligten aus verschiedenen Bereichen wie Rettungsdienst, Notaufnahme, Neurologie und Neuroradiologie reibungslos Hand in Hand zusammenarbeiten, um den Patientinnen und Patienten schnell helfen zu k\u00f6nnen. Mit dem Projekt \u201eTime is Brain &amp; Team is Brain \u2013 Digitalisierung im Prozess der Schlaganfallakutversorgung\u201c gelang es dem Team, den beiden Grunds\u00e4tzen einen deutlichen Vorschub zu verschaffen. In den vergangenen drei Jahren wurden sowohl die Behandlungszeiten schneller als auch die Kommunikations- und Dokumentationsabl\u00e4ufe im Team einfacher.<\/p>\n<p>\u201eDer Kern unserer Ma\u00dfnahme ist die Anbindung einer kommerziellen Smartphone-App an unser Krankenhausinformationssystem\u201c, erkl\u00e4rt PD Dr. Worthmann. \u201eMithilfe dieser App ist eine sogenannte Single Call Activation m\u00f6glich. Statt wie fr\u00fcher jede Berufsgruppe einzeln telefonisch zu informieren, k\u00f6nnen wir jetzt alle beteiligten Teams gleichzeitig benachrichtigen und wichtige Infos zu Symptomen und Ankunftszeit der Patientinnen und Patienten in der Klinik mitteilen. Somit k\u00f6nnen alle Prozessbeteiligten in die Vorbereitung der einzelnen Arbeitsschritte gehen.\u201c Die technischen und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen zur Integration der Smartphone-APP hatten Fachleute der Medizinischen Informatik des PLRI gemeinsam mit Medizinerinnen und Medizinern erarbeitet. Um das interdisziplin\u00e4re Behandlungsteam fit f\u00fcr das optimierte digitale Arbeitsumfeld zu machen, werden regelm\u00e4\u00dfig Simulationstrainings durchgef\u00fchrt. Bisher haben an dem beliebten \u201eStroke-Team-Training\u201c mehr als 200 Personen aus Kliniken und Rettungsdienst teilgenommen.<\/p>\n<p>\u201ePro Jahr werden in der MHH mehr als 1.000 Patientinnen und Patienten mit Schlaganfall behandelt \u2013 inzwischen im Umfeld der optimierten digitalen Schlaganfallakutversorgung\u201c, berichtet der Direktor der Klinik f\u00fcr Neurologie, Prof. Dr. Aiden Haghikia. Die Single Call Activation geh\u00f6rt mittlerweile zur Routine. Den positiven Effekt der digitalen Infrastruktur belegt eine einj\u00e4hrige Beobachtungsstudie: Die \u201eDoor-to-Needle-Zeit\u201c, also die Zeit zwischen der Einlieferung und dem Beginn der sogenannten \u201eLysetherapie\u201c zur Aufl\u00f6sung des Blutgerinnsels im Gehirn, hat sich von durchschnittlich 27 Minuten auf 19,5 Minuten verringert. Das sind wichtige siebeneinhalb Minuten, in denen Hirnzellen vor dem Absterben gerettet werden. \u201eDas ist ein beachtlicher Fortschritt und zeigt das gro\u00dfe Potenzial von digitalen Anwendungen bei der Optimierung von Prozessen im Gesundheitswesen\u201c, stellt PD Dr. Worthmann fest.<\/p>\n<p>Das aufwendige Unterfangen sei nur durch enge Kooperation umsetzbar gewesen, betonen die Projektleitenden PD Dr. Worthmann und Mareike Schulze. \u201eUnbedingt sind hier Dr. Johanna Ernst, Dr. Anna-Lena Boeck und Tom Nolden aus der Neurologie sowie Clara Fricke vom MIT hervorzuheben\u201c, sagt Mareike Schulze. Bei dem Projekt bekam das Team auch Unterst\u00fctzung von zwei Medizindoktoranden und zwei Masterstudierenden der Informatik des strukturierten Graduiertenkollegs \u201eDigiStrucMed\u201c. \u201eDas hat uns sehr geholfen. Die fr\u00fche Zusammenarbeit von IT und Medizin ist au\u00dferordentlich wichtig, um die Digitalisierung des Gesundheitswesens effizient zu gestalten\u201c, ist PD Dr. Worthmann mit Blick auf die Zukunft \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Der Nieders\u00e4chsische Gesundheitspreis wurde in diesem Jahr bereits zum 15. Mal verliehen. Ausgezeichnet werden kreative und praxistaugliche Projekte und Ans\u00e4tze, die zur Weiterentwicklung und Optimierung der Gesundheitsf\u00f6rderung und -versorgung beitragen und das Ziel verfolgen, innovative Versorgungsl\u00f6sungen zu schaffen. Gleichzeitig sollen diese zum Nachahmen anregen und als Vorbild dienen.<\/p>\n<p>Videos \u00fcber die MHH        <\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" class=\"fullwidth\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/MHH-Stele.jpg\" alt=\"Eine S\u00e4ule mit den Buchstaben &quot;MHH&quot;, im Hintergrund Geb\u00e4ude.\" data-copyright-text=\"\u00a9 Karin Kaiser\/MHH\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                            \u00a9                                 Karin Kaiser\/MHH<\/p>\n<p>                                    Medizinische \u00adHochschule \u00adauf wissen.hannover.de<\/p>\n<p>\n                                                                Videos der Medizinische \u00adHochschule \u00adHannover auf der Mediathek der Initiative Wissenschaft Hannover.<\/p>\n<p>                                    <a href=\"https:\/\/wissen.hannover.de\/Einrichtungen\/Medizinische-%C2%ADHochschule-%C2%ADHannover\" class=\"content__read-more\" aria-label=\"Medizinische \u00adHochschule \u00adauf wissen.hannover.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        lesen<br \/>\n                    <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine besondere Ehrung f\u00fcr ein interdisziplin\u00e4res Team der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): Das Projekt \u201eTime is Brain &amp;&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":59130,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[3364,29,30,46,1411],"class_list":{"0":"post-625332","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-hannover","12":"tag-niedersachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115667459707288971","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/625332","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=625332"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/625332\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/59130"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=625332"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=625332"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=625332"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}