{"id":62730,"date":"2025-04-26T12:10:09","date_gmt":"2025-04-26T12:10:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/62730\/"},"modified":"2025-04-26T12:10:09","modified_gmt":"2025-04-26T12:10:09","slug":"mahnwache-in-stuttgart-amnesty-setzt-zeichen-fuer-politisch-gefangene-in-der-tuerkei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/62730\/","title":{"rendered":"Mahnwache in Stuttgart: Amnesty setzt Zeichen f\u00fcr politisch Gefangene in der T\u00fcrkei"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Mahnwache in Stuttgart: Amnesty setzt Zeichen f\u00fcr politisch Gefangene in der T\u00fcrkei\" title=\"Mahnwache in Stuttgart: Amnesty setzt Zeichen f\u00fcr politisch Gefangene in der T\u00fcrkei\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/media.media.20c6f16a-d15a-4c0c-afd5-4f284895bb91.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tZum Start der Mahnwache stehen 17 Teilnehmer am t\u00fcrkischen Konsulat.\u00a0Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski\t\t\t<\/p>\n<p>Die Waiblinger und Stuttgarter Gruppen von Amnesty International haben eine Mahnwache vor dem t\u00fcrkischen Konsulat abgehalten. Spezifisch geht es um Gezi-Gefangene wie Can Atalay.<\/p>\n<p>Am Freitagnachmittag organisierten die Ortsgruppen <a href=\"https:\/\/amnesty-waiblingen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Amnesty International Waiblingen<\/a> und <a href=\"https:\/\/amnesty-stuttgart.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Amnesty International Stuttgart<\/a> von 15.30 bis 16.30 Uhr eine <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Mahnwache\" title=\"Mahnwache\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mahnwache<\/a> vor dem t\u00fcrkischen Konsulat in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a>. Das gew\u00e4hlte Datum, der 25. April, war dabei auch kein Zufall. An diesem Tage im Jahr 2022 wurde unter anderem Can Atalay im Rahmen des Gezi-Prozesses zu 18 Jahren Haft verurteilt. Der prominente Menschenrechtsanwalt ist seitdem im Hochsicherheitsgef\u00e4ngnis Silivri inhaftiert. Die Mahnwache sollte \u201eein Zeichen f\u00fcr alle politischen Gefangenen in der T\u00fcrkei\u201c setzen, \u201edie willk\u00fcrlich ihrer elementaren Menschenw\u00fcrde beraubt werden\u201c, wie es in der Ank\u00fcndigung hei\u00dft.<\/p>\n<p>Ein besonderer Fall im Vordergrund <\/p>\n<p>Atalays Gesicht sowie sein spezifischer Fall wurden am prominentesten auf Papiere und Postkarten gedruckt. Wie auf einer der Postkarten geschrieben steht, konnten in dem gesamten Verfahren \u201ekeine Beweise erbracht werden, dass die verurteilten Personen irgendwelche Straftaten begangen haben\u201c. Seit dem Juni 2024 konzentriert sich die Amnestgruppe Waiblingen mit Einzelfallarbeit um ihn. Besonders in seinem Fall: Trotz seiner Inhaftierung kandidierte er bei der Parlamentswahl 2023 f\u00fcr die Arbeiterpartei der T\u00fcrkei in der Provinz Hatay \u2013 und wurde gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/media.media.1c641a1c-b4bf-4cc0-aa78-853d9a08231e.original1024.media.jpeg\"\/>     \u201eEr ist nicht in Silivri, er geht mit uns\u201c steht auf einem Plakat zu Can Atalay.    Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski    <\/p>\n<p>Nach Zur\u00fcckweisung seines Antrags auf Freilassung urteilte das Verfassungsgericht im Oktober 2022, \u201edass das Recht von Can Atalay gew\u00e4hlt zu werden und sich politisch zu engagieren sowie sein Recht auf pers\u00f6nliche Freiheit und Sicherheit verletzt worden sei\u201c, wie Amnesty Waiblingen dokumentiert. Jedoch gab die 3. Strafkammer des Kassationsgerichts dann ihre endg\u00fcltige Entscheidung bekannt: der heute 49-J\u00e4hrige sei rechtskr\u00e4ftig verurteilt. Sein Parlamentsmandat wurde aufgehoben.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlicher Kontakt zu Atalay <\/p>\n<p>Wie Albrecht Rehberger von Amnesty International Waiblingen erz\u00e4hlt, hat man mit Can Atalay etwa einmal im Monat Briefkontakt. Das sei selten, dass man so einen Kontakt mit einem Gefangenen hat. Ob wirklich alles ankommt, wei\u00df er nat\u00fcrlich nicht, aber die Dankesbriefe Atalays f\u00fcr die Unterst\u00fctzung finden ihren Weg aus dem Hochsicherheitsgef\u00e4ngnis Silivri au\u00dferhalb von Istanbul. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/media.media.1175d0aa-be6b-4748-a69d-ab11d9a1e931.original1024.media.jpeg\"\/>     Die Mahnwache fand am Kernerplatz gegen\u00fcber des t\u00fcrkischen Konsulats in Stuttgart statt.    Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski    <\/p>\n<p>Wie Rehberger erkl\u00e4rt, wurde die Mahnwache absichtlich nicht gro\u00df gestreut. Es wurden keine politischen Organisationen wie die Exilparteien eingeladen. Sonst h\u00e4tte es den von ihnen geplanten Rahmen gesprengt. Es solle eine Mahnwache sein, keine Demo. Hinter dem Zebrastreifen der Kernerstra\u00dfe gegen\u00fcber des Konsulats stehen so 17 Teilnehmer der Mahnwache. Das ausgestattet mit gelben Amnesty International Westen und Bannern sowie Pappplakaten mit Informationen zu Can Atalay und weiteren Inhaftierten, Osman Kavala, Cigdem Mater, Mine \u00d6zerden und Tayfun Kahraman. <\/p>\n<p>Eine Stunde Mahnwache <\/p>\n<p>Eine Reaktion aus dem t\u00fcrkischen Konsulat gab es weder zur Ank\u00fcndigung noch sollte es sie w\u00e4hrend dieser Stunde geben. Autofahrer werfen beim Vorbeifahren einen Blick auf die Gruppe am Stra\u00dfenrand. Die Menschen vor Ort gehen weiter normal ihrem Alltag nach und um die Mahnwache herum oder durch sie hindurch. Die Teilnehmer von Amnesty zeigen sich stets offen f\u00fcr Gespr\u00e4che und haben die Postkarten &amp; Co. griffbereit, doch sind dabei abwartend und keinerlei aufdringlich. <\/p>\n<p>Nach einer guten halben Stunde nimmt sich ein j\u00fcngeres P\u00e4rchen dann Informationen auf die Hand mit, es sollte aber der einzige direkte Kontakt mit vorbeigehenden Menschen bleiben. Das sei aber \u00fcblich, es g\u00e4be selten viele Gespr\u00e4che. Aber: immerhin sei auch noch nie einer aus der Botschaft gest\u00fcrmt. Eintretendem Regen halten die Teilnehmer auch stand. Etwa 15 Minuten vor dem Ende der Aktion ist die Gruppe allerdings auf elf Teilnehmer geschrumpft.<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/media.media.7a0034f8-8027-4e1d-b503-ef6863d1075b.original1024.media.jpeg\"\/>     Viele Gruppen von Amnesty International haben ein Rekrutierungsproblem bei jungen Leuten.    Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski    <\/p>\n<p> Darunter nat\u00fcrlich auch weiterhin Albrecht Rehberger von Amnesty Waiblingen, der schon seit 1979 ununterbrochen Mitglied und ehrenamtlich t\u00e4tig ist. Das ist auch deshalb bemerkenswert, da es das Rekrutierungsproblem bei jungen Leuten aufzeigt. Es gibt zwar auch Schul- und Hochschulgruppen, hier verlaufe es sich dann aber oft nach dem Abschluss. Wie Rehberger erz\u00e4hlt, sind die J\u00fcngsten bei ihm und in vielen anderen Gruppen \u00fcber 50 Jahre alt. Bei dieser Mahnwache am Freitag war auch nur eine j\u00fcngere Person mit dabei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum Start der Mahnwache stehen 17 Teilnehmer am t\u00fcrkischen Konsulat.\u00a0Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski Die Waiblinger und Stuttgarter Gruppen von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":62731,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[28379,28380,28381,1634,28382,3364,29,30,21146,1441,28383],"class_list":{"0":"post-62730","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-amnesty","9":"tag-amnesty-stuttgart","10":"tag-amnesty-waiblingen","11":"tag-baden-wuerttemberg","12":"tag-can-atalay","13":"tag-de","14":"tag-deutschland","15":"tag-germany","16":"tag-mahnwache","17":"tag-stuttgart","18":"tag-tuerkisches-konsulat"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114404198181887014","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62730","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62730"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62730\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62731"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}