{"id":626674,"date":"2025-12-06T03:50:22","date_gmt":"2025-12-06T03:50:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/626674\/"},"modified":"2025-12-06T03:50:22","modified_gmt":"2025-12-06T03:50:22","slug":"aktuelle-zahlen-zu-asylantraegen-herkunft-und-abschiebungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/626674\/","title":{"rendered":"Aktuelle Zahlen zu Asylantr\u00e4gen, Herkunft und Abschiebungen"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Leipzig. Die politischen Debatten auf Landes- und Bundesebene werden immer wieder vom Thema Migration gepr\u00e4gt. Auf dieser Seite finden Sie Fakten zur Aufnahme von Gefl\u00fcchteten in Deutschland, zur Bearbeitung von Asylantr\u00e4gen bis hin zur konkreten Unterbringung in Leipzig. Die Informationen stammen vom Amt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge (BAMF), aus Anfragen im Bundestag, von der Landesdirektion Sachsen sowie von den St\u00e4dten Leipzig und Dresden. Sie werden monatlich aktualisiert.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Wie viele Gefl\u00fcchtete kommen nach Deutschland und Sachsen?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Seit 2013 \u00fcbersteigt die Zahl an Personen, die in Deutschland j\u00e4hrlich um Asyl bitten, kontinuierlich die Marke von 100.000 Antr\u00e4gen. Das erste Mal wurde 1980 in der damaligen Bundesrepublik dieser Wert innerhalb von zw\u00f6lf Monaten erreicht, in den 1990er Jahren kam es aufgrund des Balkankrieges erstmals mehrere Hunderttausenden Asylantr\u00e4gen innerhalb eines Jahres. Der bisherige H\u00f6hepunkt wurde 2016 mit fast 750.000 Asylantr\u00e4gen erreicht. In dieser Grafik sehen Sie, wie sich die Zahlen \u00fcber die Jahre entwickelt haben.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Um Beh\u00f6rden und Bev\u00f6lkerung regional nicht zu \u00fcberlasten, werden Asylbewerberinnen und -bewerber w\u00e4hrend der Bearbeitung ihrer Antr\u00e4ge auf die 16 Bundesl\u00e4nder verteilt. Dabei kommt der sogenannte <b>K\u00f6nigssteiner Schl\u00fcssel<\/b> zu Anwendung \u2013 ein Berechnungsverfahren, das regionales Steueraufkommen und Bev\u00f6lkerungszahl ber\u00fccksichtigt. In Sachsen werden etwa f\u00fcnf Prozent der Gefl\u00fcchteten untergebracht. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen mehr als 11.000 Asylantr\u00e4ge gestellt. <b>Im Jahr 2025<\/b> sind die Zahlen bislang deutlich niedriger, bis Ende November sind es erst gut <b>5800 neue Antr\u00e4ge im Freistaat<\/b> geworden \u2013 etwas mehr als die H\u00e4lfte im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. <\/p>\n<p>Wie viele Gefl\u00fcchtete werden anerkannt oder m\u00fcssen gehen?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">In den vergangenen Jahren erhielt etwa ein Viertel der Antragsteller in Deutschland \u00fcberhaupt Asyl. In den Landesbeh\u00f6rden des BAMF werden die Antr\u00e4ge inhaltlich gepr\u00fcft. Neben den bewilligten Asylverfahren kamen \u00fcber Jahre hinweg meist weitere 25 Prozent hinzu, bei denen die Antragstellenden subsidi\u00e4rem Schutz erhalten oder ein Abschiebeverbot bestimmt wird. Das passiert, wenn die Gefl\u00fcchteten zwar formal kein Anrecht auf Asyl haben, ihnen in ihrem Heimatland aber ernsthafter Schaden droht.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Im <b>Jahr 2025<\/b> hat sich die Situation nun deutlich ver\u00e4ndert. Bis November wurde nur etwa jeder sechste Asylantrag (17 Prozent) positiv beschieden und subsidi\u00e4rer Schutz wird nur noch sehr selten gew\u00e4hrt. In den ersten neun Monaten des Jahres <b>wurden somit 76 Prozent aller Antr\u00e4ge abgelehnt<\/b>.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Wenn Asylantr\u00e4ge abgelehnt wurden, soll das Bundesinnenministerium die Ausreise organisieren. Dies passiert einerseits \u00fcber <b>freiwillige Ausreisen<\/b>, aber auch \u00fcber Abschiebungen auf dem Luft-, Land- und Seeweg (beispielsweise am Flughafen Leipzig) oder mithilfe der R\u00fcckf\u00fchrung an andere EU-L\u00e4nder, in denen die Asylsuchenden urspr\u00fcnglich ihren Antrag gestellt haben. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dabei kommt das sogenannte <b>Dublin-Verfahren<\/b> des Gemeinsamen Europ\u00e4ischen Asylsystems (GEAS) zur Anwendung. Im Vergleich zur Zahl der abgelehnten Antr\u00e4ge von aktuell j\u00e4hrlich etwa 100.000 bis 150.000 wird aber nur ein Teil tats\u00e4chlich abgeschoben. Die R\u00fcckf\u00fchrungen fallen in der Regel in die <b>Zust\u00e4ndigkeit der Bundesl\u00e4nder<\/b> oder an die Bundespolizei.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Wer beantragt Asyl in Deutschland und Sachsen?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Es sind \u00fcberwiegend junge Menschen, die in Deutschland um Asyl bitten \u2013 darunter eine erhebliche Zahl von Kindern und Jugendlichen. Im Bereich der Minderj\u00e4hrigen sind die Geschlechter deutlich ausgeglichener verteilt als bei den erwachsenen Gefl\u00fcchteten. Hier gibt es deutlich mehr M\u00e4nner als Frauen.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Bei den Herkunftsl\u00e4ndern liegen bundesweit weiterhin <b>Syrien<\/b> und <b>Afghanistan<\/b> mit zusammen etwa 40 Prozent der Asyl-Antr\u00e4ge an erster Stelle. Regional ist die Situation zum Teil etwas anders &#8211; weil Antragsteller auch mit Blick auf vorhandene Expertisen und soziale Gruppen verteilt werden. In der Stadt Leipzig waren es 2025 beispielsweise vor allem Menschen aus <b>Venezuela <\/b>(43 Prozent), die einen Asylantrag gestellt haben. <\/p>\n<p>Wo werden Gefl\u00fcchtete in Sachsen untergebracht?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Nach Ankunft in Deutschland werden Gefl\u00fcchtete in sogenannte <b>Erstaufnahmeeinrichtung<\/b> der Bundesl\u00e4nder gebracht. Dort wohnen die Ankommenden, bis ihr Asylantrag beim BAMF gestellt wurde und die Verteilung auf andere Bundesl\u00e4nder nach dem K\u00f6nigssteiner Schl\u00fcssel vollzogen werden kann. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">In <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/mitteldeutschland\/\" target=\"_blank\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/www.lvz.de\/mitteldeutschland\/\" rel=\"nofollow noopener\">Sachsen<\/a> gibt es 17 Erstaufnahmeeinrichtungen, drei davon in Leipzig sowie eine in Schkeuditz (D\u00f6lzig) sowie in R\u00f6tha. Im November waren die verf\u00fcgbaren 4511 Pl\u00e4tze <b>zu 66 Prozent ausgelastet<\/b>.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dar\u00fcber hinaus betreiben die Kommunen <b>Gemeinschaftsunterk\u00fcnfte<\/b>, in denen die Asylbewerber w\u00e4hrend der Bearbeitung der Antr\u00e4ge untergebracht sind. Aufgrund der oftmals fehlenden M\u00f6glichkeiten, nach Bewilligung des Antrags eine eigene Wohnung finden zu k\u00f6nnen, leben viele Gefl\u00fcchtete aber auch deutlich l\u00e4nger in den Gemeinschaftsunterkunften. Auf der folgenden Karte sind alle Standorte von Erstaufnahmen- und Gemeinschaftsunterk\u00fcnften verzeichnet. Hin zu kommenden mehrere Notunterk\u00fcnfte in Zeltst\u00e4dten.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Sollten Sie Anregungen zu den Infografiken oder Informationen auf dieser Seite haben, schreiben Sie uns gern: <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/lokales\/leipzig\/mailto:m.puppe@lvz.de\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/www.lvz.de\/lokales\/leipzig\/mailto:m.puppe@lvz.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">m.puppe@lvz.de<\/a>.<\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-1bfvh9l-0 cSmjnJ\">LVZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leipzig. Die politischen Debatten auf Landes- und Bundesebene werden immer wieder vom Thema Migration gepr\u00e4gt. 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