{"id":626964,"date":"2025-12-06T06:47:13","date_gmt":"2025-12-06T06:47:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/626964\/"},"modified":"2025-12-06T06:47:13","modified_gmt":"2025-12-06T06:47:13","slug":"behoerdensprache-in-stuttgart-gans-schoen-buerokratisch-startseite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/626964\/","title":{"rendered":"Beh\u00f6rdensprache in Stuttgart: Gans sch\u00f6n b\u00fcrokratisch! &#8211; Startseite"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t   \t\t\t\t\t \t\t\t\t   \t      \t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Beh\u00f6rdensprache in Stuttgart: Gans sch\u00f6n b\u00fcrokratisch!\" title=\"Beh\u00f6rdensprache in Stuttgart: Gans sch\u00f6n b\u00fcrokratisch!\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/media.media.afb3b1a1-38c7-41e4-8a0e-ac680b1fee40.original700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.krzbb.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tNilgans \u2013 das Landwirtschaftsministerium strebt eine \u201eharmonische Koexistenz\u201c an.\u00a0Foto: dpa\/Fredrik von Erichsen\t\t\t<\/p>\n<p>Achtung, Beh\u00f6rdensprache kann Ohrenschmerzen verursachen! Ein Beispiel sind die Ausf\u00fchrungen des Landwirtschaftsministerium zum \u201eWildg\u00e4nsemanagement\u201c. Eine Glosse von Jan Sellner.<\/p>\n<p>Wenn wir von G\u00e4nsen sprechen, dann hat das in dieser Jahreszeit vor allem einen kulinarischen Aspekt. Unwillk\u00fcrlich taucht vor unserem geistigen Auge eine dampfende Weihnachtsgans auf samt Rotkraut und Kl\u00f6\u00dfen \u2013 was bei Vegetariern zu einem Klos im Hals f\u00fchrt. Sie beharren auf einer \u201eharmonische Koexistenz\u201c. Und nicht nur sie. Der Begriff stammt aus dem Landwirtschaftsministerium. Mit \u201eharmonischer Koexistenz\u201c meint es das Verh\u00e4ltnis von Mensch und Gans. Allerdings nicht von Mensch und Weihnachtsgans. Hier geht\u2019s um Wild- und Nilg\u00e4nse, die in Zusammenhang mit Weihnachten nichts zu f\u00fcrchten haben.<\/p>\n<p>\tAllergisch gegen Beh\u00f6rdensprech <\/p>\n<p>Bef\u00fcrchtungen m\u00fcssen eher wir haben, die Vertreter der Spezies Mensch. Speziell jene, die allergisch gegen Beh\u00f6rdensprache sind. Denn was da jetzt vom Ministerium rund ums Thema G\u00e4nse und Menschen an Kauderwelsch verbreitet wurde, ruft beim Leser Dauer-Kopfsch\u00fctteln und -Augenrollen hervor. Da ist die Rede vom \u201eurbanen Wildg\u00e4nsemanagement im Stadtgebiet <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a>\u201c. Alsdann erkl\u00e4rt das Ministerium, das auch f\u00fcr Verbraucherschutz zust\u00e4ndig ist und damit eigentlich auch f\u00fcr F\u00e4lle von Sprachverhunzung: \u201eIm Rahmen eines dreij\u00e4hrigen Pilotprojektes sollen verschiedene Managementma\u00dfnahmen die lokalen Konflikte mit Wildg\u00e4nsen minimieren und ein konfliktfreies Zusammenleben mit Nil- und Graug\u00e4nsen erreicht werden\u201c. Was wohl die G\u00e4nse dazu sagen w\u00fcrden, wenn sie\u2019s verst\u00fcnden? Doch auch vernunftbegabte Wesen verstehen\u2019s nicht. \u201eManagementma\u00dfnahmen\u201c helfen vermutlich aber irgendwie immer. Auch bei Weihnachts- . . . pardon Wildg\u00e4nsen. <\/p>\n<p>OB Nopper versteht sich auf Klartext <\/p>\n<p>Doch h\u00f6ren wir erst mal, was uns Minister Peter Hauk dazu noch sagen will: \u201eDie Auswahl und Durchf\u00fchrung der jeweils geeigneten Managementma\u00dfnahmen erfolgt in Bezug auf die lokalen Gegebenheiten sowie das lokale Konfliktpotenzial mit G\u00e4nsen. Sie sind in einzelnen Managementkonzeptionen hinterlegt. Im Vorfeld wurden einzelne, fl\u00e4chenbezogene Managementkonzeptionen durch die betroffenen liegenschaftsverwaltenden Stellen beauftragt.\u201c <\/p>\n<p>Sp\u00e4testens an dieser Stelle fragt man sich, ob eines unserer Probleme in Deutschland vielleicht auch in der verquasten Ausdrucksweise besteht? Wie w\u00e4r\u2019s mit einem Pilotprojekt \u201eVerst\u00e4ndliche Sprache\u201c \u2013 ganz ohne \u201eManagementma\u00dfnahmen\u201c und \u201eliegenschaftsverwaltende Stellen\u201c? Denn B\u00fcrokratieabbau braucht\u2019s auch in der Sprache!<\/p>\n<p>OB Frank Nopper ist in dem Fall schon weiter. Er formuliert fortgeschritten: \u201eDa die Nilg\u00e4nse vor allem am Eckensee im Schlossgarten, am Max-Eyth-See und in den Stuttgarter Freib\u00e4dern gro\u00dfe Sch\u00e4den und Verunreinigungen verursachen, m\u00fcssen wir alles im Rahmen unserer M\u00f6glichkeiten unternehmen, um die Nilgans-Population zu reduzieren.\u201c Das versteht sogar eine Gans und sucht besser das Weite!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nilgans \u2013 das Landwirtschaftsministerium strebt eine \u201eharmonische Koexistenz\u201c an.\u00a0Foto: dpa\/Fredrik von Erichsen Achtung, Beh\u00f6rdensprache kann Ohrenschmerzen verursachen! 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