{"id":626034,"date":"2025-12-05T21:22:28","date_gmt":"2025-12-05T21:22:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/626034\/"},"modified":"2025-12-05T21:22:28","modified_gmt":"2025-12-05T21:22:28","slug":"viele-tausend-demonstranten-bei-protesten-gegen-wehrdienst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/626034\/","title":{"rendered":"Viele tausend Demonstranten bei Protesten gegen Wehrdienst"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; In zahlreichen St\u00e4dten und Orten in ganz Deutschland haben viele tausend Sch\u00fcler und andere Menschen gegen das neue Wehrdienst-Gesetz der Bundesregierung demonstriert. Viele von ihnen schw\u00e4nzten f\u00fcr den Protest den Schulunterricht. Die Initiatoren der Demonstrationen hatten zu einem \u00abSchulstreik gegen Wehrpflicht\u00bb aufgerufen. In mehreren Bundesl\u00e4ndern hatten Ministerien auf die Schulpflicht verwiesen.\u00a0<\/p>\n<p>Der Bundestag beschloss am Vormittag das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz. CDU und SPD hatten sich auf einen zun\u00e4chst freiwilligen Wehrdienst geeinigt. Das Gesetz soll zum 1. Januar 2026 in Kraft treten. Junge M\u00e4nner m\u00fcssen dann einen Fragebogen ausf\u00fcllen. Sp\u00e4ter sollen sie gemustert werden.\u00a0<\/p>\n<p>Vor allem in den gro\u00dfen St\u00e4dten beteiligten sich viele meist junge Menschen an den Demonstrationen. In Berlin versammelten sich ab Mittag nach Polizeiangaben etwa 3000 Demonstranten und zogen durch den Stadtteil Kreuzberg. Viele hatten Transparente dabei, auch Sprechch\u00f6re richteten sich gegen einen Wehrdienst bei der Bundeswehr. An der Demonstration nahmen auch Eltern mit kleineren Kindern und Grundschulklassen mit selbstgebastelten Plakaten teil.\u00a0<\/p>\n<p>Von den Eltern krankgeschrieben<\/p>\n<p>Der 16-j\u00e4hrige Justin sagte: \u00abWir wollen die Wehrpflicht nicht, deswegen stehen wir heute hier. Es gibt Leute, die haben andere W\u00fcnsche und haben einen Traumberuf. Wenn sie dann eingesetzt werden, wird ihnen das verbaut.\u00bb Theo, ebenfalls 16 Jahre alt, erg\u00e4nzte: \u00abIch finde, man sollte nicht gegen seinen Willen zum Milit\u00e4r gezwungen werden, sich f\u00fcr eine Regierung in den Tod zu werfen oder f\u00fcr sie zu k\u00e4mpfen.\u00bb Beide Berliner Sch\u00fcler lie\u00dfen sich von ihren Eltern f\u00fcr die Demonstration krankschreiben.\u00a0<\/p>\n<p>In Hamburg gingen nach Polizeiangaben 1700 Menschen auf die Stra\u00dfe, die Organisatoren sprachen von bis zu 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Auch in zahlreichen St\u00e4dten Nordrhein-Westfalens gab es Demonstrationen, in Dortmund mit 1.000 Teilnehmern, in K\u00f6ln, D\u00fcsseldorf, Essen und Bochum jeweils mit mehreren hundert.<\/p>\n<p>\u00abF\u00fcr Wahlen zu jung, aber f\u00fcr Krieg reicht&#8217;s\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Gut 2.000 Menschen beteiligten sich in Sachsen am \u00abSchulstreik\u00bb, etwa in Dresden, Leipzig und Chemnitz. Die \u00fcberwiegend jungen Menschen in Dresden riefen \u00abKein Mensch, kein Cent der Bundeswehr\u00bb und \u00abHoch mit der Bildung, runter mit der R\u00fcstung\u00bb. Auf den Transparenten und Plakaten war unter anderem zu lesen: \u00abF\u00fcr Wahlen zu jung, aber f\u00fcr Krieg reicht&#8217;s\u00bb und \u00abF\u00fcr eine Zukunft ohne Zwangsdienste\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>Im S\u00fcden Deutschlands gab es Demonstrationen mit insgesamt vielen tausend Menschen in M\u00fcnchen, Stuttgart, Freiburg, und Heidelberg. In Frankfurt versammelten sich laut Polizei rund 600 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler.\u00a0Unter ihnen waren auch Friedemann (15) und Max (16), die sagten, sie f\u00e4nden es wichtig zu zeigen, \u00abdass wir nicht einverstanden damit sind, dass praktisch die \u00e4lteren Politiker dar\u00fcber entscheiden, wie wir zu leben haben oder was wir machen m\u00fcssen\u00bb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; In zahlreichen St\u00e4dten und Orten in ganz Deutschland haben viele tausend Sch\u00fcler und andere Menschen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":626035,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[1180,3364,507,29,30,1209,966,4961,4418],"class_list":{"0":"post-626034","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-bundestag","9":"tag-de","10":"tag-demonstration","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-nordrhein-westfalen","14":"tag-schule","15":"tag-verteidigung","16":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115669063673027665","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/626034","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=626034"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/626034\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/626035"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=626034"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=626034"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=626034"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}