{"id":626043,"date":"2025-12-05T21:27:16","date_gmt":"2025-12-05T21:27:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/626043\/"},"modified":"2025-12-05T21:27:16","modified_gmt":"2025-12-05T21:27:16","slug":"was-trumps-einreisestopp-bedeutet-dw-05-12-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/626043\/","title":{"rendered":"Was Trumps Einreisestopp bedeutet \u2013 DW \u2013 05.12.2025"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-donald-trump-asylrecht-green-card-versch\u00e4rfung-ausl\u00e4nderrecht\/a-74950374\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Drastische Ma\u00dfnahmen gegen Einwanderung<\/a>\u00a0hatte\u00a0US-Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> schon Ende November angek\u00fcndigt. Mittlerweile sind die ersten davon in Kraft. Zun\u00e4chst hatte seine Regierung <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump-aufnahmestopp-ausl\u00e4nder-dritte-welt-usa-nationalgarde-migration\/a-74934210\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">s\u00e4mtliche Asylverfahren einstweilen ausgesetzt<\/a>:\u00a0&#8222;Bis wir sicherstellen k\u00f6nnen, dass jeder Ausl\u00e4nder so gr\u00fcndlich wie m\u00f6glich \u00fcberpr\u00fcft und kontrolliert wird&#8220;, teilte die US-Einwanderungsbeh\u00f6rde (USCIS) mit.<\/p>\n<p>Mittlerweile wurden weitere Beschr\u00e4nkungen gegen die Staatsangeh\u00f6rigen aus 19 L\u00e4ndern verh\u00e4ngt. Sie umfassen\u00a0Einreiseverbote sowie die Aussetzung s\u00e4mtlicher Einwanderungsantr\u00e4ge\u00a0oder Einb\u00fcrgerungen. Auch die Vergabe permanenter Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen, Green Cards genannt, sind f\u00fcr Menschen der fraglichen Nationalit\u00e4ten\u00a0ausgesetzt. Und damit nicht genug: USCIS-Chef Joseph Edlow ordnete nach eigenen Angaben eine &#8222;umfassende, strenge \u00dcberpr\u00fcfung jeder Green Card f\u00fcr jeden Ausl\u00e4nder aus den betroffenen L\u00e4ndern&#8220; an, also auch Inhaber bereits erteilter Aufenthaltstitel.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74936719\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74936719_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Zwei Frauen mit Kopft\u00fcchern in weite Gew\u00e4nder gekleidet gehen \u00fcber einen kleinen Platz am Stra\u00dfenrand\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Frauen im \u00fcberwiegend somalisch gepr\u00e4gten Stadtteil Cedar-Riverside von Minneapolis: M\u00fcssen auch sie nun um ihre Aufenthaltserlaubnis bangen?Bild: Jessie Wardarski\/AP Photo\/picture alliance<\/p>\n<p>Warum geht die US-Regierung diesen Schritt?<\/p>\n<p>Aktueller Hintergrund ist ein <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump-sch\u00fcsse-nationalgarde-terror-washington-afghanistan-usa\/a-74915415\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Attentat auf zwei Nationalgardisten in Washington<\/a>. Am Mittwoch vergangener Woche waren diese im Zentrum der US-Hauptstadt durch Sch\u00fcsse schwer verletzt worden, sp\u00e4ter starb eines der Tatopfer. Der mutma\u00dfliche Angreifer, ein 29-j\u00e4hriger Afghane, wurde festgenommen und wegen Mordes angeklagt. Medienberichten zufolge war er 2021, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/bericht-sieht-schuld-f\u00fcr-debakel-bei-afghanistan-abzug-bei-trump\/a-65254697\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">im Jahr des chaotischen US-Truppenabzugs<\/a>\u00a0aus <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/afghanistan\/t-17281039\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Afghanistan<\/a>, in die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-vereinigte-staaten-amerika\/t-17286012\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> eingereist; zuvor hatte er in seinem Heimatland f\u00fcr den US-Auslandsgeheimdienst\u00a0CIA\u00a0und andere US-Regierungsstellen gearbeitet.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74950342\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74950342_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Blumen und US-Flagge in einem Pflanzenk\u00fcbel auf dem B\u00fcrgersteig nahe einer Stra\u00dfenkreuzung\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Am Tatort des Angriffs auf zwei Nationalgardisten in Washington DC haben Trauernde Blumen abgelegtBild: Keiichi Nakane\/AP Photo\/picture alliance<\/p>\n<p>Das Vorgehen der Trump-Regierung reiht sich jedoch ein in eine seit Monaten <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/us-einwanderungsbeh\u00f6rde-ice-au\u00dfer-kontrolle\/a-74645100\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">immer rigidere Asyl- und Migrationspolitik<\/a>. So nutzte der US-Pr\u00e4sident auch diesen\u00a0Vorfall erneut zu einer scharfen Kritik an den Einwanderungsregularien\u00a0unter Ex-Pr\u00e4sident Joe Biden. Er behauptete, der mutma\u00dfliche Attent\u00e4ter sei\u00a0wie viele andere Menschen auch\u00a0w\u00e4hrend der Amtszeit seines demokratischen Vorg\u00e4ngers &#8222;ungepr\u00fcft&#8220; eingereist.<\/p>\n<p>Trumps eigenes Justizministerium jedoch widersprach dem US-Pr\u00e4sidenten: Demnach sei der Mann seinerzeit vom Heimatschutzministerium und der Bundespolizei umfassend hinsichtlich Sicherheitsbedenken \u00fcberpr\u00fcft worden &#8211; der Befund damals: &#8222;unauff\u00e4llig&#8220;.<\/p>\n<p>Welche L\u00e4nder sind betroffen?<\/p>\n<p>Der Einwanderungsstopp gilt f\u00fcr B\u00fcrger von Staaten aus drei Kontinenten. Neben Afghanistan sind in Asien auch Jemen, Iran, Turkmenistan, Myanmar und Laos betroffen, in Lateinamerika gilt er f\u00fcr Kuba, Haiti und Venezuela. Die meisten der sanktionierten Staaten liegen in Afrika: Libyen, Tschad, Sudan, Eritrea, Somalia, Sierra Leone, Togo, \u00c4quatorialguinea, die Republik Kongo und Burundi.<\/p>\n<p>Es handelt sich um dieselben 19 Staaten, f\u00fcr die die US-Regierung\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/trumps-travel-ban-die-usa-schotten-sich-weiter-ab\/a-72803481\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">schon im Juni 2025 Einreiseverbote verh\u00e4ngt<\/a> hat. Diese Restriktionen wurden nun nochmals versch\u00e4rft. In den USA gelten die L\u00e4nder als &#8222;Hochrisikostaaten&#8220;, weil die US-Beh\u00f6rden nach eigenen Angaben nicht gen\u00fcgend verl\u00e4ssliche Informationen \u00fcber deren Staatsangeh\u00f6rige erhalten, um Sicherheitspr\u00fcfungen durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Viele der betroffenen Staaten sollen zudem keine ausreichende Kooperation bei der R\u00fccknahme von ausreisepflichtigen Personen gezeigt haben.<\/p>\n<p>Welche Auswirkungen hat das f\u00fcr die Betroffenen?<\/p>\n<p>Die Restriktionen haben weitreichende Auswirkungen f\u00fcr die betroffenen Personen: S\u00e4mtliche Green-Card-Verfahren, Einb\u00fcrgerungen und Asylverfahren sind zun\u00e4chst auf Eis gelegt. Betroffene k\u00f6nnen ihre Antr\u00e4ge nicht weiterverfolgen, selbst wenn diese bereits in Bearbeitung waren. Sogar Inhaber einer Green Card k\u00f6nnten diese wohl nach einer neuerlichen Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung wieder verlieren.\u00a0Im schlimmsten Fall w\u00fcrde ihnen dann eine Abschiebung in ihre Heimatl\u00e4nder drohen.<\/p>\n<p>Ende dieser Woche hie\u00df es, die US-Regierung verk\u00fcrze zudem die maximale G\u00fcltigkeitsdauer von Arbeitsgenehmigungen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge, Asylsuchende und andere Migranten von f\u00fcnf Jahren auf 18 Monate.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74500446\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74500446_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Proteste vor dem Trump Tower gegen die Grenzschutzbeh\u00f6rde ICE\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Die rigide Migrationspolitik der Trump-Administration hat in den USA bereits f\u00fcr zahlreiche Proteste gesorgtBild: Gina M Randazzo\/ZUMA\/IMAGO<\/p>\n<p>Da derzeit alle Asylantr\u00e4ge auf Eis gelegt sind, k\u00f6nnen Kriegsfl\u00fcchtlinge und politisch Verfolgte aus der ganzen Welt in den USA derzeit keinen sicheren Zufluchtsort finden. Zudem wird eine Zusammenf\u00fchrung betroffener Familien massiv erschwert oder gar verhindert. Denn auch Angeh\u00f6rige in die USA nachzuholen ist nicht m\u00f6glich &#8211;\u00a0und das auf unbestimmte Zeit.<\/p>\n<p>Aber auch der Wirtschaft in den USA drohen negative Folgen. Denn der Stopp trifft auch Sektoren, die stark auf Arbeitskr\u00e4fte aus dem Ausland angewiesen sind &#8211;\u00a0besonders in Gesundheit, Wissenschaft und Technik. Durch das Verweigern von Visa, Green Cards oder Arbeitsgenehmigungen wird der Talent- und Fachkr\u00e4fteimport auch in diesen Bereichen erschwert.<\/p>\n<p>Welche Kritik gibt es an den Ma\u00dfnahmen?<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die US-Regierung die Ma\u00dfnahmen als notwendige Schritte zum Schutz der nationalen Sicherheit erachtet, \u00fcben demokratische Abgeordnete und Menschenrechtsorganisationen scharfe Kritik. &#8222;Es gibt nichts, was diese 19 L\u00e4nder in sinnvoller Weise miteinander verbindet, au\u00dfer der opportunistischen Stigmatisierung und Ausgrenzung von Menschen aufgrund ihres Geburtsortes durch die Regierung&#8220;, erkl\u00e4rte Tanya Greene, die\u00a0Direktorin des <a rel=\"noopener follow nofollow\" target=\"_blank\" class=\"external-link\" href=\"https:\/\/www.hrw.org\/news\/2025\/12\/04\/us-processing-freeze-scapegoats-immigrants-asylum-seekers?utm_source=chatgpt.com\" title=\"Externer Link \u2014 US-Programms bei Human Rights Watch\">US-Programms bei Human Rights Watch<\/a>. &#8222;Bei dieser umfassenden \u00c4nderung geht es nicht um Sicherheit. Es geht darum, ganze Nationalit\u00e4ten zum S\u00fcndenbock zu machen, um diskriminierende Ma\u00dfnahmen zu rechtfertigen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Drastische Ma\u00dfnahmen gegen Einwanderung\u00a0hatte\u00a0US-Pr\u00e4sident Donald Trump schon Ende November angek\u00fcndigt. Mittlerweile sind die ersten davon in Kraft. 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