{"id":6267,"date":"2025-04-04T00:07:42","date_gmt":"2025-04-04T00:07:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/6267\/"},"modified":"2025-04-04T00:07:42","modified_gmt":"2025-04-04T00:07:42","slug":"daten-und-zahlen-zur-arbeitslosigkeit-region-hannover-story","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/6267\/","title":{"rendered":"Daten und Zahlen zur Arbeitslosigkeit, Region Hannover, Story"},"content":{"rendered":"<p>Die\u00a0Region Hannover hat lange Jahre des Besch\u00e4ftigungsaufbaus hinter sich. Eine jetzt von der Region Hannover herausgegebene \u201eStatistische Kurzinformation\u201c (SKI) widmet sich der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und Besch\u00e4ftigung in den letzten Jahren mit besonderem Augenmerk auf das Jahr 2024. Der vollst\u00e4ndige Inhalt der SKI kann im Internet unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.hannover.de\/ski\" class=\"bbcode_url\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>www.hannover.de\/ski<\/b><\/a>eingesehen werden. Die Angaben beruhen auf Daten der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit.<\/p>\n<p>Von 2013 bis 2019 ist die Zahl der Besch\u00e4ftigten stetig um insgesamt \u00fcber 50.000 Besch\u00e4ftigte gestiegen. Im Coronajahr 2020 erfolgte eine leichte Delle mit einem R\u00fcckgang um 352 Besch\u00e4ftigte. Seitdem ist die Zahl der Besch\u00e4ftigten wieder deutlich gestiegen, wenn sich auch der Anstieg 2023 gegen\u00fcber den beiden Vorjahren verlangsamt hat.<\/p>\n<p>Die Besch\u00e4ftigungs\u00adquote weist eine \u00e4hnliche Entwicklung auf: 2016 ist diese trotz steigender Besch\u00e4ftigtenzahlen leicht gesunken, was darauf hindeutet, dass durch starke Zuwanderung das Besch\u00e4ftigungspotenzial noch st\u00e4rker gestiegen ist als die Zahl der Besch\u00e4ftigten. Aus \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden d\u00fcrfte die Besch\u00e4ftigungsquote im Jahr 2020 st\u00e4rker ge\u00adsunken sein, als es der nur leichte R\u00fcckgang der Besch\u00e4ftigtenzahlen nahelegt. Seit 2020 hat die Besch\u00e4ftigtenquote um fast zwei Prozentpunkte zugelegt und 2023 einen neuen H\u00f6chststand erreicht.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die Arbeitslosenquoten im Bund und im Land auf einem sehr \u00e4hnlichen Niveau bewegen, liegt die Region durchweg etwa 1,5 bis 1,8 Prozentpunkte dar\u00fcber. Von 2013 bis 2019 gelang ein Abbau der Arbeitslosigkeit um etwa zwei Prozentpunkte, worauf im Coronajahr 2020 ein Anstieg um etwa einen Prozentpunkt folgte. Auf Bundes- und Landesebene ging die Arbeitslosigkeit bereits 2021 zur\u00fcck, w\u00e4hrend die Region Hannover einen leichten Anstieg zu verzeichnen hatte. 2022 ging die Arbeitslosigkeit auf allen drei Ebenen deutlich zur\u00fcck, steigt seitdem aber wieder an und lag im Jahr 2024 mit 7,8 Prozent in der Region Hannover, 6 Prozent im Bund und 5,9 Prozent in Niedersachsen knapp oberhalb der H\u00f6chstwerte der Coronazeit.<\/p>\n<p>Im Jahr 2024 weisen Region, Bund und Land einen \u00e4hnlichen Verlauf mit Belebungen im Fr\u00fchjahr und im Herbst sowie H\u00f6chstst\u00e4nden im August und einem leichten Anstieg im Winter auf. Auff\u00e4llig ist jedoch, dass die Region Hannover das Jahr mit einer leicht h\u00f6heren Arbeitslosenquote beendet als begonnen hat (7,9 Prozent im Dezember im Vergleich zu 7,8 Prozent im Januar), w\u00e4hrend im gleichen Zeitraum die Arbeitslosenquote in Bund und Land leicht gefallen ist. Insbesondere der Anstieg von Juni bis August 2024 ist in der Region Hannover st\u00e4rker ausgefallen als im Bund und im Land.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Zahl der Arbeitslosen in der Landeshauptstadt Hannover und dem Umland der Region Hannover verlaufen die Kurven weitgehend parallel, allerdings sind die Zahlen im Umland deutlich niedriger als in der Landeshauptstadt. Im Jahr 2024 hatte die Landeshauptstadt Hannover etwa 8.000 Arbeitslose mehr als das Umland. Im Zuge des R\u00fcckgangs der Arbeitslosigkeit bis 2019 hat sich diese L\u00fccke auf unter 7.000 Arbeitslose reduziert. Im zweiten Coronajahr 2021 hat sich hingegen wieder der alte Abstand ergeben. Im Jahresmittel 2024 hatte die Landeshauptstadt Hannover mit 29.710 Arbeitslosen etwa 8.600 Arbeitslose mehr als das Umland mit 21.084 Arbeitslosen.<\/p>\n<p>In Hinblick auf die Rechtskreise\u00a0(SGB II = B\u00fcrgergeld, SGB III = Arbeitslosengeld)\u00a0l\u00e4sst sich feststellen, dass\u00a0in der Region Hannover etwa drei Mal so viel Arbeitslose B\u00fcrgergeld beziehen wie Arbeitslosengeld. Vom R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit bis 2019 haben vor allem Menschen im B\u00fcrgergeld profitiert. Zwischen 2014 und 2019 ist die Zahl der Leistungsbezieher*innen von 37.117 auf 29.485 zur\u00fcckgegangen. Mit dem Coronajahr 2020 ist es zun\u00e4chst zu einem starken Anstieg der Arbeitslosen im SGB III gekommen, der jedoch bis 2022 wieder fast vollst\u00e4ndig abgebaut werden konnte. Dagegen ist der st\u00e4rkere Anstieg im SGB II erst im Jahr 2021 eingetreten und konnte seitdem nicht mehr ausgeglichen werden, was die Schere zwischen SGB II und SGB III deutlich vergr\u00f6\u00dfert hat. In den Jahren 2023 und 2024 sind die Zahlen in beiden Rechtskreisen wieder angestiegen, sodass sowohl im SGB II wie im SGB III 2024 mehr Leistungsbezieher*innen zu verzeichnen sind als 2014.<\/p>\n<p>Besondere Probleme am Arbeitsmarkt haben Langzeitarbeitslose und ausl\u00e4ndische Besch\u00e4ftigte. Entgegen dem allgemeinen Trend ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen bis 2023 zur\u00fcckgegangen und liegt auch 2024 unter dem Niveau von 2021. Die Zahl der ausl\u00e4ndischen Arbeitslosen entwickelt sich g\u00e4nzlich anders. In drei Wellen ist es zu einem Anstieg von 12.963 Personen bis auf 21.461 Personen im Jahr 2024 gekommen. Die erste Welle zwischen 2014 und 2016 steht in zeitlichem Zusammenhang mit der starken Zuwanderung in jenen Jahren, w\u00e4hrend die zweite Welle zwischen 2019 und 2021 in die Coronajahre f\u00e4llt. Ab 2022 und in zeitlichem Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine folgte die dritte Welle, die bis 2024 anh\u00e4lt. Auff\u00e4llig ist, dass es in den Jahren dazwischen nicht zu einem nennenswerten R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit gekommen ist.<\/p>\n<p>Weitgehend \u00e4hnlich stellt sich die Entwicklung der Arbeitslosenquote von Frauen und M\u00e4nnern seit 2014 dar, wobei die Arbeitslosenquote von Frauen fast durchweg 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt, die Quote der M\u00e4nner 0,4 bis 0,6 Prozentpunkte \u00fcber dem Durchschnitt verl\u00e4uft. Lediglich 2022 und 2023 haben sich die Kurven durch die vorwiegend weibliche Zuwanderung aus der Ukraine angen\u00e4hert. Mittlerweile hat sich der alte Abstand wiedereingestellt.\u00a0<\/p>\n<p>Mit Blick auf die j\u00fcngeren und die \u00e4lteren Arbeitslosen f\u00e4llt auf, dass der R\u00fcckgang der Arbeitslosenquote der \u00e4lteren Besch\u00e4ftigten von 2014 bis 2019 besonders stark von 9,0 Prozent auf 6,2 Prozent gesunken ist. Der Anstieg zur Coronazeit fiel verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig moderat aus. W\u00e4hrend die Arbeitslosenquote bis 2017 oberhalb des Durchschnitts lag, liegt sie seitdem darunter. F\u00fcr die j\u00fcngeren Besch\u00e4ftigten ist es im Coronajahr 2020 zu einem \u00fcberdurchschnittlichen Anstieg gekommen, der jedoch bis 2022 fast vollst\u00e4ndig wieder abgebaut werden konnte. Die Arbeitslosigkeit beider Gruppen liegt 2024 deutlich unter dem Niveau von 2014.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die\u00a0Region Hannover hat lange Jahre des Besch\u00e4ftigungsaufbaus hinter sich. 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