{"id":627528,"date":"2025-12-06T12:33:19","date_gmt":"2025-12-06T12:33:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/627528\/"},"modified":"2025-12-06T12:33:19","modified_gmt":"2025-12-06T12:33:19","slug":"das-boellerverbot-in-leipzig-ist-ohne-not-gescheitert-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/627528\/","title":{"rendered":"Das B\u00f6llerverbot in Leipzig ist ohne Not gescheitert \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Manchmal macht es sich Leipzigs Verwaltung sehr einfach. Um jeder m\u00f6glichen Komplikation aus dem Weg zu gehen, wird oft mit der Rechtswidrigkeit von Stadtratsantr\u00e4gen argumentiert. So wie am 26. November in der Ratsversammlung, wo endlich der Antrag zu einem B\u00f6llerverbot in Leipzig zur Abstimmung kam, Umweltb\u00fcrgermeister Heiko Rosenthal sich aber felsenfest \u00fcberzeugt gab, dass ein B\u00f6llerverbot in Leipzig rechtswidrig w\u00e4re.<\/p>\n<p>Andere St\u00e4dte aber zeigen, dass ein solches lokal eingegrenztes Verbot sehr wohl m\u00f6glich ist. Nach der gescheiterten Abstimmung zum B\u00f6llerverbot zeigt sich die Fraktion B\u00fcndnis 90 \/ Die Gr\u00fcnen entsprechend ver\u00e4rgert.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/808d1b2a34814b8c8b70e2c859ceaa86.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/12\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/12\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Umweltb\u00fcrgermeisters Heiko Rosenthal hatte \u2013 auch<a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/11\/stadtrat-bollerverbot-lichtshow-640154\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"> in der Ratsversammlung am 26. November<\/a> \u2013 wiederholt verk\u00fcndet, die Forderung nach einem B\u00f6llerverbot sei rechtswidrig und daher abzulehnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/VO020?VOLFDNR=2027695\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Der zuletzt interfraktionelle Antrag<\/a> f\u00fcr ein B\u00f6llerverbot basiert auf der rechtlichen Grundlage des \u00a7 24 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 SprengV, der es den Kommunen erm\u00f6glicht, das Abbrennen von Feuerwerksk\u00f6rpern in bestimmten Bereichen des Stadtgebietes zu untersagen.<\/p>\n<p>Besonders in dicht besiedelten st\u00e4dtischen Gebieten, wo die L\u00e4rmbelastung f\u00fcr Menschen und Tiere durch die Verwendung von B\u00f6llern besonders hoch sind, sehen die Gr\u00fcnen dringenden Handlungsbedarf. Laut Statistischem Bundesamt gelten alle Stadtteile mit mehr als 500 Einwohnern pro Quadratkilometer als dicht besiedelt.<\/p>\n<p>Diese Definition trifft nahezu auf das gesamte Leipziger Stadtgebiet zu. <a href=\"http:\/\/www.heilbronn.de\/kommunikation\/pressemitteilungen\/details\/artikel\/stadt-erlaesst-regeln-fuer-ein-ruhigeres-silvester.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Genau auf dieser Argumentation basiert nun auch das in Heilbronn im fast ganzen Stadtgebiet verh\u00e4ngte B\u00f6llerverbot.<\/a><\/p>\n<p>\u201eDie Allgemeinverf\u00fcgung der Stadt Heilbronn basiert auf derselben Argumentation wie unser Antrag! Wieso will man uns in Leipzig weismachen, dass es nicht geht?\u201c, fragt nun Nicole Schreyer-Krieg, umweltpolitische Sprecherin der Gr\u00fcnen-Fraktion.<\/p>\n<p>\u201eDas kommunale B\u00f6llerverbot nicht anzugehen, zeugt einfach von Lust- und Mutlosigkeit. Umfragen zeigen, dass sich eine Mehrheit der Menschen ein ruhigeres, friedlicheres Silvester w\u00fcnschen. Wir h\u00e4tten in Leipzig einen Anfang machen k\u00f6nnen \u2013 f\u00fcr L\u00e4rmschutz, Umweltschutz und Sicherheit.\u201c<\/p>\n<p>Wenn die Linksfraktion nicht mitzieht<\/p>\n<p>Entt\u00e4uscht ist die b\u00fcndnisgr\u00fcne Fraktion auch vom Abstimmungsverhalten der Linksfraktion, die das B\u00f6llerverbot \u00fcberwiegend abgelehnt und somit eine Mehrheit daf\u00fcr verhindert hat.<\/p>\n<p>\u201eWir werden gefragt, warum die Linken nicht mitgestimmt haben. Das ist f\u00fcr uns leider auch nicht nachvollziehbar. Die Argumente f\u00fcr ein B\u00f6llerverbot liegen doch auf der Hand\u201c, so Schreyer-Krieg.<\/p>\n<p>\u201eWir setzen uns f\u00fcr die Schaffung einer sicheren und umweltfreundlichen Silvesternacht ein, in der L\u00e4rm-, Brand- und Gesundheitsgefahren vermieden werden, die besonders f\u00fcr Kinder, \u00e4ltere Menschen und Tiere eine Gefahr darstellen. Die Fraktion B\u00fcndnis 90 \/ Die Gr\u00fcnen bleibt bei ihrer Forderung, das Abbrennen von Knallk\u00f6rpern in der Leipziger Innenstadt zu Silvester und Neujahr zu untersagen. Wir appellieren an die Stadtverwaltung, den rechtlichen Rahmen \u2013 der offensichtlich da ist \u2013 zu nutzen und endlich aktiv zu werden.\u201c<\/p>\n<p>Erfreulich sei jedoch, dass es ab 2027 eine umweltfreundliche Lichtshow mit Lasern oder Drohnen in der Leipziger Innenstadt geben soll, f\u00fcr alle, die Silvester friedlich feiern wollen.<\/p>\n<p>\u201eWir werden ein genaues Auge darauf haben, welches Engagement zur Umsetzung an den Tag gelegt wird. Aussitzen und Ausreden werden wir nicht hinnehmen, jetzt hei\u00dft es L\u00f6sungen finden und Taten folgen lassen! Die Menschen erwarten Ergebnisse!\u201c, sagt Schreyer-Krieg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Manchmal macht es sich Leipzigs Verwaltung sehr einfach. 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